An jeder Ecke

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Eine alte Bloggerweisheit lautet: Je mehr offline los ist, desto weniger ist online los. Und genau so ist das gerade auch hier, auch, wenn ich euch damit nichts Neues erzähle. Die Arbeit geht wieder los, damit auch reichlich Termine, dann sind wir an den Wochenenden auch gut verplant… An jeder Ecke lauert Ablenkung. Naja, es wird wieder ruhigere Zeiten geben!

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Immerhin kam ich durch Zorras BlogEvent zum Thema Brötchen endlich mal wieder dazu, welche zu backen. Eine schnelle Variante, die schon lange auf meiner to-do-Liste stand und die uns beide begeistert hat: Dattel-Cheddar-Ecken. Lecker! Sowohl pur, als auch belegt und da passen Käse (ja, noch mehr Käse!), Salat und Frischkäse oder einfach etwas Butter und Salz wunderbar.

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Der Cheddar schmilzt zu kleinen würzigen Bläschen im Teig, die Datteln sind als süße Komponente ein schöner Gegensatz dazu.

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Die Ecken sind so schnell fertig, dass man sie auch vor dem Frühstück noch backen kann, solange einem der Magen noch nicht in den Kniekehlen hängt, schmecken aber auch am nächsten Tag noch.

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Dattel-Cheddar-Ecken

für 8 Brötchen

  • 500g Mehl
  • 1 EL Backpulver
  • 1/2 TL Salz (ich: 1/4)
  • 200g Datteln (Softdatteln)
  • 100g kalte Butter
  • 80g würziger Cheddar
  • ca. 325ml Milch
  • etwas Sahne oder Eistreiche

Den Backofen auf 220°C Umluft vorheizen.

Mehl, Salz und Backpulver in eine große Schüssel sieben und die Datteln grob hacken. Zugeben und unterheben, so dass alle Stücke gut mit Mehl ummantelt sind. Die Butter grob würfeln und mit den Fingerspitzen ins Mehl einarbeiten, bis eine streuselartige Konsistenz entsteht. Den Cheddar reiben und mit dem Teig vermengen.

Milch zufügen, bis alles gerade zu einem Teig zusammenkommt, der ohne zu bröseln ausgerollt werden könnte.

Auf einem leicht bemehlten Untergrund zu einem Zylinder von etwa 25cm Durchmesser und 2cm Höhe formen und mit einer Teigkarte oder einem Messer in acht etwa gleichgroße Stücke teilen. Diese mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und mit Sahne oder Eistreiche bepinseln.

15-18 Minuten goldbraun backen.

Von hier.

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Mehr Brötchenideen und Infos zum Blogevent findet ihr hier:
Blog-Event CXLV - Brötchen zum 14. Blog-Geburtstag (Einsendeschluss 15. September 2018)

Hitzefolgen

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Ja, ich geb zu, die Hitze ist überall Thema.Aber sie umgibt einen ja nun schon seit einigen Wochen täglich. Erschwert das Schlafen,körperliche Arbeit und lässt Regen herbeisehnen. Das Gewitter letzte Nacht mit prasselndem, weckenden Starkregen war da eine willkommene Abwechslung und Abkühlung.

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Und das sind nur die persönlichen Belange. Hier auf dem Dorf bekommt man auch die wirtschaftlichen Folgen etwas näher mit. Schon vor Wochen fragte ich einen benachbarten Landwirt nach der diesjährigen Ernte, welcher nur resigniert entgegnete „Jetzt ist es auch egal. Jetzt kann es weiter heiß bleiben, oder regnen.“ Der Schaden ist angerichtet. Und das Unglaubliche: Wir bemerken diese Ernteausfälle und die oft schlechtere Qualität beim Brotpreis nicht oder kaum. Hier macht der Getreidepreis einen zu geringen Anteil am Preis der Backware aus und Fleisch (denn auch das Futter für die Tiere wächst auf dem Feld) wird auch kaum teurer, da es zu Weltmarktpreisen gehandelt wird.

Dinge, über die man sich auch Gedanken machen muss, weil sie letztlich doch uns alle betreffen. Wenn ich zur Zeit über anstehende Gartenarbeiten nachdenke, fällt das Rasen mähen schon mal weg, der Rasen wächst bei der Trockenheit nicht mehr. Bleibt eigentlich vor allem: Verblühtes abschneiden, gießen, Gemüse ernten, gießen auch und gießen. Da kann man hoffen, dass es noch einige weitere Gewitter kommen, die zumindest zeitweise für ein durchdringendes (das bedeutet 20 l/m²) Wässern sorgen..

