Süß gewickelt

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Man könnte meinen, das wäre schon eine Übung für unser Moosmutzel. Aber nein, denn das möchte ganz bestimmt nicht wie eine Biskuitrolle gewickelt werden. Und bis dahin ist schon noch etwas Zeit!

Hier habe ich ein süßes Brot mit Cranberries und einem Zimt-Schokowirbel in der Mitte. Das zusammen kann einem ein verregnetes Wochenende schon versüßen. Der Geschmack kommt einem Kuchen schon sehr nahe, die Konsistenz einem Brot. Daher ist – wenn überhaupt – auch nur ein wenig Butter nötig, um sich eine süß gewickelte Scheibe schmecken zu lassen!

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Hunger? Na dann los, an die Rührschüsseln!

Hefebrot mit Cranberries und Zimt-Schokowirbel

für eine Kastenform von etwa 25cm Kantenlänge

  • 170ml lauwarmes Wasser
  • 115 ml lauwarme Milch
  • 1/2 Würfel Frischhefe oder 1 Pck. Trockenhefe
  • 400g Mehl 550 und etwas zum Arbeiten
  • 2 EL Zucker
  • 30g zimmerwarme Butter und etwas für die Form
  • 1/2 TL Salz
  • 100g Cranberries
  • 2 1/2 TL Zimt
  • 75g Schokolade (Vollmilch oder Zartbitter)

Milch und Wasser in eine große Schüssel geben, mischen und die Hefe dazugeben, unterrühren und etwa 10 Minuten stehen lassen, bis sich Bläschen bilden.

Mehl und Zucker zugeben und alles gut verkneten. Nach und nach die Butter in kleinen Stücken zufügen. Etwa 2 Minuten mit geringer Geschwindigkeit verkneten lassen, dann 15 Minuten gehen lassen.

Anschließend das Salz bei mittlerer Knetgeschwindigkeit zufügen. Der Teig sollte weich und dehnbar sein und sich vom Schüsselrand lösen. Etwa 1/3 des Teiges abnehmen und in eine zweite, leicht mit Öl ausgestrichene Schüssel geben, abdecken.

Die Cranberries grob hacken und zum Teig in der Rührschüssel geben. Am besten mit den Händen verkneten, so dass sie gleichmäßig im Teig verteilt sind. Aus der Schüssel nehmen, diese mit etwas Öl einstreichen und den Teig zugeben, einmal darin wenden, sodass er auch an der Oberseite leicht mit Öl bedeckt ist und abgedeckt etwa 45 Minuten an einem warmen Ort (ca. 30-35°C) gehen lassen.

Die kleinere Teigportion mit dem Zimtpulver und den grob gehackten Schokostückchen (oder backstabilen Tropfen) verkneten. Zurück in die Schüssel geben und abgedeckt ebenfalls für etwa 45 Minuten warm gehen lassen.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche nun die Teige nacheinander wie folgt bearbeiten:

Den Teig zu einer Scheibe flachdrücken, die Seiten links und rechts sich leicht überlappend zur Mitte einschlagen und dann von der schmalen Seite her von oben nach unten aufrollen. Auch diese Rolle zur Scheibe flachdrücken, die Seiten zur Mitte einschlagen und erneut von oben nach unten aufrollen. Die Schüssel nach Bedarf erneut mit etwas Öl ausstreichen. Teig in die Schüssel zurückgeben, abdecken und wiederum 45 Minuten gehen lassen.

Nach der Teigruhe den Cranberryteig auf leicht bemehlter Oberfläche auf eine Größe von etwa 20x40cm ausrollen. Leicht mit etwas Wasser bepinseln.

Den Zimtteig auf eine Größe von ca. 20x 20cm ausrollen. Ebenfalls leicht mit Wasser bepinseln. Den Zimtteig so auf den Cranberryteig legen, dass etwa 2,5cm zur kurzen Kante hin frei bleiben.

Diese 2,5cm Teig nun auf den Zimtteig schlagen und so beide Teige von der kurzen Kante her aufrollen. Mit der Naht nach unten in die vorbereitete Form geben und abgedeckt etwa 30 Minuten gehen lassen.

Zum Ende der Stückgare den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen, dabei den Rost auf der zweiten Schiene von unten einlegen.

Wenn der Teig aufgegangen ist, in den Ofen geben und die Temperatur auf 190°C senken. Etwa 35-40 Minuten goldbraun backen.

