Für Strolch

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Seit nahezu zwei Jahren begleitet der Mann mich nun und bereichert mein Leben so sehr. Ich möchte ihn nicht mehr missen. Mehr ist gar nicht zu sagen, zumindest nicht hier.

Und so kommt heute nur ein Rezept für strolchige scharfe Hackfleischbällchen zu Spaghetti und ein großes – danke, dass du da bist!

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Spaghetti mit scharfen Hackfleischbällchen

für 3-4 Portionen

  • 2,5 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 dicke Knoblauchzehe
  • 1 TL getrockneter Oregano und etwas zum Servieren
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Balsamico
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • Tabasco und Pimentón de la Vera
  • 1/2 TL brauner Zucker
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 125ml Rinder- oder Gemüsebrühe
  • 100g fein gewürfelter Schinken oder Bacon
  • 400g Rinderhack
  • 35g Panko
  • 1/2 Ei, verquirlt
  • 100g Büffelmozzarella
  • 12g Parmesan oder Pecorino
  • ca. 400g Spaghetti
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zwiebel und Knoblauchzehe putzen und fein würfeln. Die Hälfte des Olivenöls in einer (ofenfesten) Pfanne erhitzen und mit dem Oregano bei schwacher bis mittlerer Hitze etwa 10 Minuten unter gelegentlichem Rühren glasig dünsten.

In der Zwischenzeit Hack, Schinkenwürfel, Ei, Panko in eine ausreichend große Schüssel geben. Die Hälfte der Zwiebelmischung aus der Pfanne zugeben.

Zur anderen Hälfte in der Pfanne nun Tomatenmark und Essig geben und kurz bei mittlerer Hitze unter Rühren anbraten. Tomaten und Brühe mit Thymian und Zucker einrühren und aufkochen lassen. Mit Tabsaco und Pimentón würzen. Bei sanfter Hitze leicht köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und ggf. Tabasco und Pimentón würzen.

Die Hackmischung nun gut verkneten und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zu Bällchen mit 2-3cm Durchmesser formen. Dazu die Hände ab und an anfeuchten.

In einer zweiten Pfanne das restliche Öl erhitzen und die Bällchen darin unter gelegentlichem Schwenken kross anbraten.

Die Bällchen mit einem Schaumlöffel o.ä. in die Pfanne mit der Tomatensauce setzen und offen bei geringer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit der Ofen auf etwa 220°C Umluft vorheizen und die beiden Käsesorten reiben.

Wenn die Tomatensauce in einer ofenfesten Pfanne zubereitet worden ist, kann der Käse nun direkt auf den Klößchen verteilt werden. Ansonsten alles in eine ofenfeste Form geben und mit Käse bestreuen. Im Ofen 10-12 Minuten goldbraun backen.

In dieser Zeit die Spaghetti in ausreichend kochendem Salzwasser zubereiten, abgießen und auf Teller verteilen.

Die Hackfleischklößchen mit Sauce darauf geben und mit etwas Oregano und ggf. geriebenem Käse servieren.

Quelle: Klick

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Für (Fein-)Aufschneider

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Wie schon erwähnt, ist (freie) Zeit im Moment ein rares Gut. Ein wenig Muße muss man für diesen Möhrenflammkuchen aber haben, zumindest, wenn man die gewünschte Flechtoptik möchte – die benötigt etwas Zeit und Hingabe.

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Es geht natürlich auch einfacher, indem man die Möhrenstreifen auf der Käse-Creme einfach verteilt, aber das Auge isst bekanntlich mit!

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Uns hat dann aber vor allem der Geschmack überzeugt, der durch Zwiebeln und sahnige Creme an einen typischen Flammkuchen erinnert. Die Möhren sind für mich aber eine tolle Alternative zum Schinken und wenn der Mann meint „nach zwei, drei Bissen vermisst man den Schinken überhaupt nicht mehr“, ist das auch ein deutliches Zeichen!

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Dieser herzhafte kein-Fleisch-nötig-Geschmack kommt auch vom Mozzarella, der eine knusprige Kruste auf das Möhrengeflecht zaubert.