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Puh, aber..da war doch was? Frühstück! Ohne geht nicht, auch im Sommer. Etwas fruchtig und frisch habe ich mir mein Granola gebastelt: Mit kandierten Orangenschalen und getrockneten Maulbeeren. Dazu kommen kernige 5-Korn-Flocken, Sesam und Leinsamen. Und wie auch sonst ist dieses Granola so einfach zu machen! Und es riecht so lecker…

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Fruchtiges Granola mit Maulbeeren und Orange

für etwa 1,2 l

  • 220g 5-Korn-Flocken (oder andere Getreideflocken)
  • 3 gute EL Sesam (Tahini)-oder Mandelmus
  • 3 EL Ahornsirup, Agavendicksaft oder Reissirup
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1,5 EL Kokosöl, flüssig (bei diesen Temperaturen kein Problem..)
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/4 TL Kardamom, gemahlen
  • 1/4 TL Salz
  • 3 EL Sesam (ich habe schwarzen verwendet)
  • 3 EL Leinsamen
  • 100g getrocknete Maulbeeren (gibts in arab./türk. Lebensmittelläden)
  • 2 EL kandierte Orangenschale

Den Ofen auf 175°C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

In eine größere Schale die Getreideflocken geben. In einem anderen Gefäß alle weiteren Zutaten bis auf Sesam, Leinsamen, Maulbeeren und Orangenschale mischen. Diese Mischung nun zu den Getreideflocken geben und gut vermengen. Sesam und Leinsamen zufügen und nochmals gut verrühren.

Auf ein Backblech verteilen, so dass die Fläche gut ausgefüllt ist. 10 Minuten im Ofen backen. Anschließend wenden bzw. nochmals auf dem Backblech verteilen. Weitere 5-6 Minuten goldbraun und knusprig backen. Achtung! Hier müsst ihr bitte achtsam sein, denn der Grat von goldbraun zu verkohlt ist schmal.

In der Zwischenzeit die Orangenschale fein hacken. Granola etwas abkühlen lassen, dann Maulbeeren und Orangenschale unterrühren. Vollständig abkühlen lassen.

In einem luftdichten Gefäß aufbewahren.

Zum Servieren gilt wie immer: Granola eher als Topping, denn als Hauptbestandteil verwenden. Saisonales Obst, Joghurt und Milch sollten die Basis sein.

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Schönbrot

Bei den Scones, die ich hier gebastelt habe, würde man wohl eher von Biscuits sprechen. Und da kommen wir auf UK/USA-Sprachdifferenzen zu. Denn Biscuits sind in den Staaten keine Kekse, sondern eben eher brötchenartige Gebäckstücke, wie die britischen Scones eben. Bei letzteren sind nun aber weniger weitere Zugaben zum Teig (Nüsse, Schokolade, Früchte,…) zu finden, als bei den amerikanischen Biscuits.

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Aber gut, ich mag die Bezeichnung Scone da eben eher. Und die kommt wiederum über kurz oder lang vom Wort schoonbrood, niederländisch für Schönbrot, also eher Feingebäck. Man lernt ja nie aus.

Mein Mehl ist nicht ganz so fein ausgemahlen, ich wollte gerne das Bio-Weizenmehl 1050 vom Hobbybäckerversand testen und habe daher eher rustikale, aber auch etwas gesündere Scones gebacken. Damit kein zusätzlicher Zucker in den Teig muss, habe ich auf Cranberries und Aprikosen sowie etwas weiße Schokolade zurückgegriffen.

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Das war eine gute Entscheidung, auch, wenn der Mann sich über mehr Schokostücke gefreut hätte. Da bleibt euch die Freiheit überlassen, mehr zu verwenden, die Trockenfrüchte auszutauschen –  ihr kennt das.

Im Gegensatz zu den typischen Scones braucht man meiner Meinung nach aber auch keine zusätzliche Marmelade o.ä., sie sind so als Kuchenbrötchen optimal zum Mitnehmen, vielleicht für das erste Picknick? oder zum Brunch, Kaffee, Frühstück,…!