Etwas abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form nehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Anstelle von Cranberries könnt ihr natürlich auch andere Trockenfrüchte wie Rosinen, Kirschen oder Beeren verwenden!

Leicht abgeändert aus

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Ein Toast!

Ein Toast auf den Toast! Vor allem dann, wenn er so unkompliziert selbst gebacken werden kann, wie hier vorgestellt.

Zum Synchronbacken haben Zorra und Sandra wieder mal ein gelingsicheres Rezept rausgesucht, das auch den Brotbackanfänger nicht abschrecken dürfte. Hier wird nicht mit dem (grundlos?) als kompliziert angesehenen Sauerteig gearbeitet, sondern mit dem Salz-Hefe-Verfahren.

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Dieses kennt ihr vielleicht noch aus einem Brötchen-Synchronbacken und hat auch da gut geklappt. Meinen Beitrag dazu und die Liste der anderen Teilnehmer findet ihr hier.

Eine kleine Änderung wurde ich für das nächste Mal aber dennoch vornehmen und die Salzmenge etwas reduzieren, denn das ist mir so doch etwas zu viel.

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Das Originalrezept stammt übrigens vom Brotingenieur.

Buttertoast mit Salz-Hefe-Verfahren

für einen Laib von etwa 25cm Länge

für den Salz-Hefe-Ansatz:

  • 100g zimmerwarmes Wasser
  • 10g Salz
  • 15g Hefe

für den endgültigen Teig:

  • 300g Weizenmehl 550
  • 200g Dinkelmehl 630
  • Salz-Hefe-Suspension
  • 200g Wasser
  • 7g enzymaktives Backmalz (hell)
  • 25g kalte Butter

Am Vorabend Wasser und Salz mischen und so lange rühren, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat. Anschließend die Hefe dazubröseln und gründlich einrühren. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Morgen alle Zutaten bis auf die Butter mischen und etwa 4 Minuten kneten, bis der Fenstertest ein mittleres Glutengerüst zeigt.

Butter in kleinen Stücken unterkneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Anschließend 10 Minuten in der Schüssel gehen lassen. Teig nun in zwei gleiche Portionen teilen, die Portionen in Stränge formen, die in der Länge der Backform entsprechen. Die beiden Stränge miteinander verzwirbeln oder flechten und in die gefettete Backform legen. Mit einem feuchten Tuch abgedeckt etwa 1 Stunde bei 27°C gehen lassen.

Ofen zum Ende der Gehzeit auf 190°C aufheizen. Brot in der Form hineinstellen und Temperatur auf 230°C erhöhen. Etwas schwaden (etwas Wasser auf den Ofenboden schütten). Etwa 35 Minuten backen. Ich habe hier in den letzten 10 Minuten mit Alufolie abgedeckt, damit die Kruste nicht zu braun wird und die Temperatur auf 210°C gesenkt.

Brot kurz abkühlen lassen, dann aus der Form kippen und ggf. noch weitere 5-10 Minuten zurück in den Ofen geben, damit es nachbräunen kann (war bei mir nicht nötig).

Vollständig auskühlen lassen und – wenn man sich beherrschen kann – bis zum nächsten Tag mit dem Anschnitt warten.

Mit dabei waren mit verschiedenen Variationen, z.B. mit Buttermilch, Kefir oder Vollkornmehl:

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Birgit von Birgit D – Kreativität in Küche, Haus & Garten
Britta von Backmaedchen 1967
Caroline von Linal’s Backhimmel
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Dominik von Salamico
Tina von Küchenmomente
Simone von zimtkringel
Sonja von Soni-Cooking with love
Tamara von Cakes, Cookies and more
Ingrid von auchwas
Sylvia von Brotwein
Katrin von Summsis Hobbyküche
Steffi von dulcipessa
Britta von Brittas Kochbuch
Volker von volkermampft
Manuela von Vive la réduction
Birgit von Backen mit Leidenschaft
Sandra von From-Snuggs-Kitchen
Judith von Bake my day – glutenfrei

Reichlich

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Der Herbst ist die Zeit, in der man lieber wieder zu herzhaften deftigen Speisen greift. Lieber zu Vollkornbrot als zu Weißbrot.

Auch das Früchtebrot, das diesen Monat beim Synchronbacken von Zorra und Sandra dran war, wird mit Vollkornmehl gebacken. Und dazu gibt es reichlich Trockenfrüchte (bei mir Rosinen) und Nüsse (ich habe Haselnüsse verwendet).

