Alles auf einmal

img_4985

Ich weiß ja nicht, wie euer Dezember, eure Weihnachtstage und die Zeit zwischen den Jahren verlaufen ist, aber hier war einfach verdammt viel los. Familie besuchen, feiern, Zeit mit dem Freund verbringen, kaum zu Hause, Silvester bei Freunden, Neujahrsracletteresteessen, Zeit zu zweit und wieder kaum zu Hause. Und dann kaum Zeit zum Bloggen. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber insofern schade, als dass ich Zorras Blogevent, das ich thematisch ja bestimmen durfte, viel zu wenig Aufmerksamtkeit schenken konnte.

Endlich, endlich kommt hier aber auch mein erster Beitrag, alles auf einmal findet auch hier statt, zumindest landet am Ende alles in einer einzigen Pfanne. Wir gehen also sparsam ins neue Jahr (sowohl was die Ausgaben für die Zutaten, die Kalorien als auch den Abwasch angeht):

Tomaten-Pak Choi-Eier-Pfanne

für 3-4 Portionen

  • 2 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 TL Ancho-Chili-Pulver (ich habe meines im neu eröffneten Violas‘ in Lübeck erworben, aber auch das von Boomers* kann ich empfehlen)
  • 2 kleine Dosen Tomatenstücke (850ml)
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL Zucker
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 5 kleine Kartoffeln
  • 2 kleine Pak Choi
  • 6 Eier
  • 60g Ziegenfrischkäse

Schalotten und Knoblauchzehen schälen und fein hacken. In einer Pfanne mit hohem Rand in 1 EL Öl glasig dünsten. dann 2 TL des Chilipulvers zugeben und einige Sekunden anrösten. Mit Tomaten und Gemüsebrühe ablöschen und bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Zucker würzen.

In der Zwischenzeit Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel mit etwa 1cm Kantenlänge schneiden. Pak Choi putzen und grob schneiden.

Pfanneninhalt in ein hohes Gefäß geben und mit einem Pürierstab glatt pürieren.

In die Pfanne Öl, Kartoffeln und das restliche Chilipulver außen knusprig braten. Die pürierte Tomatensauce zu den Kartoffeln geben und diese zusammen mit dem Pak Choi in ca. 10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln. Nun die Sauce abschmecken und anschließend in der Pfanne verteilt die Eier in die Sauce aufschlagen. Abgedeckt etwa 5 Minuten garen lassen.

Auf dem Teller mit zerzupftem Ziegenfrischkäse servieren (und nach Belieben mit ein paar Pak Choi-Zupfern für etwas mehr Farbe).

Brot zum Aufsaugen der Sauce bieten sich an, uns hat es so auch gereicht.

Abgewandelt von hier.

img_4983

Macht gerne noch mit beim Blogevent!

Blog-Event CXXVI - Aus der Pfanne (Einsendeschluss 15. Januar 2017)

Husch, husch ins Maiskörbchen!

Für Frühlingspicknicks eignet sich das Wetter gerade überhaupt nicht. Ein Blick aus dem Fenster zeigt grauen Himmel und Nieselregen. Nichtsdestotrotz sind kleine Snacks für unterwegs auch als Pausenverpflegung herzlich willkommen.

Ab und an stelle ich hier ja auch solche Gerichte vor, die warm oder kalt schmecken und ohne Probleme mitgenommen werden können, also weder tropfgefährlich sind, noch durchgehende Kühlung benötigen. Dazu gehören Salate, auch mit Getreide als Grundlage, bei denen ich das Dressing bis zum Essen in ein Schraubglas oder ein kleines Fläschen fülle. Allerdings kann es auch hier gerne manchmal etwas „dazu“ geben.

IMG_2104

Ein kleines und unkompliziertes Extra sind zum Beispiel Polentaschälchen (verändert von hier). Die Zubereitung dauert nicht lang und sie können ganz unterschiedlich gefüllt werden. In meinen Schälchen stecken dieses Mal grüner Spargel, zwei Frischkäsesorten mit Zitrone und Minze. Die schmecken als Snack nicht nur zum Salat, aber beide ergänzen sich sehr gut und wären durchaus auch picknickgeeignet, wenn…

IMG_2098

Polentaschälchen mit grünem Spargel, Frischkäse und Salat

für 6 Schälchen (2-3 Portionen)

