Vorgeschmack

Sie blühen, erste kleine Beeren sind schon zu sehen! Die Johannisbeerbüsche im Garten werden gut tragen. Weiße und rote Beeren habe ich quasi geerbt, ein Stämmchen mit schwarzen Johannisbeeren mitgebracht. Ich selbst mag die roten und weißen Beeren nicht so gerne pur, aber gern gebacken. Darum muss ich wohl etwas kämpfen, denn ich habe hier einen, der die Beeren sofort vom Strauch naschen wird.

Da hilft nur der Konkurrenz die Beeren in Kuchen und Desserts schmackhaft zu machen! Hier allerdings noch mit eingefrorenen Früchten.

IMG_5691

Am Muttertag gab es ja nicht nur die Rhabarberscones, sondern auch einen Johannisbeerkuchen. Das war tatsächlich eine Resteverwertung im besten Sinne. Eigentlich wollte ich nämlich Heidesand mit ins Paket für meine Mama (die Heidesand liebt) packen.. doch.. es kam anders. Der Teig für den Schokoheidesand war schon vor dem Backen „mürbe“, krümelig und wurde auch nach ewiger Kühlzeit nicht fest. Also hatte ich mehr als genug Schokostreusel produziert, die eben anderweitig eingesetzt werden konnten.

Auf Pinterest (Fundgrube für fast alles) wurde ich dann fündig: Quarkkuchen mit roten Johannisbeeren und Schokostreuseln. Na bitte! Der Mann war aufgrund der Beeren mit im Boot (der mag nämlich eigentlich keinen Käse-/Quarkkuchen). Und weil er lecker war, landet er auch hier mit meinem abgewandelten Heidesandstreuselteig auf dem Blog.

IMG_5668

Johannisbeerquarkkuchen mit Schokostreuseln

für eine 26cm Springform

  • 330g Butter
  • 30g dunkle Kuvertüre (mind. 70% Kakaoanteil), grob gehackt
  • 300g Zucker
  • 50g Vanillezucker
  • 1/8 TL Meersalz
  • 400g Mehl
  • 4 EL Kakaopulver
  • 500g Magerquark
  • 300g rote Johannisbeeren (aufgetaut & abgetropft)
  • 3 Eier
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver (oder man mischt selbst 5 EL Speisestärke, 1 EL Vanillezucker)

230g Butter in einer Pfanne leicht bräunen, Kuvertüre dazugeben und einrühren. In eine größere Schüssel füllen und im Kühlschrank fest werden lassen. Dann schaumig rühren, dabei nach und nach 250g Zucker und das Salz unterrühren.

Mehl und Kakaopulver in die Schüssel sieben und schnell mit den Händen zu einem krümeligen Teig verkneten. (Sollte das hier bei euch tatsächlich einer Heidesandmischung entsprechen, könnt ihr natürlich Rollen formen, in etwas Zucker wälzen, in Frischhaltefolie gepackt 1 Stunde kühlen. Dann bei 160°C Umluft in Scheiben von etwa 0,7cm Dicke etwa 15-18 Minuten backen.)

Kühl stellen. Währenddessen restliche weiche Butter mit dem verbleibenden Zucker & Vanillezucker schaumig schlagen, dann Eier nacheinander unterrühren. Quark mit Puddingpulver (resp. Stärke & Zucker) einrühren.

Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. In einer gefetteten Springform die Hälfte der Streusel als Boden andrücken, Quarkmasse darüber geben und die Johannisbeeren darauf verteilen, darüber die restlichen Streusel. 50-55 Minuten backen. (Stäbchenprobe), vollständig auskühlen lassen.

Quelle: Welt der Köstlichkeiten

IMG_5678IMG_5689

Von Überfluss und Mangel

Es wäre eine Wiederholung, sollte ich die mal wieder anführen, wie knapp doch die Zeit ist. Die freie Zeit ging dennoch so schnell rum. Der Osterurlaub auf Usedom mit der Familie war verregnet, daher gibt es tatsächlich auch kein einziges Strandbild von mir. Da sich jedes zweite Familienmitglied berufen fühlte, einen Kuchen zur österlichen Kaffeetafel beizusteuern, war hier jedoch Überfluss gegeben.

