Hitzefolgen

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Ja, ich geb zu, die Hitze ist überall Thema.Aber sie umgibt einen ja nun schon seit einigen Wochen täglich. Erschwert das Schlafen,körperliche Arbeit und lässt Regen herbeisehnen. Das Gewitter letzte Nacht mit prasselndem, weckenden Starkregen war da eine willkommene Abwechslung und Abkühlung.

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Und das sind nur die persönlichen Belange. Hier auf dem Dorf bekommt man auch die wirtschaftlichen Folgen etwas näher mit. Schon vor Wochen fragte ich einen benachbarten Landwirt nach der diesjährigen Ernte, welcher nur resigniert entgegnete „Jetzt ist es auch egal. Jetzt kann es weiter heiß bleiben, oder regnen.“ Der Schaden ist angerichtet. Und das Unglaubliche: Wir bemerken diese Ernteausfälle und die oft schlechtere Qualität beim Brotpreis nicht oder kaum. Hier macht der Getreidepreis einen zu geringen Anteil am Preis der Backware aus und Fleisch (denn auch das Futter für die Tiere wächst auf dem Feld) wird auch kaum teurer, da es zu Weltmarktpreisen gehandelt wird.

Dinge, über die man sich auch Gedanken machen muss, weil sie letztlich doch uns alle betreffen. Wenn ich zur Zeit über anstehende Gartenarbeiten nachdenke, fällt das Rasen mähen schon mal weg, der Rasen wächst bei der Trockenheit nicht mehr. Bleibt eigentlich vor allem: Verblühtes abschneiden, gießen, Gemüse ernten, gießen auch und gießen. Da kann man hoffen, dass es noch einige weitere Gewitter kommen, die zumindest zeitweise für ein durchdringendes (das bedeutet 20 l/m²) Wässern sorgen..

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Puh, aber..da war doch was? Frühstück! Ohne geht nicht, auch im Sommer. Etwas fruchtig und frisch habe ich mir mein Granola gebastelt: Mit kandierten Orangenschalen und getrockneten Maulbeeren. Dazu kommen kernige 5-Korn-Flocken, Sesam und Leinsamen. Und wie auch sonst ist dieses Granola so einfach zu machen! Und es riecht so lecker…

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Fruchtiges Granola mit Maulbeeren und Orange

für etwa 1,2 l

  • 220g 5-Korn-Flocken (oder andere Getreideflocken)
  • 3 gute EL Sesam (Tahini)-oder Mandelmus
  • 3 EL Ahornsirup, Agavendicksaft oder Reissirup
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1,5 EL Kokosöl, flüssig (bei diesen Temperaturen kein Problem..)
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/4 TL Kardamom, gemahlen
  • 1/4 TL Salz
  • 3 EL Sesam (ich habe schwarzen verwendet)
  • 3 EL Leinsamen
  • 100g getrocknete Maulbeeren (gibts in arab./türk. Lebensmittelläden)
  • 2 EL kandierte Orangenschale

Den Ofen auf 175°C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

In eine größere Schale die Getreideflocken geben. In einem anderen Gefäß alle weiteren Zutaten bis auf Sesam, Leinsamen, Maulbeeren und Orangenschale mischen. Diese Mischung nun zu den Getreideflocken geben und gut vermengen. Sesam und Leinsamen zufügen und nochmals gut verrühren.

Auf ein Backblech verteilen, so dass die Fläche gut ausgefüllt ist. 10 Minuten im Ofen backen. Anschließend wenden bzw. nochmals auf dem Backblech verteilen. Weitere 5-6 Minuten goldbraun und knusprig backen. Achtung! Hier müsst ihr bitte achtsam sein, denn der Grat von goldbraun zu verkohlt ist schmal.

In der Zwischenzeit die Orangenschale fein hacken. Granola etwas abkühlen lassen, dann Maulbeeren und Orangenschale unterrühren. Vollständig abkühlen lassen.