Der Zuckeranteil der Trockenfrüchte und die Zimtnote sorgen dafür, dass man das saftige Brot pur sehr gut essen kann.

Und wenn dann doch was „drauf“ soll, dann bitte Käse. Ich liebe diese Kombination aus süßlichem Brot und nicht zu scharf würzigem Käse!

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Der Teig braucht ein wenig Vorlauf: Zwei Vorteige kommen über Nacht in den Kühlschrank, gehen dann mit ein paar mehr Zutaten zusammen am darauffolgenden Tag und werden in kurzer Zeit gebacken. Easy? Easy!

Früchtebrot mit Vollkornmehl und Zimt

für eine Kastenform mit etwa 26cm Länge

Soaker

  • 170g Weizenvollkornmehl
  • 170g Milch nach Wahl (ich habe ungesüßte Mandelmilch verwendet)
  • 3g Salz
  • 170g Rosinen (oder andere Trockenfrüchte nach Wunsch)

Biga

  • 170g Weizenvollkornmehl
  • 3g frische Hefe
  • 85g Milch nach Wahl
  • 50g weiche Butter
  • 1 verquirltes Ei

Hauptteig

  • 50g Weizenvollkornmehl
  • 5g Salz
  • 21g frische Hefe
  • 1 gestrichener TL Zimt
  • 50g Zucker
  • 70g Nüsse nach Wahl

Für den Soaker Mehl, Milch, Salz und Rosinen gut vermengen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Für die Biga alle Zutaten zusammen etwa 2 Minuten verkneten, dann 5 Minuten stehen lassen und wieder etwa 1 Minute kneten. Diesen Vorteig 30 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen, dann abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank geben.

Am nächsten Tag beide Teige herausnehmen und etwa 30 Minuten Raumtemperatur annehmen lassen.

Beide Teige zusammen mit dem restlichen Mehl, Salz, Hefe und jeweils der Hälfte von Zimt und Zucker in einer Schüssel verkneten. Dabei etwa 3 Minuten kneten, 5-10 Minuten ruhen lassen und erneut 3 Minuten kneten.

Der Teig sollte dabei leicht klebrig sein, aber nicht an den Fingern kleben. Falls das doch der Fall ist, etwas Mehl zugeben.

Den Teig zu einer Rolle formen und z.B. in einem eingemehlten Bäckerleinen etwa 2 Stunden gehen lassen. Der Teig sollte sein Volumen verdoppelt haben.

Anschließend den Teig auf einer bemehlten Oberfläche zu einem Rechteck drücken, den restlichen Zucker sowie den Zimt und die Nüsse darauf verteilen. Von einer Seite aus aufrollen und in eine (ggf. gefettete oder mit Backpapier ausgelegte) Kastenform geben.

Wiederum 30-60 Minuten gehen lassen, bis der Teig merklich an Volumen zugenommen hat.

In der letzten Phase der Gehzeit den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen und das Brot anschließend etwa 10 Minuten darin anbacken. Die Temperatur auf 200°C reduzieren und weitere 25-35 Minuten backen. Falls das Brot zu dunkel wird mit Alufolie abdecken.

Durchgebacken ist es, wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.

(Vorteige, Hauptteig vor dem Gehen und nach der Gehzeit)

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#synchronbacken November 2018
Und wie immer gibt es einige Abwandlungen des Rezepts, die ihr hier findet:

Zorras Variante mit Ruchmehl aus dem Airfryer

Sandras Früchtebrot

Tina von Küchenmomente hat Cranberries verwendet

Caroline von Linal’s Backhimmel und Simone von Zimtkringel

Birgit hat mit Feigen experimentiert

Auch Conny und Birgit M. waren dabei

Steffi von KochTrotz hat ein glutenfreies Brot gebacken

Yvonne hat getrocknete Beeren und Mandeln verwendet

Und auch Jutta und Ingrid waren wieder mit von der Partie

Pfanntastisches Pfannenbrot

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Der 16. Oktober ist einer dieser Tage, die uns an etwas erinnern wollen. Doch während der Tag der Zimtschnecke (4.10.), der Tag der Waffel (25.3.) oder der Tag der Grützwurst (18.10.) nicht auf grundlegende Nahrungsmittel hinweisen, ist der 16.10.,der Tag des Brotes.