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Scones ohne Buttermilch mit Trockenfrüchten und Schokolade

für 8 Stück, eine Form mit 20cm Durchmesser

  • 230g Mehl 1050
  • 1 Packung Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 55g kalte Butter in Stücken & etwas zum Fetten der Form
  • 175ml Milch
  • 50g getrocknete Aprikosen in Würfeln
  • 50g getrocknete Cranberries, grob zerkleinert
  • 100g weiße Schokolade grob gehackt

Ofen auf 180°C Umluft vorheizen, eine Backform mit Backpapier auslegen und mit Butter am Rand fetten.

Mehl, Backpulver und Salz mischen, Butter und Mehl zugeben und kurz unterkneten. Nun die Früchte und Schokolade hinzufügen und ebenfalls schnell einarbeiten.

Teig in die Form drücken und mit angefeuchteten Fingern bzw. einem Spatel gleichmäßig verteilen und glatt streichen. Ich habe ebenfalls mit der Teigkarte grob acht Portionen abgeteilt.

25-30 Minuten goldbraun und knusprig backen. Die Schokolade soll dabei schmelzen, der Teig aber durchgebacken sein. Stäbchenprobe!

Abgeändert von hier.

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Mein zweiter Beitrag zu Zorras Hobbybäcker-BlogEvent! Es gibt schon einige tolle Beiträge für herzhafte Brote, schaut mal vorbei! Blog-Event CXL - Brot und Brötchen für den Brunch in Kooperation mit Hobbybäcker (Einsendeschluss 15. April 2018)

Heiß-kalt-k.o.

Manchmal läuft nicht viel, außer der Nase. Ja, unappetitliches Thema. Aber es ist so. Die seit dem Wochenende lauernde Erkältung hat mich kalt erwischt. Am Dienstag kam dann noch ein Unfall dazu, der für die heiße Komponente gesorgt hat.

Beim Teekochen ist eine Glaskanne geplatzt, die schon seit einem halben Jahr klaglos ihren Dienst verrichtet hat, dann aber wohl einen Haarriss bekommen, den ich natürlich nicht bemerkt hatte. Und so ergoss sich eine gute Menge kochenden Wassers über Füße und Beine. Ergebnis: Mehrere verbundene Brandblasen und keine Schuhe.

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Und so schlurfe ich im warmen Rentierjumpsuit durchs Haus, niese und huste, Erkältungs-ausgeknockt.

Zeit für Soulfood? Ich denke, ja. Es darf dann schon mal ein süßes Hauptgericht sein, mit Erinnerungspotenzial. Erwähnt habe ich das hier bereits, denn auch in jenem Post ging es um Resteverwertung.

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Das Rezept gab es früher öfter mal – altbackenes Brot, Apfel, Rosinen, ein paar Gewürze. Das wars schon fast. Die Zutaten hat man wahrscheinlich immer zu Hause und kann das Brot noch gut verwenden.

Ich habe es aus der Erinnerung nachgekocht und etwas aufgepimpt. Als Brot eignet sich am besten Mischbrot, aber auch Vollkornbrot kann verwendet werden. Was man sonst noch variieren kann: Nüsse oder Mandeln zugeben. Wenn man keine Rosinen mag, kann diese durch andere Trockenfrüchte (in Würfeln) ersetzen und Vanillesauce kann man auch ziemlich gut dazu servieren!

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Aufgemotztes Apfelrösti

für 1-2 Personen als Hauptgericht

  • 3 Scheiben altbackenes Mischbrot
  • 1 EL Kaffee-Olivenöl (von artefakt), alternativ Butter
  • 1 Apfel
  • 1 Handvoll Rosinen
  • 1 EL Vanilleextrakt
  • 1 TL Zimt

Brot grob würfeln. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und das Brot zugeben. Bei größerer Hitze einige Minuten unter gelegentlichem Schwenken goldbraun und duftend rösten.

Währenddessen den Apfel waschen, das Kerngehäuse entfernen und würfeln. Zum Brot geben und auch die Rosinen zufügen. Ein paar Minuten rösten, bis die Äpfel weicher werden.

Mit dem Vanilleextrakt ablöschen und weitere 2 Minuten erhitzen. Zuletzt den Zimt mit dem Rest vermengen und warm servieren.