In einem luftdichten Gefäß aufbewahren.

Zum Servieren gilt wie immer: Granola eher als Topping, denn als Hauptbestandteil verwenden. Saisonales Obst, Joghurt und Milch sollten die Basis sein.

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Kochbuchchallenge 7.4: Honestly Healthy for Life

Während mich ein fieser Virus lahmlegt, denkt der eine oder andere schon über Ostern nach. Was soll auf den Tisch, was wird verschenkt?

Eine kleine Idee, was sowohl eine kleine Süßigkeit auf dem Ostertisch als auch ein Geschenk sein kann, habe ich dann doch noch für die aktuelle Kochbuchchallenge gefunden. Wie schon erwähnt, sind im Buch gar nicht so wenige süße Sachen zu finden, aber es stecken dann eben Zutaten drin, für den ein Gang ins Reformhaus o.ä. notwendig ist.

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Eine kleine Abwandlung haben die Puffreisbällchen daher eben doch von mir erfahren, was ihnen aber geschmacklich keinen Abbruch tut. Die Zubereitung ist dagegen kinderleicht und dauert gerade mal ein paar Minuten.

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In Hinblick auf Ostern kann man sie auch gut in Eierform herstellen. Gekühlt halten sie sich auch ein paar Tage und sind lecker zum Kaffee oder als kleiner Energielieferant zwischendurch. Im Buch finden sie sich im Kapitel Movie Night – eine Knabberei zum Film, da machen sie sich garantiert ebenso gut!

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Puffreisbällchen mit Tahini

für 10 tischtennisballgroße oder mehr kleine Bällchen

  • 100g Tahini (wer, wie der Mann nicht so auf Sesam steht, kann auch ungesüßtes Mandel- oder Erdnussmus verwenden)
  • 50ml Agavensirup (original: 50ml Dattelsirup & 2 EL Agavensirup)
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 1 EL Kakao (Backkkakao)
  • 1/2 TL Zimt
  • Schale von 1 Bio-Orange, fein gerieben
  • 85g Haferfleks* (original: ungesüßter Puffreis)
  • nach Belieben: zerkleinerte Kürbiskerne, Nüsse, Mandelblättchen, Kokosflocken oder Kakaopulver zum Ummanteln

Alle Zutaten außer die Haferfleks/Puffreis und die Ummantelung zusammen zu einer homogenen Masse verrühren. Die Fleks zugeben und gut vermengen. Mit angefeuchteten Händen zu Bällchen/Eiern gewünschter Größe formen und in zerkleinerten Nüssen o.ä. wälzen.

Quelle:

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Wechselwirkungsbenefit

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Es gibt Lebensmittel, die sich positiv verstärken. Dazu gehören Banane und Schokolade. Eine unschlagbare Kombination! Noch besser wird es, wenn sich Cashews und Sesam dazugesellen, wie hier in diesem Bananenkuchen mit Tahini und Schokolade!

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So ein Rührkuchen muss definitiv saftig sein. Dieser ist es durch das Bananenpüree und die Schokolade, dazu das tiefe Aroma von Tahini und knackige Cashews – mjamm!

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Und noch etwas: Er ist ganz einfach und recht schnell gemacht, eine gute Verwertung für überreife Bananen und hält sich – in der Theorie, denn er ist ruckzuck weggegessen – länger saftig und frisch.

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Bananen-Tahini-Kuchen mit Schokolade

für eine kleine Kastenform von etwa 20cm Kantenlänge

  • 60ml neutrales Öl wie Raps- oder Sonnenblumenöl
  • 3 EL Tahini
  • 3 EL flüssiger Honig
  • 3 gehäufte EL brauner Zucker
  • 2 Eier
  • 4 (sehr) reife Bananen
  • 90g gemahlene Mandeln
  • 1 leicht gehäufter TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 100g Dinkelmehl 630
  • 125g Schokolade (ich habe Zartbitter und Vollmilch gemischt)
  • 75g Cashews
  • etwa 2 TL Sesam (ich habe schwarze und helle Sesamsamen gemischt)

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und eine Kastenform entweder fetten oder mit Backpapier auslegen.