Brot, in welcher Form auch immer, ist eines der ältesten und auch heute noch eines der wichtigsten Lebensmittel überhaupt. Toll, dass dieser Tag seit langem von Zorra vom Kochtopf organisiert wird! Bei ihr werden auch sämtliche Rezepte gesammelt, ob süß oder herzhaft, ob für Anfänger beim Brotbacken oder Profis. Schaut in dieser Woche unbedingt mal rein, es gibt immer tolle Ideen! Und falls ihr nicht fündig werden solltet, gibt es auch noch die Beiträge der letzten Jahre im Archiv nachzulesen.

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Bei uns ist – trotz Urlaub – im Moment ziemlich viel los, daher musste ich das Brotbacken auch auf heute Abend verschieben und habe mich daher für ein nicht so zeitintensives Rezept entschieden: Pfannenbrot mit Cheddar. Eine ziemlich tolle Begleitung zu Salat, oder eben Gemüsesticks und Dips.

 

Die Vorbereitung dauert etwa anderthalb Stunde, die Backzeit 25 Minuten. Und in der Pfanne gebacken, macht es auf dem Tisch schon etwas her!

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Wer keinen Käse mag, oder einen Teil der Brötchen mit Röstzwiebeln, Speck, Saaten oder… bestreuen möchte, kann das gerne tun und so für sich anpassen.

Pfannenbrot mit Cheddar

für eine ofenfeste Pfanne mit etwa 25cm Durchmesser

  • 200g Weizenmehl 1050 und etwas mehr zum Arbeiten
  • 175ml lauwarmes Wasser
  • 1 EL Olivenöl
  • 21g frische Hefe
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Butterschmalz
  • 1 EL geschmolzene Butter
  • ca. 40g geriebenen Cheddar oder anderen würzigen Käse

Mehl in eine Schüssel sieben, Hefe dazubröseln. Salz, Wasser und Olivenöl zugeben und alles etwa 5 Minuten zu einem homogenen Teig verkneten. Mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und etwa 45 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen. Der Teig sollte sich annähernd verdoppelt haben.

In der Zwischenzeit die Pfanne mit Butterschmalz einfetten. Den Teig dann in 8 etwa gleichgroße Portionen teilen und auf bemehlter Arbeitsfläche zu Kugeln formen. Die Kugeln mit etwas Abstand zueinander in in die Pfanne setzen. Wenn ihr die Mitte zum Präsentieren eines Dips braucht, dann setzt die Kugeln nur an den Rand der Pfanne.

Wiederum abgedeckt etwa 30 Minuten gehen lassen.

Währenddessen den Ofen auf 200°C Heißluft vorheizen. Die Brötchen mit etwas geschmolzener Butter bestreichen und 15 Minuten auf mittlerer Schiene backen. (Saaten oder andere Toppings, die eine längere Backzeit vertragen, auf die geschmolzene Butter streuen).

Die Brötchen nun mit Käse bestreuen und weitere 10 Minuten backen.

Etwas abkühlen lassen und anschließend servieren.

Bei mir standen dazu Hummus, Süßkartoffeldip und ein Dip aus gebackener Rote Bete, Frischkäse und Joghurt (mit Kreuzkümmel, scharfem geräuchertem Paprikapulver, Knoblauch und Kräutern gewürzt) auf dem Tisch.

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Ach, und wen es interessiert: Der 16.10. ist außerdem noch der Tag des Wörterbuchs und der Tag der streunenden Katze. Wer diesen Post erst am 17.10. liest, tut das am Tag der Tabellenkalkulation und am Trage-etwas-Kitschiges-Tag. Ich hingegen fiebere schon dem 21.10. entgegen. Dem Zähl-deine-Knöpfe-Tag!

Was vom Sommer übrig blieb

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Unsere Beete sind noch nicht abgeerntet. Da finden sich noch (leider grüne) Tomaten, die noch verarbeitet werden, Kürbisse, Beten und Mangold. Neu ausgesät sind Feldsalat und Portulak. Da unsere Gefrier-Kapazitäten leider gering sind, muss das meiste eingeweckt oder eben frisch verwendet werden.

Da stehe ich zudem noch sehr alleine da: Der Mann mag keine Beten und Mangold ist auch nicht unbedingt sein Favorit. Dieses Rezept für Crespelle mit Ricotta und Mangold hat uns aber beiden geschmeckt.

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Crespelle, das klingt so leicht und zart. Die Crêpes sind das auch. Die Mahlzeit ist dennoch sehr sättigend. Klar bei der Füllung und der Paprikasahne, mit der die Crêpes überbacken werden.