  • 75g Polenta
  • 300ml Gemüsebrühe
  • 1/2 Ei (Rest braten o.ä.)
  • 1 TL Öl zum Ausstreichen der Muffinform
  • 3 dünne Stangen grüner Spargel
  • 100g Frischkäse (ich habe Labne genommen,der hat etwa 18% Fett)
  • 40g Ziegenfrischkäse
  • 4 Stengel Minze, Blätter gewaschen, trocken getupft
  • Zesten von 1/2 Zitrone
  • 1-2 TL Zitronensaft
  • (Orangen-)Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 Handvoll Salat
  • 2 EL Pinienkerne
  • ein paar Späne Manchego oder anderen Hartkäse
  • 2 EL Weißweinessig
  • 2 EL Sherryessig
  • 1/2 TL Senf (Holundersenf)
  • 3 EL Walnussöl
  • 2 Zweige Minze, Blätter gewaschen, trocken getupft

Brühe für die Polenta zum Kochen bringen, Polenta einrühren und auf kleiner Hitze quellen lassen, bis die Masse cremig ist und der größte Teil der Flüssigkeit aufgenommen wurde. Auskühlen lassen. Dann das Ei einrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.

Ofen auf 180°C Umluft vorheizen, Muffinform (für 12 Muffins) mit Öl ausstreichen und die Polentamasse auf 6 Mulden verteilen. Mit einem Teelöffel so an den Rand verstreichen, dass eine Vertiefung in der Mitte entsteht. Etwa 5 Minuten vorbacken.

Währenddessen Spargel waschen, putzen und in 1-2 cm lange Stücke schneiden. Frischkäse miteinander verrühren, Zitronenzesten und -saft zugeben, Minze fein gehackt unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Spargel unterrühren, die Spargelspitzen dabei für die Dekoration beiseite lassen.

Füllung auf die Polentaschälchen verteilen, die Spargelspitzen obenauf legen und weitere 20 Minuten backen, bis die Schälchen fest sind und der Frischkäse leicht gebräunt ist. Auskühlen lassen und dann den Rand mit einem Messer lösen, die Schälchen mit einem Esslöffel vorsichtig aus den Mulden hebeln.

Salat waschen und putzen, Pinienkerne ölfrei in einer Pfanne rösten. Zutaten für das Dressing verrühren, die Minze fein gehackt unterrühren. Alles zum Mitnehmen getrennt einpacken bzw. anrichten.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Unterwegs ist auch das aktuelle „Ich backs mir„-Thema bei tastesheriff, dem ich diesen Beitrag gern beisteuere.

 

Fingerfertigkeit gefragt: Bärlauchröllchen mit Ziegenfrischkäse und brauner Butter

Frühjahr! Mit allem was dazugehört, ist es tatsächlich endlich Frühling geworden. Das Aprilwetter macht seinem Namen alle Ehre. Aber das ist gut, das ist genau richtig. Das spendet Wärme und Kraft für alles, was da draußen neu sprießt und wächst. Für das frische, fast neonartige Grün der jungen Ahornblätter, die leuchtend gelben Narzissen und meinen frisch gepflanzten Salat. Auch die Beerensträucher treiben langsam Blätter. Die roten Blattfarbstoffe sind als Sonnenschutz noch sehr prominent.

Zeit, die Gemüse und Kräuter zu nutzen, die jetzt schon da sind: Bärlauch, der erste Spargel. Und bald auch Rhabarber – endlich! Dass der dann später in (m)einen Garten kommt, steht schon lange fest.

Bereits im letzten Jahr, denn es ist jetzt fast ein Jahr her, dass ich den Blog begonnen habe, habe ich Rezepte für Bärlauch und Spargel vorgestellt. In diesem Jahr kommen natürlich weitere hinzu. Ein kurzer Rückblick zum ersten Blogeintrag zeigt, dass der Frühling auch 2015 sehnlichst erwartet wurde. Dennoch teile ich anscheinend mit vielen das Gefühl, dass der zurückliegende Winter besonders lang war – täuscht der Eindruck? Wer weiß. Ich werde 2017 nachlesen.

IMG_3838

Hier jedenfalls erst einmal eine Idee zu Bärlauch, die mir im Halbschlaf kam. Das passiert selten, aber es sind definitiv nicht die schlechtesten Einfälle! Ziegenfrischkäse passt ohne Frage. Ich habe ihn mit etwas rosa Pfeffer und Walnüssen aufgepeppt – denkbar wäre ebenso (Wal)Nüsse und Zitrone. Die mit Frischkäse gefüllten Bärlauchröllchen habe ich dann kurz in brauner Butter angebraten, gerade so, dass der Käse zu schmelzen beginnt, und mit Butterbröseln serviert.