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Das Rezept passt auch zum neuen Blogevent vom Kochtopf und Jette, die sich besonders für Restevermeidung und sinnvolle Verwertung einsetzt.

Blog-Event CXXXIX - Zu gut für die Tonne! (Einsendeschluss 15. März 2018)

Guten Morgen, Sonnenschein!

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Es hebt die Laune ungemein, wenn die Tage wieder länger werden und man einfach mehr Licht bekommt. Egal, ob es friert, ob Schnee liegt oder nicht, Sonne ist ein Garant für angenehmere Tage.

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Und so freue ich mich, wenn die Sonne immer etwas früher aufgeht und auf meinem Weg zur Arbeit ein Himmel wie aus Ölfarben, die von orange nach blau verlaufen, hinter Bäumen, die noch kahl und wie Scherenschnitte erscheint.

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Wenn es zum Feierabend auch noch hell ist und manchmal sogar die Sonne blendet.

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Da passt ein sonniges Frühstück doch wie die Faust aufs Auge, oder? Ein Quinoa-Müsli mit Tropenfrüchten und Nüssen zu Joghurt und frischem Obst. In käuflichem Früchtemüsli stecken mir zu oft Kokoschips, die ich nicht mag, weil mich die Konsistenz an Papier erinnert, oder steinharte Bananenchips. Deswegen habe ich mir mein Tropic-Müsli selbst gebastelt: Trockenfrüchte, die ich mag. Das lässt mich dann auch die Schneeflocken gut gelaunt wegpusten!

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Tropic-Quinoa-Müsli

für etwa 1,5l Müsli

  • 225g Quinoa
  • eine Prise Salz
  • 120g Mandeln
  • 50g Cashews (oder andere Nüsse wie Para- oder Pekannüsse)
  • 70g Sesam
  • 220g Honig
  • 3 EL Kokosöl
  • 1 EL Vanielleextrakt oder Mark einer Vanilleschote
  • 150g Trockenobst nach Wunsch (ich habe etwa zu gleichen Teilen Guyabanos und Mango sowie Papaya verwendet)

Quinoa in einem feinen Sieb gründlich mit sauberem Wasser spülen, dann mit etwa 450ml Wasser und Salz zum Kochen bringen und bei geringer Hitze etwa 20 Minuten garen. Dabei öfter umrühren. Ausdampfen lassen bzw. zu viel Wasser abgießen.

Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Kokosöl und Honig unterrühren, so dass sich alles gut mit dem noch warmen Quinoa mischt.

Mandeln und Cashews hacken und mit dem Sesam sowie dem Vanilleextrakt ebenfalls unterrühren.

Auf 1-2 mit Backpapier oder -folie ausgelegte Backbleche verteilen. 40-45 Minuten goldbraun und knusprig backen, dabei öfters kontrollieren, damit nichts anbrennt und umrühren.

In der Zwischenzeit das Trockenobst würfeln und unter die erkaltete Quinoamasse mischen. Luftdicht aufbewahren.

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Saure Kirschenzeit

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Hach ja. Alle Jahre wieder: Drei Flocken fallen vom Himmel und (nicht nur) Lübeck versinkt im Chaos – Busse fahren eingeschränkt oder gar nicht, Autofahrer schleichen, nichts ist geräumt, gestreut. Und dass, obwohl der Wetterbericht ja schon seit Tagen Schnee vorhersagt. Aber gut, dann nehme ich eben eine doppelte Fahrzeit in Kauf, höre dabei einen Podcast oder Hörbuch* und lass mich nicht ärgern. Nützt ja nichts!

Im Moment haben wir recht wenig wirkliche Ruhezeit. Von der Arbeit zum Einkaufen nach Hause, Arbeit, Haushalt, Jans Hobbykeller fertig machen. Essen, duschen, schlafen. Puh.

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Aber wir versuchen das einigermaßen auszutarieren. Nichts soll zu kurz kommen, auch, wenn das nicht immer einfach ist. Zur Zeit gibt es bei uns daher abends oft Salate, die gut sättigen und schmecken und auch am nächsten Tag noch gut sind, wenn wir sie zum Mittagessen mitnehmen. Wegen der großen Fülle an Rezepten wird immer neu probiert und auch einige Rezepte, die ich schon seit Ewigkeiten gespeichert habe, werden getestet.