Schokolade grob hacken und die Cashews in einer Pfanne fettfrei anrösten, dann grob hacken.

Öl, Tahini, Honig und Zucker zusammen mit den Eiern schaumig schlagen. 3 der Bananen schälen, klein schneiden und mit einer Gabel zerdrücken (oder, wenn die Küchenmaschine stark genug ist direkt als dünne Scheiben zugeben, während die oben genannte Mischung aufgeschlagen wird).

Die übrigen Zutaten bis auf die letzte Banane und den Sesam zugeben.

Den Teig in die vorbereitete Form füllen und ggf. glatt streichen. Die letzte Banane schälen und längs halbieren. Mit der Schnittfläche nach oben auf den Teig legen und den Sesam darauf streuen.

Etwa 50-60 Minuten backen. Die Stäbchenprobe zeigt, ob der Kuchen gar ist, es dürfen (bis auf geschmolzene Schokolade) keine flüssigen Teigreste mehr am Holzstab haften bleiben.

Wird der Kuchen zu dunkel ggf. mit Alufolie bedecken. Etwas abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form heben oder stürzen und vollständig auskühlen lassen.

Angeregt und leicht verändert von hier.

Lasst es euch schmecken!

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Angewurzelt

Auch 2018 dürfen leckere Wurzeln nicht fehlen. Bei uns dienen sie nahezu täglich als Zwischenmahlzeit für die Arbeit und kommen auch zu den Hauptmahlzeiten nicht zu kurz. Auch, wenn es häufig noch an schöner Ringelbete, Schwarzwurzeln und öfter auch „besonderen“ Sorten Rettich fehlt, muss man doch zugestehen, dass viele Wurzeln wie Pastinaken, Petersilienwurzeln und auch verschiedene Sorten Möhren deutlich einfacher zu bekommen sind als vor ein paar Jahren.

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Da konnte man eher in (englisches) Saatgut für diese Varianten investieren. Aber die Nachfrage, der Wunsch nach „Trends“ bei den Lebensmittelproduzenten und insbesondere auch bei den -händlern führt auch hier zu einer größeren Auswahl – toll!

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In diesem knackigen Salat habe ich Herrn Oliver bemüht und gleich zwei Wurzeln verwendet, die wir sehr gern mögen: Möhren und Radieschen. Äpfel geben kommen noch dazu, die zusammen mit den Cranberries Süße verleihen und zum Würzen Tahini, Petersilie, frische Minze und etwas Sesam zum Knuspern obenauf.

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Der Salat reicht mir so komplett. Man kann ihn aber auch gern mit gebratener Hähnchenbrust, wie sie der Mann dazu hatte, Halloumi o.ä. reichen. Uns beiden hat er sehr geschmeckt. Wer einen Julienne-Schneider hat, ist allerdings gut beraten. Für vier Portionen dauert das Möhren stifteln schon einige Zeit, der Rest geht dagegen recht fix!

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Knackiger Salat mit Möhren und Äpfeln

für 3-4 Portionen als Hauptmahlzeit

  • 300g (ca. 3) Möhren
  • 150g Radieschen (Wer das Kraut noch nutzen möchte, schaut mal hier!)
  • 2 kleine knackige Äpfel
  • 1 guter EL Cranberries (Original: Rosinen – mag der Mann nicht so)
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 kleines Bund Minze
  • 4 EL Sherry-Essig
  • 1 EL Tahini
  • 1/2 TL Agavensirup oder Ahornsirup (kommt bei Jamie nicht vor)
  • 8 EL Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Sesam (Original: 2 EL)

Möhren schälen und in etwa streichholzgroße Stifte schneiden. Radieschen putzen und fein in Scheiben schneiden. Äpfel waschen, vierteln und Kerngehäuse entfernen, dann in feine Scheiben hobeln.