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Mangold-Crespelle

für 5 Crêpes, also 4 Portionen

  • 100g Mehl
  • 125ml Milch
  • 2 Eier
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 5 große Mangoldblätter
  • 250g Ricotta
  • 80g Mandeln
  • 1/2 TL Thymian frisch oder getrocknet
  • 2 EL Butterschmalz
  • 200g Schlagsahne
  • 3 EL Ajvar oder 3 eingelegte Paprika, abgetropft
  • Chiliflocken
  • Muskat
  • ggf. ca. 30g Schinkenwürfel oder je Crêpe 1 Scheibe Schinken

Mehl, Milch, Eier und etwas Salz zu einem klümpchenfreien, glatten Teig verarbeiten, mit Pfeffer würzen und etwa 20 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit den Mangold putzen. Dazu Stiele entfernen, dicke Blattrippen entfernen, dazu flach über der Blattfläche abschneiden. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen, die Mangoldblätter darin etwa 2 Minuten nacheinander blanchieren, abtopfen lassen und anschließend gut mit Küchentüchern oder Geschirrtüchern abtupfen.

Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie aromatisch duften. Frischen Thymian waschen, Blättchen abstreifen und grob hacken. Mit Ricotta in einer Schüssel mischen.

Mandeln etwas abkühlen lassen, dann recht fein hacken (geht auch im Zerkleinerer), mit dem Ricotta vermengen. Die Creme mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Sahne mit Ajvar verrühren und mit Muskat und Chili würzig abschmecken, bzw. eingelegte Paprika mit etwas Sahne pürieren, dann mit dem Rest vermischen und abschmecken.

Butterschmalz portionsweise in einer Pfanne zerlassen, darin nacheinander aus dem Teig 5 Crêpes ausbacken. Etwas abkühlen lassen. Mit Ricottacreme bestreichen (nach Wunsch hier noch eine Scheibe Schinken darauflegen oder ein paar Schinkenwürfel darüber streuen), ein Mangoldblatt darauflegen und den Crêpe recht fest aufrollen.

In Stücke schneiden, die aufrecht gestellt nicht höher als die verwendete Auflaufform sein sollen. Die Stücke dicht nebeneinander in die Form stellen, mit der Paprikasahne übergießen und etwa 15 Minuten bei 175°C im vorgeheizten Backofen (Umluft) backen.

 

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Gruppenarbeitsphase

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Echte Gruppenarbeiter waren die Teilnehmer des Synchronbackens am Wochenende. Es ist immer wieder spannend und motivierend zu sehen, wie viele Leute zeitgleich den Teig ansetzen, kneten, formen, backen und dabei Zwischenstand und Ergebnis öffentlich präsentieren.

Die Blog-Runde dazu gibt es dann immer am Mittwoch danach. Also an einem Tag wie heute. Dieses Synchronbacken war für mich etwas ganz besonderes, denn ich durfte gleich als Rezeptstifter herhalten. Die Ehre dafür gehört aber gar nicht mir, denn ich habe das ursprüngliche Rezept ja auch nur leicht abgewandelt. Worum gehts? Um die Geburtstagsbrötchen von vor zwei Wochen. Zorra vom Kochtopf und Sandra von From Snuggs Kitchen haben beim 30.! Synchronbacken zum Brötchen backen aufgerufen.

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Viel abgewandelt habe ich nicht. Dieses Mal habe ich nur die halbe Menge Teig verwendet und diese dann je hälftig mit Röstzwiebeln bzw. Müsli vermengt. 6 Brötchen, damit kommen wir schon ein Weilchen hin!

Knusprige Brötchen mit luftiger Krume und für mich der perfekte Partner für Käse: Ein wenig Süße vom Müsli und dazu nicht zu würziger Käse.. ein Träumchen!

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Elsässer mit Müsli bzw. Röstzwiebeln

für 6 Brötchen

Vorteig:

  • 75g Weizenmehl 405
  • 75g Dinkelmehl 1050
  • 0,5g frische Hefe
  • 170ml Wasser

Hauptteig:

  • Vorteig
  • 175g Weizenmehl 405 und etwas zum Arbeiten
  • 175g Dinklmehl 1050
  • 7g frische Hefe
  • 8g Salz
  • 60g Müsli (bei mir mit getrockneten Beeren, Saaten und Flocken aber ohne Nüsse)
  • 1 EL Ahornsirup
  • 30g Röstzwiebeln
  • 180ml Wasser

Für den Vorteig alle Zutaten zu einem klumpenfreien Teig verkneten und abgedeckt 24 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Am nächsten Tag den Vorteig mit den restlichen Zutaten für den Hauptteig mischen und 8 Minuten bei geringer, 5 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit kneten lassen.