IMG_5557

Zu spät für dieses, aber vielleicht passend für das nächste Jahr als Nachtrag noch das Karottenkuchenrezept von mir (ich habe die Zutaten für ein Blech verdoppelt, Aprikosenmarzipaneier und Mandeln in Kakaohülle sowie diverse Schokoeier darauf gegeben). Rückblickend zum letzten Jahr – auch hier gab es Karottenkuchen und auch Soleier – wieder passend, denn so ein Kuchen hält sich einfach über mehrere Tage gut und wird sogar besser.

IMG_5558

Und – die Mama hat auf unterschwelliges, wirklich sehr subtiles Bitten von meiner Seite her – tatsächlich den gern getrunkenen Mälzer’schen Orangeneierlikör gemacht – noch ein Rezept für eine eventuelle Eierlikörschwemme. Mal ohne Kuchen und ohne Backen, ohne Zabaione oder Eis. Aber lecker – sogar vom eierlikörverschmähenden Freund als gut trinkbar befundenen – Longdrink.

IMG_5570

Frozen Eierlikör Daiquiri

für 2-3 Gläser

  • 200ml Eiswürfel oder Crushed Eis
  • 125ml (Orangen)Eierlikör
  • 200ml Zitronenlimo (ich: Holsten Fassbrause Zitrone, also quasi alkoholfreies Radler oder Alster)

Eis und Eierlikör mit Standmixer oder dem Pürierstab zerkleinern, auf die Gläser auffüllen und mit Zitronenlimo/Radler auffüllen.

Quelle: lecker.de

Herzlichst

img_5166

Blumenhändlergroßkampftag, Süßigkeitenoffensive, Rosaextremexpressionismus.. Schon aufgrund der so überproportional eingesetzten Farbe rosa bin ich nicht unbedingt der große Valentinstagsfreund. Ok, ein Anlass die Liebe im Allgemeinen zu feiern, ist schön. Keine Frage, dagegen bin ich definitiv nicht. Auch, wenn ich finde, dass es nicht zwingend eines besonderen Tages bedarf, um seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen.

Die zunehmende Vermarktung finde ich eher bedenklich (ebenso wie Halloween, aber auch die größeren Festtage wie Weihnachten und Ostern). Schließlich sind kleine Aufmerksamkeiten und Geschenke nicht teuer, sondern kreativ! (Hier gibt es unzählige Ideen, die so gut wie nichts kosten.) Und auch hier gibt es kleines Naschwerk, das nicht viel kostet, unkompliziert und lecker ist. Zudem könnt ihr die Füllung ganz nach eurem oder dem Geschmack eures Liebsten abwandeln!

Meine herzigen Hefeteilchen habe ich mit weißer Schokolade und meiner Holunder-Apfel-Marmelade gefüllt.

img_5163

Hefeherzen mit weißer Schokolade und Marmelade

für 24 Herzen

  • 21g Frischhefe
  • 100ml Milch, lauwarm und etwas zum Bestreichen
  • 110ml Wasser, lauwarm
  • 5g Salz
  • 40g Rohrohrzucker
  • 4g Vanillezucker
  • 125g Weizenvollkornmehl
  • 375g Weizenmehl 550 und etwas zum Ausrollen
  • 1 Ei
  • 30g Butter, geschmolzen
  • etwas Raps- oder Sonnenblumenöl
  • 20g geschmolzene Butter zum Füllen
  • 1 EL Espresso oder Rum
  • 100g weiße Schokolade
  • etwa 250-300g Marmelade
  • Puderzucker zum Bestäuben

Wasser und Milch vermischen, die Hefe hineinbröseln. Salz, Zucker, Vanillezucker und die beiden Mehlsorten dazugeben. Ei aufschlagen und verquirlen. Die Hälfte mit der geschmolzenen Butter zu den Teigzutaten geben und alles gut für ein paar Minuten verkneten. Der Teig sollte wenig kleben. In eine mit etwas Öl ausgestrichene Schüssel geben, abdecken und für 1,5 Stunden an einem warmen Ort auf etwa doppelte Größe aufgehen lassen (z.B. im Backofen mit eingeschaltetem Licht).

Schokolade hacken. Butter für die Füllung mit Espresso/Rum vermengen.

Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche auf etwa 25x50cm ausrollen. Mit der Buttermischung bestreichen, dabei die Längsränder etwas aussparen. Schokolade darauf verteilen und mit Marmelade bestreichen. Von den Längsrändern her gleichmäßig zur Mitte einrollen, dabei etwas Platz in der Mitte lassen (1-1,5cm). Mit einem scharfen Messer in 1,5-2cm breite Scheiben schneiden und auf zwei mit Backpapier oder -folie ausgelegten Backblechen verteilen. Dabei Platz zwischen den Herzen lassen und noch etwas zum Herz nachformen. Eine weitere halbe Stunde warm gehen lassen.

Backofen auf 175°C Umluft aufheizen. Inzwischen die Herzen mit dem verbliebenen Ei und etwas Milch bestreichen (alternativ kann auch übrige Buttermischung für die Füllung benutzt werden, das gibt eine knusprige Kruste und ein schönes Aroma).

Für ca. 25 Minuten backen. Danach die Bleche auf einem Rost auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben.

Einen schönen Valentinstag – auch ohne Kommerz – an alle Paare & Singles! ♥

img_5164

Für Schneckenliebhaber

img_4270

Noch ein Kuchen – aber ich backe nicht nur. Dieser Kuchen kam jedoch so gut an, dass ich das Rezept teilen möchte. Und es ist schon wieder ein Schneckenkuchen, der 5. bereits, den ich hier verblogge. Aber diese Sorte Kuchen ist schön anzusehen und dabei gar nicht schwer zu machen.Die Füllungen sind genauso variabel wie für Hefe- oder andere Zöpfe (welche eine Alternative zu den Schnecken wären) und man kann sie durch das Backen in einer (Spring)Form gut transportieren.

Die Schnecken heute sind mit Kürbisbutter gefüllt. Schneckenkuchen mit Kürbis habe ich bereits vor einem Jahr hier gezeigt, aber da kam das Gemüse in den Teig, nicht in die Füllung. Als Guss kommt nussiges Sesammus – Tahini – dazu. Ein perfekter Partner für den süß-erdigen Kürbis.

img_4257

Bei meiner Menge Kürbisbutter blieb am Ende noch etwas übrig, was sich aber zum einen zum Bereiten von Kürbis-Latte (Rezept unten), aber auch für eine Füllung für Filoteig oder Crêpes sowie als Brotaufstrich (passt sehr gut zu Käse!) eignet.

img_4265

Der Hefeteig stammt vom Mohnzopfrezept und wird mit einem Vorteig (Biga) bereitet, der 10-12 Stunden Zeit zum Entwickeln benötigt.

Hefeschneckenkuchen mit Kürbisbutter und Tahiniguss

für eine Springform mit einem Durchmesser von 26-28cm

für den Teig

Biga

  • 2g frische Hefe
  • 125g Mehl 405
  • 75ml lauwarmes Wasser
  • 75ml lauwarme Milch

Die Hefe zum Mehl in eine Schüssel fein zerkrümeln und mit Milch und Wasser zu einem flüssig-zähen Teig verrühren (Holzlöffel). Schüssel mit Frischhaltefolie bedecken und bei Raumtemperatur mindestens 12h gehen lassen.

für die Kürbisbutter

  • ein kleiner Hokkaido ungeputzt ca. 1kg
  • 1/4 TL frischer, fein geriebener Ingwer
  • 50ml Apfelsaft
  • 100g weicher brauner Zucker (ich: Tate & Lyle Dark soft brown)
  • 1 TL Zimt
  • 1/8 TL geriebene Muskatnuss
  • 1/8 TL gemahlene Nelken
  • 1 TL Orangensaft
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Orangensalz

Den Kürbis waschen und putzen, dabei Stiel, Blütenansatz und Kerngehäuse entfernen. Mit Schale in etwa gleich große Würfel (etwa 2cm Kantenlänge) schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen. Im Ofen bei 180°C ca. 30-35 Minuten garen, bis der Kürbis weich ist. Etwas abkühlen lassen.

Dann mit den restlichen Zutaten pürieren. Wer mag, kann die Mischung noch durch ein Sieb passieren, darauf habe ich verzichtet.

img_4232

weitere Zutaten für den Teig

  • 375g Mehl 550 und etwas zum Kneten
  • 10g Vanillezucker
  • 40g Zucker
  • 1 TL Salz
  • 3g frische Hefe
  • 100ml lauwarme Milch und etwas zum Einstreichen
  • 50g weiche Butter in Flöckchen und etwas zum Einfetten der Form

Alle Zutaten  zum Vorteig geben und mindestens 5 Minuten lang zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Dieser sollte nicht mehr kleben. In einer abgedeckten Schüssel an einem warmen Ort (z.B. Backofen mit eingeschaltetem Licht) gehen lassen, bis der Teig sich in seinem Volumen verdoppelt hat, etwa 1-2h.