Cranberries grob hacken. Kräuter waschen, Blätter abzupfen und grob hacken. Mit den Möhren, Radieschen und Äpfeln in einer großen Schale vermengen.

Sesam ohne Fett in einer Pfanne anrösten, bis er beginnt zu knacken/zu springen.

Für das Dressing Essig mit Salz, Pfeffer, Tahini und Agavensirup verrühren, dann das Öl unterschlagen.

Dressing über den Salat geben und gut unterheben, dann portionsweise servieren und mit Sesam bestreuen.

Quelle:

Mit diesem Rezept möchte ich euch gerne auf das Blogevent von Zorra und Eva aufmerksam machen, die sich verschiedenste Wurzeln vorgenommen haben:
Blog-Event CXXXVII - Zurück zu den Wurzeln (Einsendeschluss 15. Januar 2018)

(Nicht nur)Abends ins Morgenland

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Schon vor einiger Zeit hatten wir diesen schönen Salat zum Abendessen, der gut vorbereitet werden kann. Die verwendeten Wurzelgemüse passen so gut zum Tahini-Dressing. Diese nussige Note zur Süße der Karotten und Petersilienwurzel mag ich ja sehr. Jan, der sonst nicht so der Freund cremiger Dressings ist, fand es hier aber ebenfalls lecker.Einen Teil der Möhren hatte ich durch rote Bete ersetzt und zum Abkürzen – für die spontane Köchin oder den spontanen Koch – man kann durchaus auf das Einweichen des Couscous‘ verzichten 😉

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Gebackener Salat mit Datteln und Tahin-Dressing

für 2-3 Portionen

  • 60g weiße Quinoa
  • 1/2 Blumenkohl
  • 3 Möhren
  • 3 Pastinaken oder alternativ rote Bete, Petersilienwurzel oder mehr Möhren
  • 1-2 EL Olivenöl
  • Mark von 1/2 Vanilleschote
  • 2 EL Kürbiskerne
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 40g entsteinte Datteln
  • grobes Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • nach Wunsch: Blattspinat (ich habe eine Handvoll Rucola verwendet)
  • 2 EL Orangensaft
  • 1 TL Zitronensaft (je nach Süße des Orangensaftes weniger)
  • 1-2 EL Tahini
  • 1 TL Honig

(Im Original wird das Quinoa mit der doppelten Menge Wasser 12 Stunden eingeweicht, dann abgegossen, heiß abgespült und abgetropft. Ich habe lediglich 30 min quellen lassen, abgespült und dann wie folgt weitergemacht:)

Quinoa mit der doppelten Menge Wasser aufkochen lassen und dann bei geringer Hitze zugedeckt etwa 25 Minuten köcheln lassen. Eventuell überschüssiges Wasser vorsichtig abgießen und das Quinoa ohne Erhitzen ausdampfen und abkühlen lassen.

Währenddessen das Gemüse putzen, waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Gemüse mit Olivenöl, Vanilleschotenmark und grobem Salz vermengen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Im Ofen etwa 20 Minuten unter gelegentlichem Wenden backen.

In der Zwischenzeit die Kürbiskerne grob hacken und in einer Pfanne fettfrei anrösten. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter hacken. (Spinat/Salat waschen, putzen und die Blätter ohne Stiel hacken.) Datteln fein hacken.

Für das Dressing Orangen- und Zitronensaft mit Tahini und Honig verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Gemüse lauwarm abkühlen lassen. Nach Belieben Quinoa, Gemüse, Petersilie, Datteln und Kürbiskerne in einer großen Schale mit dem Dressing  vermengen oder separat anrichten und erneut mit Salz, Pfeffer und Honig abschmecken.