Den Teig teilen und eine Hälfte mit Müsli und Ahornsirup, die andere Hälfte mit Röstzwiebeln weitere 5 Minuten verkneten lassen. Der Teig sollte sich oben vom Schüsselrand lösen und leicht sehr dünn ausziehen lassen.

Weitere 100 Minuten abgedeckt in mit Öl ausgestrichenen großen Schüsseln gehen lassen, dabei nach 30 Minuten einmal falten.

Teige nacheinander auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche stürzen und Teigportionen von etwa 150g abstechen. Sanft etwas platt drücken, die Mitte mit etwas Mehl bestreuen und den Rand von oben und unten jeweils zur Mitte hin einschlagen. Mit dem Schluss nach unten in ein Backleinen geben und 30 Minuten gehen lassen.

Währenddessen Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen, dabei zwei Backbleche mit heiß werden lassen. (Ich habe wiederverwendbare Silikonbackmatten verwendet, da bäckt definitiv nichts an.) Dabei eine ofenfeste Schale mit Wasser hineinstellen, damit Dampf erzeugt wird.

Teiglinge anschließend mit dem Schluss nach oben auf die Backbleche geben und nacheinander (idealerweise gleichzeitig, vielleicht funktioniert auch Heißluft bei geringerer Temperatur) 10 Minuten bei 250°C backen, dann die Ofentür öffnen, um den Dampf zu entlassen und bei 200°C weitere 10-15 Minuten knusprig goldbraun backen.

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Mit dabei waren auch:
Tina von Küchenmomente
Petra von Herdskasper
Birgit M. von Backen mit Leidenschaft
Ingrid von auchwas
Doreen von Kochen und Backen im Wohnmobil
Manuela von Vive la réduction!
Petra Hermann von Obers trifft Sahne
Conny von Mein wunderbares Chaos
Zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Sylvia von Brotwein
Simone von Aus der Lameng
Simone von zimtkringel
Tanja von Tanjas süß und herzhaft

Tamara von Cakes, Cookies and more
und Sandra von From Snuggs Kitchen

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Geschickt eingerädelt

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Macht man Ravioli selbst, hat man schon ein wenig Arbeit: Teig und Füllung vorbereiten, ausrollen, füllen und unbedingt ganz dicht verschließen.

Denn sich im Wasser öffnende Ravioli sind der absolute Supergau. So ähnlich wie zerfallende Klöße. Zack – Arbeit umsonst! Nicht nur, dass die Teigkissen wenig präsentabel auf dem Teller sind – sie schmecken auch nicht mehr, eben ganz verwässert.

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Für das Ausrollen des Teiges habe ich seit einem Weilchen Hilfe. Da nutze ich den Aufsatz für die KitchenAid. Per Hand ging das früher aber auch, wie man an den älteren Raviolirezepten sieht. Die Maschine bekommt das schneller und gleichmäßiger hin.

Zum sicheren Verschließen habe ich jetzt auch ein Gerät, aber dazu gleich mehr!

Für die Füllung habe ich mir dieses Mal Fisch ausgesucht: Seelachs, da der festes Fleisch besitzt und auch dem Mann schmeckt, der ja kein ausgesprochener Fischesser ist. Dazu kommen Ricotta und Gewürze.

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Zu den Ravioli gab es den ersten Kürbis aus dem Garten als Püree zusammen mit Kartoffeln. Darüber nur etwas mit Orange und Langpfeffer aromatisierte Butter. An den Beilagen kann ich noch feilen, dem Mann hätte da eine sahnigere Sauce besser gefallen.

Nun zu meinem neuen Helfer: Ich habe mir ein Teigrädchen bestellt, eines das gleichzeitig verschließen und schneiden kann und nebenbei noch ein schönes Muster in den Rand prägt. Und davon bin ich wirklich begeistert, deswegen noch kurz das: Die Prägung ist stark genug, die Ravioli sicher zu verschließen (da ging auch beim Garen nichts kaputt), aber man kann die zwei Teigschichten dennoch händisch recht leicht voneinander abziehen, wenn man die Teigreste neu ausrollen möchte z.B. So sind Raviolis in mehreren geometrischen Formen denkbar (Drei- und Viereck habe ich ausprobiert) und schnell gemacht.