Eine kleine Anmerkung: Ich habe die Bärlauchblätter zunächst blanchiert, damit sie sich besser rollen lassen. Vielleicht muss das nicht sein – beim Anbraten garen sie ja ein wenig – denn das Glätten der Blätter ist die eigentliche Frickelei – alles andere ist auch für (relative) Grobmotoriker kein Problem.

Die Röllchen eigenen sich als Vorspeise, Zugabe zum Salat oder Beilage zu Reis o.ä.. Ich habe sie mit ein paar Scampi gegessen, auch das passt gut.

IMG_3839

Bärlauchröllchen mit Ziegenfrischkäse und brauner Butter

für 1-2 Portionen, je nachdem, ob Beilage oder nicht

  • 100g Ziegenfrischkäserolle
  • 1 TL rosa Pfefferbeeren
  • 2-3 Walnüsse
  • 8-10 möglichst breite Bärlauchblätter, Stiel entfernt
  • Salz
  • Eiswasser
  • 1,5 EL Butter
  • 1 gehäufter EL Semmelbrösel

Walnüsse fettfrei anrösten, abkühlen lassen und hacken. Ziegenfrischkäse mit einer Gabel auflockern. Salzwasser zum Kochen bringen. Währenddessen Pfefferbeeren im Mörser zerkleinern und mit den Nüssen zum Frischkäse geben, unterrühren. Bärlauch kurz abspülen und in das kochende Wasser geben, 1 Minute blanchieren, dann in das vorbereitete Eiswasser geben. Bärlauchblätter auf Küchenpapier entfalten/glätten und trocken tupfen. Je etwa 1 TL des Frischkäses auf das Blatt setzen und einrollen. Seiten möglichst etwas einschlagen.

In einer Pfanne die Butter zum Schmelzen und dann zum Bräunen bringen. Bärlauchröllchen für etwa 1 Minute bei mittlerer Hitze braten, bis der Käse schmilzt, dann herausnehmen und anrichten. Zur restlichen Butter die Semmelbrösel geben und goldbraun anrösten. Über die Röllchen geben.

Schön, dass auch Sina gerade Bärlauchrezepte sammelt! Ich steuer dieses mal bei.

Blogevent von Obers trifft Sahne: Natürlicher Genuss

Und über etwas anderes kann ich mich auch noch freuen! Westwing.ch hat mein Rezept zum Kaffee-Sahne-Schneckenkuchen veröffentlicht – jippie! 🙂 Wenn ihr genauso gern schöne Möbel und Einrichtungsgegenstände, Geschirr und Heimtextilien anschaut (und shoppt) wie ich, dann schaut mal vorbei!

Die Finnen aufs Korn genommen

Was könnte beim Backen unpassender sein als eine Küchenwaage, die sich verabschiedet? Vorbei mit den genauen Zahlen, sie zeigt nur noch Unsinn an. Da muss ich schnellstens Ersatz besorgen. Dennoch hier mein Rezept für Finnisches Roggenbrot.  Und auch dieses mal kommt das Brot nicht allein, sondern mit passendem Aufstrich bzw. Belag daher.

IMG_3393

IMG_3402

Finnisches Roggenbrot

für 10 Brote = 20 Scheiben

Sauerteig

  • 75ml Roggenanstellgut
  • 350ml lauwarmes Wasser (37°C)
  • 200g Roggenmehl
  • 120g frisch geschrotetes 5-Korn Getreide (Original: Roggenschrot)

Alles gut miteinander vermengen, abdecken und 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Hauptteig

  • Sauerteig
  • 12g frische Hefe (25g wenn der Sauerteig nicht will)
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Kümmel, ganz
  • 400g Roggenmehl (Original: „Spezialweizenmehl“)

Sauerteig im Wasserbad erneut auf 37°C erwärmen, dann die restlichen Zutaten zugeben und 5 Minuten mit Knethaken & Mixer bzw. der Küchenmaschine verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort (Ofen & eingeschaltete Lampe) gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat (etwa 1,5h).

Teig mit etwas Mehl kurz durchkneten und dann in 10 Portionen teilen. Diese zu etwa 1cm flachen Scheiben formen (Durchmesser 10-12cm). Auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und mehrmals mit einer Gabel einstechen. Nochmals warm 1-1,5 Stunden zu doppelter Größe gehen lassen.

IMG_3360Ofen auf 225°C (Umluft) vorheizen und 12-15 Minuten backen.

