Für Pflaumich

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Kennt den noch wer? Haumich und Pflaumich sitzen auf dem Baum, Pflaumich fällt runter… Da sollte doch keinen interessieren, wer noch oben sitzt? Der arme Pflaumich!

Nein, ich finde, es ist Zeit für einen Kuchen für den vergessenen Pflaumich. Einen, der alles hat, was man sich so wünschen kann: Knusprige Streusel, saftige Pflaumen und  Zimtcreme.

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Komm her Pflaumich, setz dich zu mir und nimm dir ein Stückchen!

Pflaumenstreusel mit Zimtcreme

für eine Springform mit 20cm Durchmesser

  • 225g Mehl
  • 150g Zucker
  • 170g Butter und etwas zum Einfetten
  • 1 1/4 TL Zimt
  • 400ml Milch
  • 100ml Sahne
  • 4 Eigelbe
  • 8g Vanillezucker (selbstgemacht)
  • 60g Speisestärke
  • 300g Pflaumen (Zwetschgen)

Springform mit etwas Butter einfetten (ich fette nur den Rand, auf den Boden kommt Backpapier).

Für Teig und Streusel Mehl, 90g Zucker, 120g Butter verkneten, bis der Teig eine krümelige Konsistenz bekommt. 2/3 davon abteilen und in die Springform geben. Zum Boden flachdrücken und zum Rand hochziehen, dann in den Kühlschrank stellen. Den restlichen Teig zu Streuseln zerkrümeln und in einer Schüssel ebenfalls kühl stellen.

Für die Zimtcreme in einem kleinen Topf 300ml Milch und die Sahne zum Kochen bringen. Die restlichen 100ml Milch, Eigelbe, Vanillezucker, übrigen Zucker, Speisestärke und Zimt in einer Schale mit dem Schneebesen verrühren.

Den Topf vom Herd nehmen und die Milchmischung einrühren.Den Topf erneut bei geringer bis mittlerer Hitze erwärmen, dabei ständig rühren. Die Mischung sollte dickcremig werden. Die restliche Butter einrühren und wieder vom Herd nehmen. (In eine Schale geben) und mit Frischhaltefolie abgedeckt lauwarm abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Pflaumen waschen und halbieren. Den Kern entfernen.

Ist die Creme weitestgehend abgekühlt, den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Creme in die vorbereitete Springform geben. Die Pflaumen dachziegelartig darauf legen und die Streusel darüber verteilen.

Etwa 40 Minuten backen.

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Pflaumen-Frangipane-Tarte und kalter Kaffee – lecker in den Sonntag

Inzwischen merkt man wieder sehr deutlich, dass die Tage kürzer werden, es wird früher dunkel. Ich kann jeder Jahreszeit etwas abgewinnen, aber muss man sich daran gewöhnen, dass es keinen „richtigen“ Sommer mehr gibt? Ist das jetzt unser Sommer? Zwei Tage (gefühlt, gezählt habe ich zugegeben nicht) über 30°C bisher, tagelang Regen und konsequentes Unterschreiten der 20°C-Marke, Nächte unter 10°C. Mir fehlt richtiges Sommerwetter. Oder einfach mal eine Woche Wärme und Sonnenschein. Aber all das (Jammern und Meckern) hilft ja auch nicht. Ändern kann ich am Fortschreiten der Zeit nichts, und der August, erntetechnisch betrachtet, bedeutet:

Die Steinfrüchte kommen! Die meisten Beeren werden von Aprikose, Pfirsich und Pflaume abgelöst. Schade? Ja, aber nicht weniger lecker! Und so bringe ich heute ein Rezept für eine kleine einfache Pflaumentarte mit. Mandelcreme, blättrig mürber Boden und saftige Pflaumen schmecken unabhängig davon, welche Temperaturen gerade draußen herrschen.