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Möhrenflammkuchen

für 1 Blech (etwa 4 Portionen)

  • 25g frische Hefe
  • 300g Weizenmehl
  • 4 EL Olivenöl
  • etwa 4 große bunte Möhren
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • Zesten und Saft von 1/2 Bio-Zitrone
  • 5-6 Zweige Thymian
  • (Zitronen-)Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 200g Feta
  • 125g Mozzarella
  • 100ml Milch

Mehl, zerkrümelte Hefe, 2 EL Öl und 1 TL Salz zusammen mit 150ml lauwarmem Wasser verkneten, Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Möhren vorbereiten: Möhren putzen und schälen, dann mit einem Sparschäler in dünne Streifen schneiden (der Zentralzylinder wird dabei nicht verwendet, er ist eher holzig).

Für die Creme Milch, zerkrümelten Feta, die Hälfte des grob zerkleinerten Mozzarellas, Zitronenzesten und -saft pürieren und anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. Thymian waschen, trocken tupfen und die Blättchen abzupfen.

Ist der Teig fertig zum Ausrollen, den Ofen auf 230°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf dünn ausrollen. Mit der Käsecreme bestreichen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darauf verteilen. Nun die Möhrenstreifen auf der Creme zum Geflecht auslegen (oder einfach bunt darüber verteilen).

Möhren anschließend mit dem restlichen Öl bepinseln und mit Salz und Pfeffer würzen. Den restlichen Mozzarella fein würfeln und auf dem Flammkuchen verteilen. Die Thymianblättchen darüber streuen.

20 Minuten goldbraun und knusprig backen.

Mein zweiter Beitrag zum Thema Sliced Kitchen beim Kochtopf:

Blog-Event CXXXVII - SlicedKitchen (Einsendeschluss 15. Februar 2018)

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Männersache

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Bei vielen Dingen ist der Mann echt perfektionistisch. Zum Beispiel beim Lebensmittel in möglichst gleiche, dünne Stücke oder Scheiben schneiden. Da kann ich ihm nichts vormachen. Wie gut, dass die Aufgaben hier klar verteilt sind, denn bis auf eine Mandoline haben wir gar keine Geräte, um Gemüse, Brot, Käse etc. fein zu scheibeln (Doch, ich vergaß – den Gemüseblattschneider für die KitchenAid).

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So konnte ich die halbe Arbeit guten Gewissens übertragen, die für die leckeren, hauchdünn belegten Tramezzini nötig war und mich um das Brotbacken und Belegen kümmern! Zorra vom Kochtopf sucht gerade Rezepte mit in feine Scheiben geschnittenen Zutaten.

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Für das Tramezzini habe ich ein Pain de Mie gebacken – wie, was Pandemie? Jaja, so ähnlich. Französisches Weißbrot, das eigentlich in einer geschlossenen Form gebacken wird, was dann ein richtiges Kastenbrot ergibt. Ich habe eine normale Kastenkuchenform verwendet. Eine schöne Kruste hat das Brot trotzdem bekommen. Es schmeckt auch getoastet wunderbar und hat hier so lange gehalten, es war fix aufgefuttert.

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Pain de Mie für Tramezzini

für einen Laib von etwa 30cm Länge

  • 200g Milch, lauwarm
  • 100g Wasser
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 EL Zucker
  • 470g Mehl 550
  • 40g Butter, zimmerwarm
  • 1,5 TL Salz

Hefe und Wasser vermischen und die Milch sowie den Zucker zugeben. Mehl mit einem Spatel oder Holzlöffel zugeben und einarbeiten. Butter in Flöckchen zugeben und untermengen.

2 Minuten bei kleinster Geschwindigkeit kneten, dann 15 Minuten gehen lassen.

Salz zugeben und auf mittlerer Stufe etwa 5 Minuten kneten. In eine mit Öl bestrichene Schüssel geben, den Teig einmal im Öl drehen, so dass er von allen Seiten damit bedeckt ist und mit Frischhaltefolie bedeckt 45 Minuten gehen lassen. Der Teig sollte sein Volumen nahezu verdoppelt haben.

Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Scheibe flachdrücken. die Seiten zur Mitte hin falten, damit sie sich überlappen und von unten her an der kurzen Seite straff nach oben aufrollen. Noch einmal wiederholen (flachdrücken, falten, aufrollen). Mit der Naht nach unten zurück in die Schüssel geben und wiederum 45 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Den Teig auf eine bemehlte Oberfläche stürzen und in zwei Portionen teilen. Jede Portion etwa rechteckig in Form ziehen und anschließend von der kurzen Seite her straff aufrollen. Die entstehende Naht dabei etwas zusammendrücken. Auf der Arbeitsfläche mit der Naht nach oben und mit Öl bestrichener Frischhaltefolie abgedeckt 15 Minuten gehen lassen.

Nun wird der Teig geformt: Dazu die beiden Stränge nebeneinander legen und mit den Händen an den kurzen Enden fassen. Nun die Hände entgegengesetzt drehen, sodass sich die Stränge miteinander verdrehen.

Den Laib in eine gefettete Form (ich habe eine Silikonform benutzt, da ist das Einfetten nicht nötig) geben, dabei die Enden nach unten umschlagen. Weitere 30 Minuten gehen lassen. Währenddessen den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Brot hineingeben und die Temperatur auf 190°C reduzieren. 35-40 Minuten backen. Das Brot sollte eine goldbraune Kruste bekommen und die Kerntemperatur etwa 93°C betragen.

Noch etwas in der Form abkühlen, dann vollständig auf einem Rost auskühlen lassen.

Rezept aus

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zum Belegen:

Hauchdünne Scheiben von:

  • Gurke
  • Tomate
  • Salat
  • Zwiebel
  • Peperoni
  • eingelegter Paprika
  • Basilikumblättchen
  • Bresaola
  • Ei
  • Mozzarella
  • Bergkäse
  • Prosciutto
  • Salami
  • Mortadella
  • Butter nach Belieben

Brot in dünne (unter 1 cm breite) Scheiben schneiden, entrinden und nach Belieben belegen.

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Und natürlich der Link zum Event:
Blog-Event CXXXVII - SlicedKitchen (Einsendeschluss 15. Februar 2018)

Kochbuchchallenge 5.1: Bällchen, Klops und Falscher Hase

Es musste ja so kommen, es gab ja keine Einschränkungen. Der Mann hat natürlich auch Kochbücher gewählt, die ihm gefallen beim Kochbuch-Cap-Deal. Aber gut, soll er und natürlich probiere ich auch daraus etwas aus!

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Und da er Hackfleisch nun mal sehr mag, fiel seine Wahl auf das nächste Buch für die Challenge auf eines, wo Gehacktes im Zentrum steht: Bällchen, Klops und Falscher Hase. Nach einer kleinen Einführung über die Zubereitung von Buletten, der Aufbewahrung und auch der eigenen Hackfleischherstellung gibt es Kapitel mit je ca. 8 Rezepten: Für Wok, Pfanne und Grill; Aus dem Ofen; Alles aus einem Topf. Ein dünnes Buch also, aber das muss ja nichts heißen. Die Zutaten sind gut gegliedert und die Rezepte klar geschrieben.

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Zwei Rezepte hat er sich aus dem Buch ausgesucht, ein weiteres kommt von mir. Das erste Rezept – Lasagne mit Apfel-Hack-Füllung – kam sehr gut an. Ich habe mir eine vegetarische Variante dazu gemacht, mit Möhren und roten Linsen anstelle von Hack und fand die Kombination mit den Äpfeln toll, sehr saftig!

 

Für die Lasagne wird die Hackfleischfüllung eingeköchelt, die Béchamel soll dagegen als Fertigprodukt gekauft werden. Kommt mir nicht ins Haus! Wo die Zubereitung doch so einfach ist!

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Lasagne mit Apfel-Hack-Füllung – und eine vegetarische Variante

für 4 Portionen, je 2 mit Fleisch und 2 vegetarische

  • 1 Zwiebel
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 50g durchwachsener Speck
  • 2 EL Olivenöl
  • 250g gemischtes Hackfleisch (original: 200g)
  • 2 EL gehackte Petersilie, Salbei, Majoran (insgesamt)
  • 100ml Apfelsaft
  • 1 TL gekörnte Gemüsebrühe
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • 2 große Äpfel (Elstar) (original: 3)
  • Chiliflocken (nicht original)

für die Béchamelsauce

  • 1,5 EL Butter
  • 3 EL Mehl
  • 400ml Milch
  • etwas Paprika, rosenscharf
  • Salz und Pfeffer

für die vegetarische Füllung:

  • 2 Möhren
  • 60g rote Linsen
  • 1 TL Tomatenmark
  • 8-10 Lasagneblätter (original: 12) ohne Vorkochen (ich habe diese* verwendet)
  • 125g Mozzarella (original: 150g)
  • 50g geriebener Parmesan (original: 100g)
  • ca. 40g Butter

Für die beiden Füllungen: Zwiebel und Sellerie putzen und fein würfeln. Speck würfeln. Speck in etwas Öl in einem Topf mit dicken Boden knusprig braten. Die Hälfte der Zwiebel und Sellerie zugeben und dünsten bis die Zwiebeln glasig sind. Das Hackfleisch zugeben und unter Rühren mitbraten, bis es Bratspuren bekommt und krümelig wird.

Die zweite Hälfte Gemüse in einem anderen Topf im Öl andünsten. Möhren würfeln und Linsen unterrühren. Tomatenmark kurz mit anrösten.

Jeweils die Hälfte des Apfelsafts, der Kräuter, der Brühe und der Tomaten zugeben, mit Salz, Pfeffer und Chili würzen und offen etwa 20 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich rühren. Beide Füllungen sollten eindicken. Anschließend kräftig abschmecken.

In der Zwischenzeit Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. In ca. 3mm dicke Scheiben schneiden. Mozzarella in Scheiben schneiden

Für die Béchamel in einem kleinen Topf Butter zerlassen, Mehl mit einem Schneebesen einrühren, sodass keine Klümpchen vorhanden sind. Milch unter Rühren zugeben und einige Minuten sanft köcheln lassen, bis die Sauce anzieht. Mit Salz, Pfeffer und Paprika kräftig abschmecken.

Ofen auf 170°C Umluft vorheizen.

In je eine Auflaufform (etwa 1,5 l Fassungsvermögen) etwas Béchamelsauce auf den Boden verstreichen und eine Lasagneplatte darauflegen. Mit Apfelscheiben belegen und dann die Hackfleisch- bzw. Gemüsefüllung daraufgeben, erneut Béchamel darauf geben und alles wiederholen bis die Füllungen aufgebraucht sind. Mit etwas restlicher Béchamel bestreichen, Mozzarella, Parmesan und Butterflöcken auf der letzten Lasagneplatte verteilen und im Ofen etwa 40 Minuten goldbraun backen.

Aus:

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Erst um die Finger, dann um die Gabel gewickelt

Mal ehrlich, welches Kind von heute kennt noch Telefonschnüre?

Diese gedrehten Kabel zwischen Hörer und Gerät, zwischen deren Windungen man die Fingerspitzen klemmen und mit denen man die maximale Reichweite des Telefons austesten konnte (die aber nie an die zimmerumspannende amerikanischer Serien ranreichte). Die sich selbst oder unter Mithilfe der eigenen Fingerwickelei zu Wirrwarr verdrillten und an irgendeiner Stelle auf einmal einen gerade verlaufenden Abschnitt hatten.

In Zeiten von Handy und Funktelefon hat man doch  eher mit den Haarbändern zu tun, die das gleiche Aussehen haben, zu tun.

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Käse wie Telefonschnüre lang ziehen machen große und kleine Kinder dennoch gern, komme was wolle. Mit den Suppli al telefono darf man das auch gern. Den Namen haben sie tatsächlich vom Käse, der sich – ähnlich wie die Telefonschnüre – so lang zwischen den Reiskroketten ausziehen lässt. Dazu gibt es – ebenfalls ein Kinderliebling – Tomatensauce.

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Für die Suppli (der Name leitet sich von Überraschung ab) kann man übrig gebliebenes Risotto verwenden – perfekte Resteverwertung – oder eben abgekühltes frisch gekochtes. Das Grundrezept lässt sich geschmacklich natürlich abwandelt, es sollten nur nicht zu große Gemüsestücke o.ä. enthalten sein.