Springform mit Backpapier auslegen (Boden) und den Rand fetten. Den Teig kurz durchkneten (ggf. mit etwas Mehl bestäuben), zu einem großen Rechteck mit etwa 40 x 60 cm Kantenlängen ausrollen. Mit der Kürbisbutter etwa 0,5 cm dick bestreichen, dabei an einer langen Seite etwas Platz lassen. Von der langen Seite her aufrollen und anschließend in etwa 2 cm breite Scheiben schneiden. In die vorbereitete Springform geben, dabei etwas Platz zwischen den einzelnen Scheiben lassen. Erneut 30 Minuten warm gehen lassen.

Dann mit etwas Milch oder Sahne einpinseln und bei 200°C Ober-/Unterhitze 15 Minuten backen. Hitze auf 175°C reduzieren und weitere 10-12 Minuten backen. (Stäbchenprobe)

für den Tahiniguss

  • 60g Puderzucker, gesiebt
  • 3 EL gut durchgerührtes Tahini (Sesammus, erhältlich im Feinkostregal, Biomarkt oder asiat./oriental. Supermarkt)
  • 2,5 EL Wasser

Alle Zutaten gut miteinander verrühren und über den noch warmen Kuchen geben.

Falls ihr Gefallen an den Schnecken bekommen habt, und weitere Ideen ansehen möchtet, werdet ihr bei mir hier fündig: Kirschschnecken mit Zitronenguss, Schneckenkuchen mit Schoko-Kaffee-Füllung und Frischkäseguss mit Espressosirup, Hefeschnecken mit Schlehenmus und Walnusskrokant, Kürbis-Zimtschnecken mit Haselnüssen und Frischkäseguss

img_4260

Kürbis-Latte

für ein Glas/eine Tasse

  • 2 EL Kürbisbutter
  • 200-250ml Milch
  • Zimt oder Kakaopulver zum Bestäuben

Die Milch erhitzen, bis sie dampft. 50-100ml davon abnehmen und aufschäumen. Die restliche Milch mit der Kürbisbutter in einem hohen Gefäß pürieren. Wer keine Stückchen im Getränk möchte, passiert die Mischung durch ein feines Sieb.

Milchschaum auf die Kürbismilch geben und nach Wunsch mit Zimt oder Kakao bestäuben.

Schlangenbeschwörung a cappella

img_4216

img_4202

Schon als kleines Kind habe ich auf Töpfen rumgetrommelt. In der Küche auf dem Boden sitzend, während Mama kochte. Meine Eltern haben mich aber auch im Sinne der musikalischen Frühförderung mit Triangel, Blockflöte, Xylophon etc ausgestattet. Lange durchgehalten habe ich nie, auch, weil ich keinen Unterricht hatte und es selbst nicht so einfach war, der Mundharmonika angenehme Töne zu entlocken. Manchmal wäre es schön, ein Instrument spielen zu können, aber das ist ein Umstand, den man bedauern kann aber nicht muss. Es gibt ja genug anderes, dass man bespielen kann und bei dem die Zeit besser aufgehoben ist. Für mich zumindest. Schließlich hat nicht jeder Talent zum Musizieren. Im Chor habe ich meist nach Gehör gesungen, das Notenlesen dauert für mich ohne Übung einfach zu lange. Und für mein Wunschinstrument (Querflöte, Ian Anderson ist schuld) wäre das wohl sinnvoller.

Nun denn, während man diese Marokkanische Schlange zubereitet, kann man auf die typische Flöte getrost verzichten. Es braucht allerdings etwas Geschick (oder etwas mehr Teig zum Flicken). Die M’han(n)cha/M’hencha ist ein typisch orientalisches Gebäck. Knuspriger hauchdünner Filoteig, eine reichhaltige Füllung. In diesem Fall mit Mandeln, Pistazien, Rosenwasser und Zitrusaromen, aber es gibt ebenso Rezepte mit getrockneten Feigen oder Datteln und auch herzhafte Füllungen.

img_4213

Hier ein Jamie-Rezept. Perfekt für die kälter werdenden Tage.