Aus: Veronika Pachala – Gesund Kochen ist Liebe*

 

 

Für Schneckenliebhaber

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Noch ein Kuchen – aber ich backe nicht nur. Dieser Kuchen kam jedoch so gut an, dass ich das Rezept teilen möchte. Und es ist schon wieder ein Schneckenkuchen, der 5. bereits, den ich hier verblogge. Aber diese Sorte Kuchen ist schön anzusehen und dabei gar nicht schwer zu machen.Die Füllungen sind genauso variabel wie für Hefe- oder andere Zöpfe (welche eine Alternative zu den Schnecken wären) und man kann sie durch das Backen in einer (Spring)Form gut transportieren.

Die Schnecken heute sind mit Kürbisbutter gefüllt. Schneckenkuchen mit Kürbis habe ich bereits vor einem Jahr hier gezeigt, aber da kam das Gemüse in den Teig, nicht in die Füllung. Als Guss kommt nussiges Sesammus – Tahini – dazu. Ein perfekter Partner für den süß-erdigen Kürbis.

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Bei meiner Menge Kürbisbutter blieb am Ende noch etwas übrig, was sich aber zum einen zum Bereiten von Kürbis-Latte (Rezept unten), aber auch für eine Füllung für Filoteig oder Crêpes sowie als Brotaufstrich (passt sehr gut zu Käse!) eignet.

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Der Hefeteig stammt vom Mohnzopfrezept und wird mit einem Vorteig (Biga) bereitet, der 10-12 Stunden Zeit zum Entwickeln benötigt.

Hefeschneckenkuchen mit Kürbisbutter und Tahiniguss

für eine Springform mit einem Durchmesser von 26-28cm

für den Teig

Biga

  • 2g frische Hefe
  • 125g Mehl 405
  • 75ml lauwarmes Wasser
  • 75ml lauwarme Milch

Die Hefe zum Mehl in eine Schüssel fein zerkrümeln und mit Milch und Wasser zu einem flüssig-zähen Teig verrühren (Holzlöffel). Schüssel mit Frischhaltefolie bedecken und bei Raumtemperatur mindestens 12h gehen lassen.

für die Kürbisbutter

  • ein kleiner Hokkaido ungeputzt ca. 1kg
  • 1/4 TL frischer, fein geriebener Ingwer
  • 50ml Apfelsaft
  • 100g weicher brauner Zucker (ich: Tate & Lyle Dark soft brown)
  • 1 TL Zimt
  • 1/8 TL geriebene Muskatnuss
  • 1/8 TL gemahlene Nelken
  • 1 TL Orangensaft
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Orangensalz

Den Kürbis waschen und putzen, dabei Stiel, Blütenansatz und Kerngehäuse entfernen. Mit Schale in etwa gleich große Würfel (etwa 2cm Kantenlänge) schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen. Im Ofen bei 180°C ca. 30-35 Minuten garen, bis der Kürbis weich ist. Etwas abkühlen lassen.

Dann mit den restlichen Zutaten pürieren. Wer mag, kann die Mischung noch durch ein Sieb passieren, darauf habe ich verzichtet.

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weitere Zutaten für den Teig

  • 375g Mehl 550 und etwas zum Kneten
  • 10g Vanillezucker
  • 40g Zucker
  • 1 TL Salz
  • 3g frische Hefe
  • 100ml lauwarme Milch und etwas zum Einstreichen
  • 50g weiche Butter in Flöckchen und etwas zum Einfetten der Form

Alle Zutaten  zum Vorteig geben und mindestens 5 Minuten lang zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Dieser sollte nicht mehr kleben. In einer abgedeckten Schüssel an einem warmen Ort (z.B. Backofen mit eingeschaltetem Licht) gehen lassen, bis der Teig sich in seinem Volumen verdoppelt hat, etwa 1-2h.

Springform mit Backpapier auslegen (Boden) und den Rand fetten. Den Teig kurz durchkneten (ggf. mit etwas Mehl bestäuben), zu einem großen Rechteck mit etwa 40 x 60 cm Kantenlängen ausrollen. Mit der Kürbisbutter etwa 0,5 cm dick bestreichen, dabei an einer langen Seite etwas Platz lassen. Von der langen Seite her aufrollen und anschließend in etwa 2 cm breite Scheiben schneiden. In die vorbereitete Springform geben, dabei etwas Platz zwischen den einzelnen Scheiben lassen. Erneut 30 Minuten warm gehen lassen.