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Suppli al telefono mit Tomatensauce (Risottokroketten)

für 2 Personen (8-10 Suppli) und Tomatensauce für 3-4

für das Risotto

  • 1 Schalotte
  • 1 TL Olivenöl
  • 2x 15g Butter
  • 135g Risottoreis
  • 35ml trockener Weißwein
  • 450ml Gemüsebrühe, heiß
  • 25g Parmesan, gerieben

Schalotte fein hacken und in (15g) geschmolzener erhitzter Butter und Olivenöl in einem schweren Topf glasig anschwitzen. Reis dazugeben und kurz mitdünsten lassen, bis der Reis vollkommen vom Fett überzogen ist. Mit Weißwein ablöschen und die Flüssigkeit verköcheln lassen. Auf kleiner Hitze nun immer wieder portionsweise Brühe zufügen, bis der Reis die Flüssigkeit gerade eben aufgesogen hat. Dabei immer wieder rühren, um ein Ansetzen am Boden zu verhindern.

Ist alle Brühe verbraucht, den Topf vom Herd nehmen, Parmesan und restliche Butter unterrühren.

Für die Suppli das Risotto auf maximal handwarm abkühlen lassen.

für die Tomatensauce

  • 1 mittlere rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/4 TL Zimt
  • 1 EL Tomatenmark
  • (Erwachsenenvariante: 1 TL Harissapaste)
  • 1 TL gemischte italienische Kräuter (getrocknet, oder 1 EL frische)
  • 500g passierte Tomaten
  • 1 kleines Lorbeerblatt
  • 125g Cherrytomaten/kleine Datteltomaten
  • 1 TL Rohrohrzucker oder brauner Zucker
  • (Orangen-)Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer zum Abschmecken
  • 2 Handvoll frische Basilikumblätter

Zwiebel und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Zwiebel im warmen Öl glasig anschwitzen, den Knoblauch zugeben und 1-2 Minuten mitdünsten. Zimt, Tomatenmark und Harissa zuegeben und bei etwas höherer Hitze unter Rühren anrösten, bis es intensiv duftet. Kräuter zugeben und mit Tomatenpüree ablöschen. Bei kleiner Hitze aufköcheln lassen. Grob gewürfelte Tomaten und Lorbeerblatt zugeben. Zucker einrühren. 10 Minuten ohne Deckel bei kleiner Hitze köcheln lassen.

Mit Salz, Pfeffer abschmecken und bis zum Servieren warmhalten, dann mit Basilikumstreifen anrichten.

für die Suppli

  • abgekühltes Risotto (s.o.)
  • 1/2 Kugel Büffelmozzarella
  • 4-5 EL Pesto (ich: Radieschenblätterpesto)
  • 5-6 halbgetrocknete Tomaten in Öl, abgetropft
  • Paniermehl
  • etwas Olivenöl zum Ausbacken

Mozzarella in 8-10 gleich große Würfel schneiden. Tomaten grob würfeln.

Risotto in 8-10 gleich große Portionen teilen. Auf der jeweils Handfläche zu einem breiten Fladen formen, darin etwa 1/2 TL Pesto mit dem Löffel etwas verstreichen. Tomaten- und Mozzarellawürfel daraufsetzen und vorsichtig mit beiden Händen zur Kugel formen. In Paniermehl wenden und in Öl bei mittlerer Hitze goldbraun von allen Seiten ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Mit der Tomatensauce oder zu Salat servieren.

Rezept für die Suppli aus Kochen: Grundtechniken,Rezepte und Profitipps*

Mein zweiter Beitrag zum Blogevent vom kochtopf, dieses Mal von Sarah erdacht.

Blog-Event CXXI - Mit Essen spielt man doch! (Einsendeschluss 15. Juli 2016)

Tarte Caprese

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Tomate, Mozzarella, Basilikum, Olivenöl, Pfeffer und Salz, die Kombination kennt jeder. Als Insalata Caprese, Salat nach Capri-Art. Die Farben schreien Italien, entsprechen sie doch der italienischen Flagge, der Geschmack ruft Sommer. Doch auch im Herbst können diese Zutaten vereint ein Lächeln aufs Gesicht zaubern: Als Tarte!

Basilikum landet hierfür nicht nur frisch obenauf, sondern bereits im Mürbeteig. Das sieht nicht nur schön aus, sondern sorgt für etwas mehr Würze. Der Mozzarella darf zum einen in der Creme zusammen mit Ricotta verschmelzen und bildet mit den herrlich aromatischen Tomaten das Herz der Tarte, zum anderen sorgen ein paar Scheibchen Käse an der Oberfläche auch für eine Käsekruste und eine schöne Bräune.