Die Scheiben mit einer Mischung von

  • 25g geschmolzener Butter oder Margarine und
  • 25ml Milch

von allen Seiten einpinseln, dann etwas abkühlen lassen. Wenn man die Scheiben problemlos anfassen kann, mit einem Messer rundherum einschneiden und dann in der Mitte auseinander reißen, so dass zwei Hälften entstehen. Die Scheiben dann mit der Innenseite nach oben in ein Geschirrtuch einwickeln und so auskühlen lassen.

Rezept etwas verändert nach Die vegetarische Küche zum Genießen.

Durch den zugefügten Kümmel eignen sich die Brote besonders für herzhafte Beläge. Hier sind drei Varianten:

Rote-Bete-Creme

für 2-3 Brote

  • 125g/1 mittlere vorgegarte Rote Bete
  • 1/2 Schalotte
  • 1/2 TL Öl
  • 75g Ziegenfrischkäse
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Dill, gehackt
  • 1/2 TL Zitronensaft
  • 1/2 TL Honig
  • 1/2 TL im Mörser zerstoßene Kümmelsamen

Schalotte fein würfeln und im Öl glasig dünsten. Rote Bete grob raspeln. Mit Ziegenkäse, Schalotten, Dill, Zitronensaft, Honig und Kümmel vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Leicht abgeändert von hier.

Der Kartoffelaufstrich hier ist lecker, mir aber zuviel aufs Brot. Als Salat/Beilage für mich eher passend.

Kartoffel-Aufstrich mit Sonnenblumenkernen

für 3 Brote

  • 250g Kartoffeln (ich: vorwiegend festkochend – die letzten Bamberger Hörnchen aus dem elterlichen Garten)
  • 75g Sonnenblumenkerne
  • 2 EL Joghurt
  • 1 TL Senf, mittelscharf
  • 2 EL Erdnussöl (original: Sonnenblumenöl)
  • 1 EL Sojasauce
  • 2 EL frische Petersilie, Blätter abgezupft, gewaschen, trocken getupft
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Kartoffeln wie Pellkartoffeln kochen, warm pellen und mit einer Gabel grob zerdrücken. Sonnenblumenkerne fettfrei in einer Pfanne anrösten, leicht abkühlen lassen, hacken und mit den restlichen Zutaten unter die Kartoffeln mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Abgeändert von hier.

Und zu guter Letzt eine Variante, für die ich immer alle Zutaten zu Hause habe und für die es kein Rezept braucht: Senf und Harzer Käse. Ich habe hier Bärlauchsenf von den Senf Elfen verwendet, den mir mein Bruder geschenkt hat.

IMG_3406

Der Ausflug nach Finnland passt gerade zum Thema des BBD im März: Einmal um die Welt! von Sandra von Snuggs Kitchen. Mal schauen, ob ich noch ein zweites Brot schaffe!
Bread Baking Day #81 (last day of submission April 1st, 2016)

Brotzeit

Ich bin vom Brotfieber gepackt – der Sauerteig möchte ja auch genutzt und verbraucht werden! Und so probiere ich nach und nach die Brotrezepte in meinen Favoriten aus. Da ich vorgestern einen Teig brauchte, der vor allem zu meinem Zeitplan passen musste, habe ich mich für die Quinoa-Stangen von Hefe & mehr entschieden. Daher ist es reiner Zufall, dass hier schon wieder ein Rezept mit dem Pseudogetreide auftaucht. Für mich waren hier allerdings brötchengroße Portionen praktischer. Die Kruste war ja schonmal Thema. Der nächste Besuch auf dem Baumarkt wird nicht nur auf Frühlingsblumen, sondern auch Brotbacken ausgerichtet sein! Möglicherweise hätte auch geholfen, mein Gefäß mit heißem Wasser nach 15 Minuten herauszunehmen und den Dampf entweichen zu lassen. Dafür war die Krume schön locker und das Brot eignet sich für eher herzhafte Beläge.

Quinoa-Brötchen

für 4 Brötchen mit etwa 20cm Länge

Sauerteig

  • 100g Weizenmehl 405
  • 100g lauwarmes Wasser
  • 10g Roggensauerteig

Alle Zutaten vermengen und abgedeckt über Nacht (bei mir dann insgesamt 15 Stunden) bei Raumtemperatur gehen lassen.