Dann mit etwas Milch oder Sahne einpinseln und bei 200°C Ober-/Unterhitze 15 Minuten backen. Hitze auf 175°C reduzieren und weitere 10-12 Minuten backen. (Stäbchenprobe)

für den Tahiniguss

  • 60g Puderzucker, gesiebt
  • 3 EL gut durchgerührtes Tahini (Sesammus, erhältlich im Feinkostregal, Biomarkt oder asiat./oriental. Supermarkt)
  • 2,5 EL Wasser

Alle Zutaten gut miteinander verrühren und über den noch warmen Kuchen geben.

Falls ihr Gefallen an den Schnecken bekommen habt, und weitere Ideen ansehen möchtet, werdet ihr bei mir hier fündig: Kirschschnecken mit Zitronenguss, Schneckenkuchen mit Schoko-Kaffee-Füllung und Frischkäseguss mit Espressosirup, Hefeschnecken mit Schlehenmus und Walnusskrokant, Kürbis-Zimtschnecken mit Haselnüssen und Frischkäseguss

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Kürbis-Latte

für ein Glas/eine Tasse

  • 2 EL Kürbisbutter
  • 200-250ml Milch
  • Zimt oder Kakaopulver zum Bestäuben

Die Milch erhitzen, bis sie dampft. 50-100ml davon abnehmen und aufschäumen. Die restliche Milch mit der Kürbisbutter in einem hohen Gefäß pürieren. Wer keine Stückchen im Getränk möchte, passiert die Mischung durch ein feines Sieb.

Milchschaum auf die Kürbismilch geben und nach Wunsch mit Zimt oder Kakao bestäuben.

Entschuldigen Sie,…

…ist das das grüne Ei mit Panko? – Ja, richtig erkannt! Aber neben der *hust* kreativen Verballhornung bekannter Musiktitel geht es hier eigentlich mehr um eine Idee, die schon ein Weilchen schlummerte und die auch demnächst noch einmal aufgegriffen werden wird. Scotch Eggs – Schottische Eier. Schon verlockend so ein gekochtes Ei mit außen krosser und innen zarter Ummantelung. Nur leider so gar nicht vegetarisch, denn im Original besteht die Hülle aus paniertem Wurstbrät oder Hack.

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Daher die Idee: Ich mach die vegetarisch und dann auch noch grün. Eine Hülle aus Blattspinat, etwas Joghurt und Tahini und Panko. Eigentlich ist der Mantel um die Eier auch dicker, aber daran lässt sich arbeiten. Auch am Gargrad der Eier. Am liebsten wäre mir ja ein im Kern noch etwas flüssiges Ei gewesen, aber da war es einen Tick drüber.

Nichtsdestotrotz: Geschmeckt hat es zum Salat mit rohem Champignon und Senfdressing. Und weil dieses Gericht auch problemlos in jeder Campingwagenküche zubereitet werden kann, ist das mein Beitrag zum Kochtopf-Blogevent von Doreen. Obwohl ich nicht so oft campen war, mag ich den Gedanken einfach losfahren zu können, wohin man gerade möchte schon. Ein Teil Zuhause dabei, das macht einen flexibel. Dennoch sind mir die festen Wurzeln gerade lieber, ein Zuhause, das einen Platz hat und anderweitig Raum gibt.