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Und nebenbei habe ich dann auch noch die vielen Rezepte entdeckt, von denen ich ein paar sicher testen werde. Diese Ziegenkäsecreme zum Beispiel ist ganz nach meinem Geschmack und ich lass den Schinken dann einfach weg!

So, jetzt aber zum Rezept für die Fischravioli:

Seelachsravioli

für etwa 24 große Ravioli, also 2-3 Portionen als Hauptgericht ohne Beilage und 5-6 Portionen mit Beilage

  • 200g Mehl Type 405
  • 2 Eier
  • 1/4 TL Salz
  • nach Bedarf etwas Wasser
  • 3/4 l Gemüsebrühe, am besten selbstgemacht
  • ca. 250g festes Fischfilet, z.B. Seelachs (gute Alternativen am besten hier nachschlagen)
  • 125g Ricotta
  • 2 Stengel Petersilie
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, gerne auch mit Langpfeffer kombiniert
  • 1 TL Olivenöl

Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde drücken und die Eier und das Salz hineingeben. Alles miteinander vermengen und gute 5-10 Minuten verkneten, bis ein homogener Teig entstanden ist. Ist der Teig zu krümelig, etwas Wasser zugeben.

In Frischhaltefolie gewickelt etwa 30 Minuten lang in den Kühlschrank geben.

In der Zwischenzeit die Gemüsebrühe zum Köcheln bringen, den Fisch waschen, trocken tupfen und in größere Stücke schneiden. Zur Brühe geben und sanft etwa 10 Minuten köcheln lassen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Petersilie waschen, trocken tupfen, Blättchen abzupfen und diese fein hacken. Zum Ricotta in eine Schale geben. Öl und Fisch dazugeben und mit einer Gabel vermengen (nicht zerdrücken). Mit Salz und Pfeffer(n) würzig abschmecken.

Teig in mehrere Portionen teilen, ggf. fein mit Mehl bestäuben und ausrollen. Ich habe bis auf Stufe 6 von 8 ausgerollt, also etwa 1mm dick.

Etwa teelöffelgroße Portionen auf die Teigplatten verteilen, eine zweite Teigplatte darüberlegen und den Teig sanft andrücken. Dabei darauf achten, dass möglichst wenig Luft mit der Füllung eingeschlossen wird. Dann zu Ravioli rädeln. Möchte man noch mehr auf Nummer sicher gehen, kann auch Eistreiche zwischen den  Teigplatten verwendet werden.

In simmerndem Salzwasser etwa 4-5 Minuten garen, bis die Ravioli an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle herausheben, abtropfen lassen und wie gewünscht servieren.

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Geburtstagsbrötchen

Kein Geburtstagskuchen? Nee, nee. Wer Zorra vom Kochtopf kennt, kann sich vorstellen, dass Brot auch eine große Rolle zum 14. (!) Bloggeburtstag spielen kann. Schließlich hat sie jahrelang den Bread Baking Day, auch den World Bread Day organisiert und auch beim Synchronbacken stehen oft Brote und herzhaftes Gebäck auf dem Plan.

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Da ist es verwunderlich, dass Brötchen nach ihrer Aussage als Angstgegner gelten. Vielleicht kann da eine Sammlung von Geburtstagsbrötchenrezepten helfen. Ich stelle jedenfalls ein Körbchen Elsässer auf den Gabentisch.

Mir liefen gerade pünktlich zum Eventbeginn die Elsässer von Ketex über den Weg, Weizenbrötchen mit toller Kruste und großporiger Krume. Das Rezept ist unkompliziert, braucht aber ein wenig Zeit, da der Vorteig einen ganzen Tag zur Reife benötigt.

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Ich habe sie etwas abgewandelt und zur Hälfte Dinkel- und Weizenmehl gemischt. Das Ergebnis: 12 recht große Brötchen, die zwar meist keinen so schönen Ausbund hatten, wie die Vorlage, aber innen locker und außen knusprig geraten sind. Vom Duft zu Hause ganz zu schweigen!