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Richtig gut hat uns dabei ein Salat gefallen, der auch wunderbar aussieht als Beilage geeignet ist, aber auch für sich selbst funktioniert: Salat mit Buchweizen, Reis und getrockneten Sauerkirschen. Dabei ist wirklich alles: süßsaure Kirschen, knackige Haselnüsse, der nussige Buchweizen, voller, nährender Reis und frische Kräuter. Dazu scharfe Frühlingszwiebeln und ein zitroniges Dressing. Was will man mehr? Im Winter wie Sommer ist dieser Salat eine gelungene Kombination von Aromen.

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Buchweizen-Reis-Salat mit Sauerkirschen und Haselnüssen

für 4-6 Portionen als Hauptgericht

  • 125g Buchweizen
  • 75g Haselnüsse
  • 130g Schwarzer Reis*
  • 150g Naturreis
  • 1 Bio-Zitrone, Schale und Saft
  • 130ml Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100g getrocknete Sauerkirschen
  • 5 Frühlingszwiebeln
  • etwa 30g Petersilie (1 großes Bund)
  • 10g Basilikumblätter
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Zwei Handvoll Salat z.B. Rucola oder Feldsalat

Zunächst nacheinander Buchweizen und Haselnüsse fettfrei in einer Pfanne anrösten, bis sie aromatisch duften. Die Haselnüsse in ein sauberes Geschirrtuch geben und die Samenschalen abreiben.

Den Reis nach abnehmender Garzeit zubereiten. Dazu einen ausreichend großen Topf mit gesalzenem Wasser aufkochen und zunächst den schwarzen Reis zugeben. Etwa 20 Minuten kochen. Der Reis ist noch nicht gar. Nun den Naturreis zugeben und weitere 10 Minuten zusammen köcheln lassen. Zum Schluss den gerösteten Buchweizen zufügen und weitere 12-15 Minuten gar kochen lassen. Alle (Pseudo-)Getreide sollten gar aber bissfest sein.

Abgießen und kurz mit kaltem Wasser überbrausen.

Haselnüsse grob hacken, Frühligszwiebeln putzen, waschen und in feien Ringe schneiden. Die Zitrone heiß waschen, abreiben und die Schale mit einem Sparschäler so dünn abschneiden, dass keine weiße Haut auf der Unterseite zu sehen ist.

Die Zitronenschale in eine Pfanne geben, das Olivenöl zufügen und auf mittlerer Hitze erwärmen. Sobald die Zitronenschale leichte Bläschen wirft, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Knoblauch schälen und sehr fein schneiden, Kirschen je nach Wunsch grob hacken. Kräuter waschen, Blätter abzupfen und trocken tupfen, grob hacken. Salat waschen und putzen.

Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Kirschen, Nüsse mit den Reissorten und dem Buchweizen in einer großen Schale mischen.

Nach Belieben die Zitronenschale aus dem Öl nehmen und das Öl (zumindest den Großteil) mit zwei EL gepresstem Zitronensaft und Salz und Pfeffer verschlagen, über den Reis geben. Mit Kräutern und Salat servieren.

Quelle: Ottolenghi

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Das Müsli von Mohn Schmidtchen

Ich finde viele Bezeichnungen für bestimmte Lebensmittel in anderen Sprachen ja zum Teil herrlich – herrlich schön! Insbesondere dann, wenn da noch eine interessante Sprachgeschichte mit verbunden ist. Poppy ist so ein Wort – englisch für Mohn – bei dem man nun auch erstmal nicht an eine Zutat denkt, wenn man die Übersetzung nicht kennt, oder?

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Vielleicht hat Jamie Oliver seine erste Tochter auch deshalb Poppy (Honey Rosie) genannt (aber mit seiner Frau auch bei den anderen vier Kindern mal richtig schön ins Fantasienamenbuch geguckt: Petal Blossom Rainbow und River Rocket, ahja! Alle Namen findet man hier.). Aber was Namen angeht, haben die englischsprachigen Promis ja eh einen Spleen: Peaches Honeyblossom und Little Pixie (die Töchter von Bob Geldof), Apple (Tochter von Gwyneth Paltrow & Chris Martin), Basil (Rathbone).. alles Lebensmittel.