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Grüne Eier mit Panko zum Salat

für zwei Portionen

  • zwei Eier (M)
  • 30g frischer Blattspinat
  • 1 TL Joghurt
  • 1 TL Tahini
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • ca. 1/8 TL Chilipulver
  • 1 Prise Muskat
  • 3-4 EL Panko
  • 2 EL Olivenöl zum Braten
  • eine Handvoll Blattsalat
  • ein paar Wildkräuter (Pimpinelle und Sauerampfer)
  • 2-3 frische braune Champignons
  • 1 EL Sherryessig
  • 1 EL Passionsfruchtbalsamico
  • 1 TL körniger Senf
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 3 EL Walnussöl

Eier 5 Minuten halbweich kochen, dann kalt abschrecken und vorsichtig schälen.

In der Zwischenzeit Spinat waschen, grob zerzupfen und mit Joghurt, Tahini, Zitronensaft und Salz & Pfeffer zu einer festeren Masse pürieren. Mit Chili und Muskat würzen und abschmecken. In eine Schale geben, Panko in eine zweite Schale füllen.

Eier vorsichtig mit der Spinatmasse ummanteln, dann in Panko wenden, so dass sie möglichst gleichmäßig bedeckt sind. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Eier darin von allen Seiten goldbraun anbraten. Dabei vorsichtig mit Holzlöffeln o.ä. drehen.

Währenddessen Salat und Kräuter waschen, Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Alle Zutaten für das Dressing miteinander verschlagen und abschmecken. Salat mit Pilzen anrichten. Dressing darüber träufeln. Ei längs aufschneiden und auf den Salat geben.

Blog-Event CXIX - Camping (Einsendeschluss 15. Mai 2016)

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Andere Blogger haben auch schöne Töpfe…

…und Ideen sowieso. Das ist die Crux beim Bloglesen. Aber das Phänomen ist schon bekannt: Je mehr Input man hat, desto länger wird die „Muss ich unbedingt probieren!“-Liste. Egal ob es sich um Bücher, Rezepte, Strickmuster,… handelt. Es werden immer mehr, die Zeit leider nicht. Prioritäten setzen ist da zwingend notwendig. Als ich das Rezept von Susanna gesehen habe, war aber klar: Das muss ich zeitnah nachbacken. Denn ich liebe Tahini. Ich liebe Honig. Ich wollte schon länger süßes Gebäck mit Sauerteig ausprobieren. Nach Ostern habe ich also gleich losgelegt und es war gut so: Wunderbar³!

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Wirklich duftiges Brot und diese Füllung.. Wiederholungsgarantie! Ach, die Brownies hier stehen auf meiner Liste von Susannas Rezepten auch noch ganz oben… Schaut vorbei, wenn ihr gern backt – ihr werdet angesteckt!

Verändert habe ich nur wenig: Andere Mehltype und Roggen-ASG.

Sauerteigchallah mit Honig-Tahini-Füllung

für einen Zopf von etwa 30cm Länge/ 10-12 Scheiben

Sauerteig

  • 5g Roggenanstellgut
  • 45g Weizenmehl 405
  • 25g Wasser

Alles gut verkneten und über Nacht bzw. 8-9 Stunden warm gehen lassen (im Ofen, Licht eingeschaltet). Danach sah es bei mir so aus:IMG_3693

Hauptteig

  • Sauerteig
  • 1 Ei
  • 25g brauner Zucker
  • 3g Salz
  • 70ml lauwarmes Wasser
  • 30g Erdnussöl
  • 205g Weizenmehl 405

Alle Zutaten miteinander kräftig etwa 5 Minuten verkneten. Der Teig sollte dann bereits weniger klebrig sein und sich von den Händen lösen. Zugedeckt 3-4 Stunden warm (s.o.) gehen lassen, bis er sein Volumen etwa verdoppelt hat.

Nun über Nacht abgedeckt im Kühlschrank gehen lassen.

Teig am nächsten Tag in drei gleichgroße Portionen teilen und diese sanft zu Ballen formen. 30 Minuten warm (s.o.) gehen lassen.

Füllung

  • 25g Tahini
  • 25g Honig
  • ggf. etwas Wasser

Die Zutaten in einer Schüssel mit einer Gabel vermengen. Ist die Masse nicht streichfähig genug, kleine Mengen Wasser zugeben bis die Konsistenz stimmt.