Teig

  • Sauerteig
  • 250g Weizenmehl 405
  • 50g Quinoa, weiß, frisch gemahlen
  • 100g Quinoa, rot, frisch gemahlen
  • 10g Salz
  • 2g Hefe frisch
  • 250g lauwarmes Wasser

Sauerteig mit restlichen Zutaten vermengen und 20 Minuten stehen lassen. Mit den Händen den Teig 5 Minuten kneten, dann 2 Stunden im Backofen mit eingeschalteter Lampe gehen lassen, dabei alle 20 Minuten falten. Teig in vier Portionen teilen und als längliche Brötchen auf ein Blech mit leicht bemehlter Dauerbackfolie o.ä. legen. 20 Minuten im Ofen gehen lassen. Dann in die gewünschte Form bringen (ich habe dazu die Enden spitz ausgezogen) und erneut 30 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.

Ofen auf 250°C vorheizen, dabei eine ofenfeste Tasse, Schale o.ä. mit heißem Wasser füllen und in den Ofen stellen. Brötchen längs einschneiden und etwa 20 Minuten backen.

Ideen für obendrauf:

IMG_3261

Möhren-Apfel-Quark mit Curry und Walnüssen

für 1 Brötchen(hälfte)

  • 1 kleine o. 1/2 mittlere Möhre
  • 1/2 kleiner Apfel
  • 1 EL Magerquark
  • 2 Walnüsse/4 Walnusshälften
  • 1/4 TL Zimt
  • 1/4 TL fruchtiges Curry (meins)
  • evtl. etwas Petersilie
  • Salz

Walnüsse in einer fettfreien Pfanne rösten bis sie duften. Währenddessen geputzte Möhre und Apfel sehr fein reiben, mit Quark und Gewürzen vermengen, mit Salz abschmecken. Walnüsse grob hacken. Brot mit Quark bestreichen, mit Walnüssen (und Petersilie) bestreuen und ggf. noch etwas Currypulver darüber geben.

IMG_3267

Brombeeren mit Ziegenfrischkäse und grünem Pfeffer

für 1 Brötchen(hälfte)

  • 2-3 EL Ziegenfrischkäse
  • 2-3 EL Brombeeren gewaschen oder aufgetaut, abgetropft
  • 1/2 TL grüner Pfeffer, ganz
  • nach Belieben 1/2 TL fruchtiger Balsamico, z.B. Holunderbalsamico

Brötchen mit Ziegenfrischkäse bestreichen, Brombeeren darauf verteilen, mit Balamico beträufeln und grob zerstoßenen grünen Pfeffer darüber geben.

IMG_3263

Oder Variante 3 – mein gestriges Pausenbrot: Etwas Frischkäse, darauf Feldsalat, Scamorza und dazu Johannisbeerchutney. Meines habe ich auf einer Veranstaltung in Lübeck von Snabbelsnuut erstanden (leider ohne Webseite).

Weniger Kraut, mehr Rüben

IMG_3110

Ein einzelnes Rübchen aus Teltow lachte mich an, so dass ich ihm meine Hand reichte und mit ihm nach Hause ging. Dort bettete ich es neben Tomaten und Möhren. Doch dem Rübchen wurde langweilig so allein ohne seinesgleichen und seine Haut ward schrumpelig vor Gram. Als ich dies sah, erbarmte ich mich dem Rübchen, das ich zu lang allein gelassen hatte. Nun, da es nicht mehr so frisch aussah, wollte es kein Salat werden, sondern geschält und gekocht. So ergab es sich, dass das Rübchen eine cremige Suppe wurde, sich mit Ziegenkäse und Zwiebel zusammentat. Alsbald gelangte es vom Topf in die Suppenschale und vertrieb meinen Hunger.

IMG_3113

Rübencremesuppe mit Ziegenfrischkäse

für eine Schale Suppe

  • 230g Teltower Rüben oder Mairüben
  • 1/2 Schalotte
  • 1 TL Olivenöl
  • 150-175ml Wasser, je nachdem, wie dickflüssig die Suppe sein soll
  • 75g Ziegenfrischkäse
  • 1 EL Sahne
  • (Orangen-)Salz und frisch geriebener schwarzer Pfeffer

Schalotte schälen, würfeln und im erwärmten Olivenöl glasig dünsten. Die Rübchen schälen und in gleichgroße Stücke schneiden, zur Schalotte geben und kurz anbraten. Mit Wasser ablöschen und bei milder Hitze abgedeckt köcheln lassen, bis die Rübchen weich sind. Vom Herd nehmen und pürieren. Ziegenfrischkäse und Sahne einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wer mag, ergänzt durch Brot oder z.B. Räucherlachs. Rezept von hier.