Und auch wenn es tatsächlich – ich habe relativ viel mit Namen zu tun – doch den einen oder anderen Trend gibt, der hier rüberschwappt, das deutschsprachige Pendant dazu käme mir wohl schwer über die Lippen. Mohn Schmidtchen, Birne Meier und Pfeffer Krüger…

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Lassen wir das einfach mal so wirken. Aber wenn, wenn es eine Mohn Schmidtchen gäbe, womöglich eine Mohn Apfel Schmidtchen, dann wäre das ihr Müsli:

Herbstlich mit getrockneten Äpfeln, Mohn,  knusprig gebackenen Haferflocken, Mandeln und Haferpops. Nicht zu süß, perfekt zu Joghurt und frischem Obst oder Milch.

Das Zubereiten allein lässt nicht nur die Küche duften und das kann man jeden Morgen beim Öffnen des Vorratsglases wiederholen… Hach!

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Wer es noch etwas süßer haben möchte, kann nach dem Abkühlen auch noch (weiße) Schokostückchen oder -drops zugeben. Beide Varianten sind auch toll zum Verschenken!

Müsli mit Apfel und Mohn

für etwa 2 l Müsli

  • 350g Haferflocken (ich nehme kernige)
  • 150g Mandeln, ganz oder gehackt
  • 6 EL Mohn, ganz
  • 4 EL Hafergrütze (oder mehr Haferflocken)
  • 1/4 TL Salz
  • 1 Gläschen Bittermandelaroma oder 2 EL Amaretto
  • 125ml Ahornsirup oder flüssiger Honig
  • 125ml neutrales Öl oder flüssiges Kokosöl
  • 75g getrocknete Äpfel (Soft)
  • etwa 250ml Haferpops (ich habe diese hier* verwendet)
  • nach Belieben weiße Schokoladenraspel oder -drops

Ofen auf 150°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Matte oder Backpapier auslegen.

Haferflocken, grob gehackte Mandeln, Mohn, Hafergrütze und Salz miteinander in einer großen Schüssel vermengen. Aroma mit Honig und Öl verrühren und alles unter die trockenen Zutaten geben. Die Äpfel, Haferpops (und Schokolade) noch nicht zugeben!

Alles möglichst dünn auf dem Backblech verteilen und 15 Minuten backen. Einmal gut durchmischen, dann weitere 15 Minuten backen.

Abkühlen lassen und die in Stücke geschnittenen Apfelringe sowie Haferpops (und Schokolade) untermengen. In luftdicht verschließbare Gläser abfüllen.

Apfelträumchen

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Ein Apfelbäumchen, das wär ja mein Traum im Garten. So ein richtig schöner, alter, mit Flechten an der rissigen Borke, mit einem windschiefen Stamm und vor Früchten herabhängenden Ästen. Eine robuste, gerne alte Sorte. Aber so ein altes Bäumchen kommt natürlich nicht so mir nichts dir nichts, man kann es ja nicht verpflanzen.

Da muss vielleicht ein Zierapfelbäumchen reichen. Im nächsten Jahr, wie immer.. große Pläne und Träume, wenig Zeit.. Unfair irgendwie..

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Zumindest am Äpfel haltbar machen und in wunderbare Kuchen verwandeln, hindert mich der Mangel eines eigenen Apfelbaumes aber nicht. Ein Apfelträumchen von einem Kuchen! Er kommt mit luftigem Quark-Öl-Teig, der in der Struktur einem Hefeteig nicht unähnlich ist, und einer Apfel-Mohn-Haselnuss-Füllung daher. Die saftige Füllung bietet gleichzeitig noch etwas zum Beißen, denn die Nüsse bleiben schön knackig.

Der leckere Gugelhupf wird abwechselnd mit weißer Schokoladenglasur und einer hellen Konfitüre (ich habe Holunderblütengelee verwendet) bestrichen und mit Mohne bestreut. Dazu gibt es noch selbstgemachte Apfelchips, die zwar süßer sind, als die gekauften, aber dafür auch viel knuspriger!

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Also egal, ob ihr eure Äpfel vom eigenen Baum pflücken könnt, oder nicht, probiert doch mal diese Variante des Apfelkuchens!

Für die Apfelchips solltet ihr etwas mehr einplanen, (ca. 2,5 Stunden, am besten den Vortag nutzen!) der eigentliche Kuchen dauert etwa anderthalb Stunden. Da die Chips hier nur zur Deko zum Einsatz kommen, würde sich das Herstellen allein dafür nicht lohnen, ich habe also gleich zwei Bleche gemacht.