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Der Teig kann zudem bereits am Abend zuvor oder morgens bereitet werden, so dass die Tarte dann nur noch backen muss, eventuelle Reste dürfen gern am nächsten Tag mit zur Arbeit, aufgewärmt oder kalt.

Tarte Caprese

für eine Springform mit 18-20 cm Durchmesser, 2 gute Portionen

(Menge verdoppeln für 26-28cm Springform)

  • 125g Weizenmehl
  • 65g kalte Butter
  • 2 gute Handvoll frische Basilikumblätter, gewaschen, trocken geschleudert oder getupft
  • 1 EL kaltes Wasser
  • 1 gute Prise Salz
  • 50g Ricotta
  • 1 Ei
  • 2 EL Sahne
  • 125g Büffelmozzarella
  • 3-4 Rispentomaten oder entsprechend mehr Cherrytomaten
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Prise Muskat, gerieben
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • Basilikum zum Verzieren
  • Butter für die Form

Basilikumblätter grob hacken. Mehl und Salz mischen, mit in Flöckchen geschnittener Butter und Basilikum mit den Fingerspitzen zu einem krümeligen Teig verkneten, Wasser zugeben und schnell zu einem glatten Teig verarbeiten. In Klarsichtfolie mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben.

Mozzarella zur Hälfte würfeln, die zweite Hälfte in dünne Scheiben schneiden. Mozzarellawürfel mit Ricotta, Sahne, aufgeschlagenem Ei, Salz und Pfeffer nach Geschmack, Muskat und Cayenne vermengen. Tomaten nach Größe halbieren oder in dicke Scheiben schneiden. Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Den Springformboden mit Backpapier auslegen, die Ränder mit Butter einfetten. Die Hälfte des Mürbeteiges zwischen den Händen schnell zu einer dünneren Scheibe formen, in die Springform legen und mit dem Handrücken oder den Fingern nach und nach bis zum Rand drücken und so einpassen. Die zweite Teighälfte nochmals halbieren, zu einer länglichen Rolle formen und mit einem Ende an den Rand der Springform legen. Mit den Fingern umlaufend den Teig dünn an den Rand drücken. Mit dem übrigen Teig ebenso verfahren. Käsemischung auf dem Boden verteilen und die Tomatenstücke mit der Schnittseite nach oben darauf legen. Die verbleibenden Mozzarellascheiben zwischen die Tomaten legen. Etwa 45 Minuten backen. Die Käsemischung muss gestockt sein und sollte einen schöne Bräune bekommen haben, auch der Rand der Tarte soll durchgebacken und gebräunt sein.

Tarte aus dem Ofen nehmen und in der Form weitere 5-10 Minuten abkühlen lassen. Rand vorsichtig mit einem Messer von der Springform lösen, Springformrand abnehmen und die Tarte entweder direkt in Stücken servieren oder auf einen Teller/auf eine Tortenplatte o.ä. anrichten. Frische Basilikumblätter zur Zierde auflegen.

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Diese Idee ist mein Beitrag zum monatlichen Ich backs mir-Blogevent von tastesheriff, dieses mal unter dem Motto Backen mit Kräutern.

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Unendliche Weiten

Das Salatuniversum ist unendlich. Selbst, wenn anzunehmen ist, dass es mindestens eine Sorte Obst geben muss, ergibt sich eine unüberschaubare Fülle von Kombinationsmöglichkeiten. Je nach „Grundlage“, Dressing und Extras. Saisonales Obst und Gemüse sind da gern gesehene Begleiter. Vielleicht erwartet man es nicht, aber Fenchel und Kirschen sind ein eingespieltes Dreamteam. Die nimmt man gerne zusammen mit auf die Reise durch die Galaxis. Das ätherisch süßliche Aroma des Fenchels lockt mehr Geschmack aus den süßen Knorpelkirschen vom elterlichen Baum. Zur Wildsalatmischung mit säuerlichem Ampfer, nussig-scharfem Rucola, Pimpinelle und Spitzwegerich ideal. Ein komplementäres Paar. Dazu ein wenig Ziegenkäse oder ein paar Späne Parmesan/Pecorino, ein cremiges mildes Dressing und schon hat man wieder genug Energie gesammelt für den Weg zum nächsten Reiseabschnitt.