IMG_8655Also ran an die Obstmesser und Rührschüsseln:

Pflaumen-Frangipane-Tarte

für eine Tarteform mit 20cm Durchmesser

– 50g kalte Butter in Flöckchen und etwas zum Einfetten der Form

– 30g Pflanzenmargarine oder weitere Butter (ich habe Lätta+Butter verwendet) in Flöckchen

– 110g Mehl

– 1/4 TL Salz

– 1 TL Zucker

– 30ml kaltes Wasser

– 30g Butter

– 30g Zucker

– 50g gemahlene Mandeln, blanchiert

– Saft und Schale von 1/2 Zitrone

– 2 EL Milch

– 1 TL Speisestärke

– 7-8 Pflaumen (Zwetschgen) oder anderes Steinobst, so dass die Form ausgefüllt wird

– 1-2 TL Rohrohrzucker zum Bestreuen

– etwas Zimt zum Bestreuen

Mehl, Salz, Zucker und Butter zügig zu einem Teig verarbeiten. Dabei sollte die Butter nicht weich werden. Wasser zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Eine gefettete Form damit auskleiden und bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen. In der Zwischenzeit die Frangipanemasse* vorbereiten. Dazu Zucker und Butter mit einem Mixer weiß schaumig schlagen, dann mit Milch, Mandeln und Zitronensaft/-schale sowie die Stärke verrühren. Obst je nach Art waschen, schälen, entkernen und klein schneiden. Ich habe die Pflaumen geviertelt.

Ofen auf 190°C Umluft vorheizen, Tarteform aus dem Kühlschrank holen und mit einer Gabel mehrfach den Boden einstechen. Frangipanemasse darauf verteilen und das Obst nach Wunsch darauf verteilen. Mit Zucker bestreuen und dann für etwa 20-25 Minuten in den Ofen geben. Zur Kontrolle testet man den Tarteteig mit einer Gabel oder einem Holzstäbchen. Dieser sollte knusprig und nicht mehr weich sein.

Tarte auskühlen lassen und nach Belieben mit etwas Zimt bestreuen.

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Bei heißem Wetter passt dazu außer Tee ein Cold-Brew-Macchiato.

Kalt ausgezogener Kaffee ist seit Jahren über dem großen Teich Thema, kam aber hierzulande erst in diesem Jahr in die meisten Cafés. Es ist eine einfache Methode, einen intensiven, aromatischen (je nach Kaffeequalität natürlich) Kaffeeextrakt herzustellen. Dieser Extrakt wird dann nach Belieben mit heißem oder kaltem Wasser verdünnt oder wie bei mir mit Eiswürfeln und Milch & Milchschaum zum Macchiato umgemünzt.

Cold-Brew Macchiato

für etwa 100ml Extrakt (hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche in einem verschließbaren Gefäß)

– 100g Kaffee (Espresso),gemahlen

– 500ml kaltes Wasser

Wasser und Kaffeepulver in einem Gefäß mischen und am besten über Nacht, mindestens aber 12 Stunden abgedeckt bei Zimmertemperatur stehen lassen. Nach abgelaufener Zeit durch einen Kaffeefilter in eine verschließbare Flasche o.ä. geben.

So weit dazu.

Für den kalten Macchiato habe ich 3 Eiswüfel mit etwa 20-25ml des Extraktes in ein Glas gegeben, 50ml kalte Milch und Milchschaum aus 50ml Milch dazugegeben.

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Möchte man nun aus dem Extrakt lieber einen Kaffee ohne Milch, empfiehlt sich ein Mischungsverhältnis Extrakt:Wasser von 1:2. Hier kann man noch nachlesen, was der Unterschied zu Ice Brew Kaffee ist und wie man mit Speiseeis auch leckeren Eiskaffee damit herstellen kann.

* In einer originalen Frangipane, also einer Masse, die Mandelaroma trägt, steckt auch Ei zur Bindung. Hier habe ich das Problem, dass ein ganzes Ei zuviel für diese kleine Tarte wäre. Die Creme bleibt daher auch nach dem Backen eine Creme und wird nicht puddingähnlich.