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Apfel-Mohn-Gugelhupf & Apfelchips

für eine Form mit 22-24 cm Durchmesser

für die Apfelchips

  • 50g Zucker & nach Belieben etwas Zimt (habe ich nicht verwendet)
  • 1/2 TL Vitamin C Pulver (bekommt man z.B. in der Apotheke oder hier*)
  • 75ml Wasser
  • 1 Apfel (funktioniert auch mit festen Birnen)

Ofen auf 100°C Umluft vorheizen. In einem kleinen Topf Wasser und Zucker mischen und etwa 2-3 Minuten leicht köcheln lassen. Vom Herd nehmen und das Vitamin C einrühren. Den Äpfel nach Bedarf waschen und abreiben. Mit einem Gemüsehobel o. ä. in etwa 1mm dünne Scheiben schneiden. In den Sirup legen, wenden und anschließend überschüssigen Sirup abfließen lassen bzw. durch leichtes Schütteln abtropfen. Auf mit Backpapier, oder besser: Dauerbackfolie aus Silikon, ausgelegte Backbleche verteilen und etwa 2 Stunden trocknen lassen. Abkühlen lassen und vorsichtig von der Unterlage abziehen. Zur Aufbewahrung einen luftdichten Behälter wählen.

Den restlichen Sirup nicht wegschütten, den habe ich noch für die Apfelfüllung verwendet!

für die Apfel-Mohn-Füllung

  • 2 mittlere, feste Äpfel
  • 100ml Apfelsaft, alternativ Amaretto oder Rum (ggf. anteilig mit Apfelsaft mischen)
  • 250g gemahlenen Mohn
  • 80g Zucker
  • 50g Butter
  • 125ml Milch
  • 150g Haselnüsse
  • 15g Vanillezucker, selbst gemacht
  • abgeriebene Zitronenschale von 1 Biozitrone
  • 25g Haferflocken (ich habe kernige verwendet)
  • 4 EL flüssiger Honig

Äpfel nach Belieben schälen, sonst Kerngehäuse entfernen, in etwa 1cm große Würfel schneiden. Im restlichen Sirup mit dem Apfelsaft (s.o.) sanft köcheln lassen, bis sie zwar gar sind aber nicht auseinander fallen. Der Saft sollte dabei annähernd vollständig eindicken.

In einem kleinen Topf Butter zerlassen und Mohn mit Zucker vermischt zugeben, kurz unter Rühren erhitzen. Milch zufügen und gut unterrühren, weiter unter Rühren etwa 2 Minuten sanft erhitzen. Bis zur weiteren Verwendung stehen lassen.

Haselnüsse grob hacken- In einer Schüssel mit den Äpfeln, dem Mohn und den restlichen Zutaten gut vermengen.

für den Quark-Öl-Teig

  • 500g Mehl (405) und etwas zum Ausrollen
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 250g Magerquark
  • 160ml Milch
  • 160ml Öl
  • 1 EL Zucker
  • 1/4 TL Salz
  • etwas Butter zum Einfetten der Form
  • 150g weiße Schokolade/Kuvertüre
  • 2 EL Öl
  • etwa 100g helle Konfitüre
  • ca. 2 EL gemahlenen Mohn
  • ein paar Apfelchips

Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Form mit Butter einfetten.

Mehl mit Backpulver, Zucker und Salz vermengen. Restliche Zutaten zufügen und mit Knethaken zügig zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig auf bemehlter Arbeitsfläche etwa auf Backblechgröße (30×40) ausrollen.

Die Füllung gleichmäßig mit etwas Platz zum Rand hin auf dem Teig verstreichen. Den Teig von der kurzen Seite her aufrollen und mit der Nahtseite nach oben vorsichtig in eine Gugelhupfform (oder eine lange Kastenform) geben. Etwa eine Stunde backen, mit der Stäbchenprobe überprüfen.

Noch etwa 15-20 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig auf eine Platte stürzen und vollständig auskühlen lassen.