Die Teigballen sanft zu Strängen ausziehen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu Rechtecken ausrollen. Dabei möglichst wenig Druck ausüben. Füllung mit einem Löffel o.ä. aufstreichen, dabei den Rand aussparen. Von der Längsseite her aufrollen und mit den beiden anderen Strängen zu einem Zopf flechten. Die Enden dabei nach unten umschlagen. Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und weitere 90 min abgedeckt warm gehen lassen.

sowie

  • etwas Sahne oder verquirltes Ei zum Bestreichen
  • Sesam zum Bestreuen

Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zopf mit Sahne oder Ei bestreichen und mit Sesam bestreuen. Auf mittlerer Schiene 20-25 Minuten backen.

Ich kann es nur noch einmal wiederholen: Wenn ihr Sesamgeschmack mögt, dann probiert diesen Zopf aus. Wer keinen Sauerteig hat, kann es sicher auch mit einem Hefezopf probieren. Mein liebstes Grundrezept dafür verlinke ich auch noch. (Hier wäre dann 1/4 der Teigmenge nötig)

Auch für Nicht-Buddhisten

Seit geraumer Zeit machen sogenannte Buddha-Bowls die Runde. Schalen mit Getreide, Gemüse, manchmal Tofu, Fisch oder Fleisch. Meistens sind mehrere Gemüsesorten dabei, die diese Schälchen auch optisch attraktiv machen. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Man kann nutzen, was gerade zur Verfügung steht, kombiniert warm und kalt, roh und gegart. Die Möglichkeiten sind aufgrund der erlaubt-ist-was-gefällt-und-schmeckt quasi unbegrenzt und hey, der Name klingt natürlich auch schöner als Schüssel mit Reis und Gemüse.

Daher hier nur ein Beispiel, bei dem ich aber vor allem auf das Dressing hinweisen möchte. Tahini verwende ich gern und oft. Es ist herrlich nussig, ein klein wenig bitter und so vielseitig. Ich habe es zum Backen von süßen wie herzhaften Gerichten verwendet, im Porridge oder Granola und auch gern im Dressing. Dieses Dressing passt auch zu gemischten Salaten, aber auch zu Hülsenfrüchten.

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Buddha Bowl mit Quinoa und fruchtigem Tahini-Dressing

für eine Portion

  • 45g Quinoa für die Getreidebasis(oder Pseudogetreidebasis), es kann auch Reis, Bulgur, Couscous, Hirse,… sein
  • etwa die doppelte Menge Wasser
  • 1/8 TL Garam Masala (oder fruchtiges Currypulver)
  • 1 kleine Möhre
  • 1 kleine Handvoll Rote Bete Blätter (oder Spinat, Blattsalat)
  • 4 kleine Kirschtomaten
  • 1/2 Avocado, essreif
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1/4 EL Öl
  • 1,5 TL Tahini
  • 3 TL Orangensaft
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • nach Belieben geröstete Nüsse oder Samen (Mandeln, Haselnüsse, Sesam, Kürbiskerne) und/oder Kräuter (Koriander, Petersilie)

Quinoa mit dem Wasser und dem Garam Masala zum Kochen bringen und zugedeckt auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis es gar ist (12-15 Minuten).

In der Zwischenzeit das Gemüse putzen und in Scheiben schneiden, die Rote Bete Blätter waschen und trocken schleudern. Ggf. Nüsse/Samen ohne Fett anrösten.

Für das Dressing 1 TL Avocado mit einer Gabel zerdrücken und mit Tahini und Orangensaft vermengen, bis eine dickflüssige aber fließfähige Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Öl in einer Pfanne erhitzen und Avocado und Frühlingszwiebeln (jeweils in Scheiben) darin goldbraun anbraten.

Quinoa zu unterst in eine Schale geben, dabei mit der Gabel auflockern, Gemüse und Samen darauf verteilen und dann das Dressing darüber gießen.