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Für das Raumschiff-Logbuch:

Salat mit Kirschen und Fenchel

für eine Portion

– eine gute Handvoll Wildkräutersalat

– 10-12 Kirschen, gewaschen, halbiert und entsteint

– etwa 1/2 kleine Fenchelknolle (mit Kraut)

– ein daumengroßes Stück kräftigen Käse (Ziegenhartkäse, Parmesan, Pecorino o.ä.)

– 1/2 TL mittelscharfen Senf

– 1 TL Rotweinessig

– 1 TL fruchtigen Balsamessig (Holunderbeerenbalsamico)

– 1 EL Olivenöl

– Salz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer

Salat waschen, trockenschleudern,putzen und auf einem Teller anrichten. Fenchel waschen, trocken tupfen, Kraut abschneiden und fein hacken, beiseite legen. Fenchel mit Messer oder Gemüsehobel in feine Streifen schneiden, auf dem Salat verteilen, Kirschhälften dazugeben. Essig mit Salz und Pfeffer verrühren, Senf und Olivenöl zugeben und miteinander verschlagen, Fenchelgrün unterrühren. Dressing und fein gehobelten Käse über den Salat geben.

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Auch zu Tomaten und Burrata oder Mozzarella passen Kirschen gut.

Etwas Salz, Pfeffer, Basilikum und Olivenöl dazu – fertig!

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Dienstagsessen – Sommerlicher Orzosalat mit schwarzen Johannisbeeren und Pistazien

Warm, schwül und ein langer Arbeitstag. Da brauch ich kein warmes Mittagessen, sondern etwas Frisches, zum Mitnehmen geeignetes. Die ersten schwarzen Johannisbeeren sind reif, also schnell ein Rezept überlegt, wo die mit eingebaut werden könnten. Heraus kam ein frisch-säuerlicher Nudelsalat, der genauso gut picknick- und grilltauglich wäre und viel Platz für Variationen bietet.

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Orzo-Salat mit schwarzen Johannisbeeren

für eine Portion als Hauptmahlzeit oder 2-3 Portionen als Beilage

– 100g Orzo oder Risoni-Nudeln (jegliche andere kleine Nudelform geht auch, ich kann mir auch Couscous, Bulgur, Zartweizen, Reis,… vorstellen)

– 2-3 Frühlingszwiebeln

– 75g schwarze Johannisbeeren

– 100g bunte kleine Tomaten

– 2 Stengel glatte Petersilie

– 25g Pistazien, geröstet

– 1,5 EL fruchtiger Balsamessig (ich habe Holunderbeerenbalsamico verwendet, den ich nach diesem Rezept gemacht habe – ein Traum!)

– 1 TL Granatapfelessig

– 1 EL Rapsöl

– 2 Prisen gemahlene Chili (oder Pimentón de la Vera, dann schmeckt es rauchig)

– 1/2 Kugel Büffelmozzarella

– Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Orzo in reichlich gesalzenem Wasser nach Anweisung (etwa 5-7 Minuten) bissfest kochen,dann abgießen und abkühlen lassen. Dabei ab und an durchrühren, damit sie nicht aneinander kleben. Währenddessen die Johannisbeeren waschen, putzen (Stiele und Blütenansätze anknipsen) und abtropfen lassen. Frühlingszwiebeln putzen, mit dem Grün in feine Ringe schneiden und je nach Geschmack in etwas Öl andünsten, so dass sie keine Farbe annehmen, oder roh in eine Schüssel geben, Johannisbeeren, gewaschene geviertelte Tomaten und abgekühlte Nudeln dazugeben. Petersilie waschen, trocken abtupfen und, wie auch die Pistazien, grob hacken, dazugeben. Essige mischen, Salz und Pfeffer sowie Chili dazugeben und verrühren, Öl zugeben und alles verschlagen. Unter den Salat mischen.

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Anstelle von Pistazien funktionieren auch Wal- oder Haselnüsse, Mandeln. Wer keine Johannisbeeren mag, kann gern Brombeeren (etwas kleinschneiden?) oder/und Granatapfelkerne verwenden, probiert anderen Käse,…

Sia fragte in ihrem Blogevent „Auf die Nudel, fertig, Pasta!“ nach Nudelrezepten. Das ist mein Beitrag dazu.

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