Schokolade im Wasserbad schmelzen und Öl unterrühren. Jede zweite Rippe des Gugelhupfs mit einem Pinsel mit geschmolzener Kuvertüre bestreichen. Im Wasserbad auch die Konfitüre erwärmen und ebenfalls mit einem Pinsel auf die restlichen Rippen auftragen (wenn man vorher einmal durchzählt, merkt man nicht – wie ich – zu spät, dass eine ungerade Anzahl an Stücken vorgesehen ist…). Mit dem gemahlenen Mohn bestreuen und mit Apfelchips dekorieren.

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Jana und Sarah suchen leckere Apfelkuchenrezepte und haben auch selbst einige beigesteuert zum Event:

Da darf meiner also auch mitmachen 😉 Guckt mal rein, ihr findet Anregungen für die verschiedensten Kuchen!

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Kochbuchchallenge 3.4: Veggiestan

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Dass manche Rezepte länger im Kopf bleiben, so dass man denkt „Das möchte ich ausprobieren!“ hatte ich hier ja schon öfter beschrieben. In diesem Fall ist das Ergebnis bei anderer Ursache das gleiche.

Hier hat das Buch selbst Anteil daran, den Effekt zu verstärken. Manche Bücher blättert man durch und es schlägt sich immer wieder die gleiche Seite auf. Weil die Bindung dort anders ist, weil etwas zu großes als Lesezeichen verwendet wurde. Bei meiner Veggiestan*-Ausgabe blieb immer eine Seite offen liegen: Ma’amoul. Dattelpasteten, die hier mit Feigeneis serviert wurden. Das Eis habe ich nicht probiert – frische Feigen sind derzeit nicht in guter Qualität zu bekommen, aber die kleinen kunstvoll geformten Küchlein haben mich von Anfang an fasziniert. Beim Lesen wird auch klar: Es gibt spezielle Formen für die Ma’amoul, zum Beispiel diese hier.

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Ich habe meine von Hand geformt und verziert. Sie sind perfekt zum Kaffee oder Tee, lassen sich einige Tage problemlos aufbewahren und gut mitnehmen.

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Die Füllung ist der Träger der Süße, der Teig enthält keinen Zucker. Wie man es von orientalischen Süßigkeiten kennt, sind auch die Ma’amoul recht mächtig. Die Größe passt dann aber wieder, so dass man sich nicht überisst.

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Ma’amoul – Dattelpasteten

für 16 etwa tischtennisballgroße Pasteten

  • 250g Mehl
  • 100g Weichweizengrieß
  • 1/4 TL gemahlener Kardamom
  • 1/2 TL gemahlenes Piment
  • 175g Butter
  • 2-3 EL Orangenblüten- oder Rosenwasser (ich habe ersteres verwendet)
  • ggf. etwas Milch oder Wasser um die Konsistenz des Teigs anzupassen
  • 250g entsteinte Soft-Datteln
  • 100g Nüsse (ich habe zu gleichen Teilen Para- und Walnüsse verwendet)
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben

Mehl und Grieß in eine Schüssel geben und mit Kardamom und Piment vermischen. Butter in Flocken zugeben und mit den Fingern zu einem krümeligen Teig verreiben. Orangenblüten- oder Rosenwasser zugeben und ggf. etwas Milch oder Wasser zugeben, damit ein weicher, formbarer Teig entsteht (ich brauchte keine zusätzliche Flüssigkeit, meine Butter hatte Raumtemperatur). Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und eine halbe Stunde stehen lassen (ich: im Kühlschrank).

In der Zwischenzeit die Datteln und Nüsse fein hacken und mit dem Zimt zu einer klebrigen aber homogenen Masse verkneten. (Alternativ kann man auch getrocknete Datteln nehmen, die nicht „Soft“ sind, dann sollte man sie mit 1 EL Wasser für etwa 10 Minuten weich köcheln.)

Den Ofen auf 160°C vorheizen und die Ma’amoul formen: Dazu etwa so viel Teig abnehmen, wie es der Hälfte eines Tischtennisballs entspräche. In den Händen zu einem flachen Kreis formen und leicht kegelförmig vertiefen. Etwa 1 TL der Füllung hineingeben und den Teig gleichmäßig um die Füllung schließen. Die eine Seite zum Boden abflachen und nach Wunsch verzieren (ich habe dazu ein Essstäbchen benutzt). Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und alle so geformten Ma’amoul etwa 20 Minuten backen. Sie sollten gerade so anfangen zu bräunen und dann zum Abkühlen herausgenommen werden. Ausgekühlt mit etwas Puderzucker bestäuben.

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