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Elässer halb-und-halb

für 12 Brötchen

Vorteig:

  • 150g Weizenmehl 405
  • 150g Dinkelmehl 1050
  • 1g frische Hefe
  • 330ml Wasser

Hauptteig:

  • Vorteig
  • 350g Weizenmehl 405 und etwas zum Arbeiten
  • 350g Dinklmehl 1050
  • 15g frische Hefe
  • 20g Salz
  • 350ml Wasser

Für den Vorteig alle Zutaten zu einem klumpenfreien Teig verkneten und abgedeckt 24 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Am nächsten Tag den Vorteig mit den restlichen Zutaten für den Hauptteig mischen und 8 Minuten bei geringer, 12 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit kneten lassen. Der Teig sollte sich oben vom Schüsselrand lösen und leicht sehr dünn ausziehen lassen.

Weitere 100 Minuten abgedeckt in einer mit Öl ausgestrichenen großen Schüssel gehen lassen, dabei nach 30 Minuten einmal falten.

Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche stürzen und Teigportionen von etwa 150g abstechen. Sanft etwas platt drücken, die Mitte mit etwas Mehl bestreuen und den Rand von oben und unten jeweils zur Mitte hin einschlagen. Mit dem Schluss nach unten in ein Backleinen geben und 30 Minuten gehen lassen.

Währenddessen Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen, dabei zwei Backbleche mit heiß werden lassen. (Ich habe wiederverwendbare Silikonbackmatten verwendet, da bäckt definitiv nichts an.) Dabei eine ofenfeste Schale mit Wasser hineinstellen, damit Dampf erzeugt wird.

Teiglinge anschließend mit dem Schluss nach oben auf die Backbleche geben und nacheinander (idealerweise gleichzeitig, vielleicht funktioniert auch Heißluft bei geringerer Temperatur) 10 Minuten bei 250°C backen, dann die Ofentür öffnen, um den Dampf zu entlassen und bei 200°C weitere 10-15 Minuten knusprig goldbraun backen.

Bild oben links: Vorteig nach 24 Stunden, rechts: Hauptteig nach 100 Minuten, unten: Teiglinge
Blog-Event CXLV - Brötchen zum 14. Blog-Geburtstag (Einsendeschluss 15. September 2018)So, jetzt fehlt nur noch die Kerze auf dem Brötchen, oder? Happy Bloggeburtstag, Zorra! Oder Pflaumenmus 😉

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Halva nice day!

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Ein schönes Spätsommerwochenende wünsch ich euch! Während wir die Sonne genießen, ein paar Pflanzen pflanzen, zurückschneiden, Kürbis und Tomaten ernten habt ihr vielleicht Regenwetter, kuschelt euch mit einem Buch ein, macht einen Serienmarathon oder ihr lasst euch die Haare vom Wind zerzausen bei einem Spaziergang.

So oder so, die Regentage kommen. Und ab und zu ist es dann schön, zum Kaffee oder Tee noch einen kleinen süßen Begleiter zu haben. Und damit meine ich jetzt ausnahmsweise mal nicht den Mann.

Also versüßt euch die Zeit mit ein paar Cookies und etwas Konfetti!

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Die Idee für die Halva-Cookies kam mir vor nicht allzu langer Zeit und bevor ich vor lauter anderen Einfällen und Dingen, die sowieso gemacht werden müssen, noch alles vergesse, musste ich sie gleich testen. Wer diese zuckrige Süßigkeit aus der Türkei, Griechenland und vielen anderen Gegenden mag, wird diese Cookies auch lieben!

Ich habe türkisches Helva (so heißt es da nämlich eigentlich) verwendet, das aus Sesammus, viel Zucker und in diesem Fall auch Kakao besteht. Ihr könnt sicher auch andere Varianten benutzen.

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Halva/Helva-Cookies

für etwa 3 Bleche, also 28-30 Cookies

  • 125g weiche Butter
  • 1 Prise Salz
  • 120g brauner Zucker
  • 8g selbstgemachter Vanillezucker (= 1 Päckchen gekauft)
  • 1 Ei
  • 200g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100g Halva/Helva

Ofen auf 150°C Umluft vorheizen. Butter, Salz, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Das Ei zugeben und unterschlagen, bis eine homogene Masse entstanden ist.

Mehl und Backpulver dazusieben. Halva/Helva in kleine Würfel (etwa 0,5cm Kantenlänge) schneiden und unterheben. Aus dem Teig mit zwei Löffeln oder den Händen Kugeln von etwa 2cm Durchmesser formen, auf mit Backpapier belegte Bleche legen und etwa platt drücken. Auf genug Abstand zwischen den Cookies achten.

10-12 Minuten goldbraun backen. Die Cookies sind dann noch weich und werden beim Auskühlen fest.

Genießt die Herbsttage mit Sonne und Regen!

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