 

 

Ganz schön Feige

Mein Sauerteig ist aktiv und blubbert schön vor sich hin. Demnächst muss ich etwas davon trocknen und zurücklegen, falls er sich doch noch vom Acker machen sollte. Bisher ist das kaum zu erwarten, solange ich Zeit habe. In der Zwischenzeit sind mir so viele schöne Rezepte untergekommen, die alle nach Roggensauerteig verlangen, dass ich Probleme haben werde, die in einem ganzen Zeit zu backen. Zumindest, wenn ich mir die bisherige Brotbackrate so anschaue.IMG_3080

 

Nach dem Müslibrot ist aber ein weiteres, gut gefülltes Brot entstanden. Dieses Mal mit Feige und Fenchel. Gefunden habe ich es hier. Mein Ausbund ist nicht so schön geworden aber der Geschmack ist toll. Aufgrund des enthaltenen Feigenpürees und der Feigenstücke ist das Brot sehr schwer und eher dicht. Es braucht aber kaum etwas als Belag und schmeckt pur und als Beilage zu einer Suppe o.ä. Wenn es doch etwas darauf sein soll: Käse, besonders Ziegenkäse oder Honig (mit Frischkäse oder Quark als Unterbau) schmecken toll dazu. Der Fenchel ist nicht zu intensiv, passt aber sehr zur Feige. Wer das Aroma hier intensivieren möchte, kann mal probieren, die Samen kurz anzurösten und dann im Mörser anzustampfen.

IMG_3083

Der Teig geht, wie auch im verlinkten Blogpost zu lesen, kaum auf, vergrößert sich um etwa die Hälfte. Das gebackene Brot hatte dann einen Durchmesser von etwa 18 cm.

IMG_3071

Sauerteigbrot mit Fenchel und Feigen

für ein Brot

  • 55g getrocknete Feigen
  • 36g heißes Wasser
  • 215g Weizenvollkornmehl
  • 24g Hartweizengries
  • 107g Wasser
  • 5g Salz
  • 6g Rübenkraut/Zuckerrübensirup
  • 133g Roggensauerteig
  • 125g getrocknete Feigen, geviertelt
  • 4g Fenchelsamen

Die 55g getrocknete Feigen mit dem heißen Wasser übergießen, abkühlen lassen und zusammen pürieren.

Für den Teig Mehl, Gries, Salz, Rübenkraut, Sauerteig und gut 90ml Wasser vermengen und bei geringer Stufe mit Küchenmaschine oder Handrührgerät kneten, bis alles gut vermischt ist. Das restliche Wasser zugeben und auf mittlerer Stufe weiterkneten. Der Teig sollte beim Fenstertest wie im mittleren Bild hier aussehen.

Dann das Feigenpüree unterkneten und die Fenchelsamen und Feigenstücke als nächstes zugeben und auf kleiner Stufe gerade unterkneten. Den Teig in eine leicht mit Öl ausgepinselte Schüssel geben und mit Frischhaltefolie abgedeckt 1 Stunde im Ofen mit eingeschaltetem Licht gehen lassen. Dann den Teig mit bemehlten Händen einmal falten: Etwas lang ziehen, ein Ende zur Mitte umschlagen, dann mit dem anderen Ende wiederholen. Eine weitere Stunde abgedeckt gehen lassen.

Den Teigling zu einer Kugel formen und in einer leicht bemehlten Schüssel, die mit einem Geschirrtuch ausgelegt ist, weitere 1h 15 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Den Ofen auf 230°C vorheizen und die Ofenwände mit Wasser besprühen, damit genug Dampf entsteht. Den Teigling auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und 10 Minuten backen. Dann die Ofentür öffnen, so dass der Dampf entweichen kann und weitere 20 Minuten backen. Den Ofen ausschalten und das Brot bei geöffneter Ofentür noch 10 Minuten darin lassen, dann auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

IMG_3157

Sehr lecker ist dieses Brot auch mit Ziegenfrischkäse, Zitronenzesten und Honig. Wer hat, kann auch noch etwas gehackte frische Minze darüberstreuen. Ich habe die Brotscheibe dazu einige Minuten in einer heißen Grillpfanne ohne Fett gelegt, bis sie schöne Grillspuren hatte (von beiden Seiten). Pro Scheibe gab es etwa einen Esslöffel Ziegenfrischkäse, den Abrieb von 1/8 Zitrone und 1/2-1 TL Honig dazu. Sehr lecker!

IMG_3152