M’hancha mit Mandeln und Pistazien

für einen Kuchen von ca. 25cm Durchmesser

  • eine Packung Filoteig (es wird nicht alles gebraucht)
  • 375g weiche Butter und etwas geschmolzene Butter
  • 375g Puderzucker und etwas zum Bestreuen
  • 3 große Eier
  • 375g gemahlene Mandeln
  • Schale von einer unbehandelten Zitrone
  • Schale von einer unbehandelten Orange
  • 4 EL Rosenwasser
  • 1 gehäufter EL Mehl
  • 50g Pistazien, grob gehackt (ich: geröstet)

Filoteig und Eier sollten Zimmertemperatur haben, daher rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Butter und Puderzucker mit dem Mixer cremig rühren. Dann die Eier nacheinander unterschlagen. Die Mandeln, Zitrusschalen, Rosenwasser, Mehl und Pistazien unterrühren.

Filoteig auf einer trockenen Arbeitsplatte miteinander überlappen auslegen. Die Füllung vorsichtig dünn verstreichen. Dabei nach oben und unten und am ersten bzw. letzten Filoteigblatt auch an der jeweils äußeren Seite Platz lassen (nach außen ca. 7cm, nach oben/unten ca. 3cm). Vorsichtig zu einer Spirale/Schlange zusammenrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech geben. Falls der Teig bei der Prozedur reißt, die bestroffenen Stellen mit Stücken Filo und etwas flüssiger Butter „kitten“. Mit flüssiger Butter bestreichen und 30-40 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Umluft) goldbraun backen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

img_4221

img_4223

img_4205

Kirschen und Meer

Sind sie nicht süß? Die Tassen, Löffel und Schalen, meine ich, nicht die Kirschen! Die Scones sind nämlich mit Sauerkirschen gebacken.

img_3553

Aber erstmal langsam.. Als ich die schöne Walkeramik gesehen habe, gab es einen Kaufreflex, dem ich mich nicht widersetzen konnte (und wollte!). Mal davon abgesehen, dass das Blau so schön in meine neue Küche passt, finde ich das maritime Design einfach niedlich. (Die Butterdose gibt es hier, die Tasse hier, die Schalen sind leider ausverkauft. Alles übrigens von Two’s Company.)

img_3533

Die Sauerkirschen stammten noch aus dem TK-Vorrat und aus Omas Garten, gebacken habe ich die Scones noch im alten Zuhause kurz vor dem Umzug. Neben den Sauerkirschen enthalten sie Marzipan, beides macht sie so saftig, dass man gar keine Marmelade oder ähnliches braucht!

img_3551

Sauerkirschscones mit Marzipan

Für eine kleine Form von 20cm Durchmessen bzw. 6-8 Scones

  • 200g Mehl
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 2 EL Zucker
  • 1/4 TL Salz
  • 6g (1,5 TL) Backpulver
  • 85g kalte Butter
  • 125 ml Sahne und etwas zum Bestreichen
  • 200g Sauerkirschen, (aufgetaut und) abgetropft
  • 75g Marzipan

Marzipan fein würfeln, Butter in größere Würfel schneiden. Backofen auf 190°C vorheizen.

Mehl mit den anderen trockenen Zutaten mischen und die kalten Butterwürfel mit den Händen zügig unterarbeiten. Sahne zugeben und alles zügig zu einem homogenen Teig verarbeiten. Kirschen und Marzipanwürfel unterkneten und in eine gefettete/mit Backpapier ausgelegte (ich fette den Rand und lege den Boden aus) Springform geben. Teig gleichmäßig hoch in die Form drücken und mit einem Messer 6 oder 8 gleichgroße (Torten)Stücke schneiden (ohne das Backpapier zu beschädigen).

Im Ofen 20-25 Minuten backen (Stäbchenprobe). Herausnehmen und (weitestgehend) auskühlen lassen.

img_3535

img_3542

Doppelt beerig II

Teil zwei der Pfefferbeereninspiration:

img_3587

Nach der gepfefferten Johannisbeerschorle kam mir schnell die Idee ein Gebäck mit der Kombination Johannisbeere-rosa Pfeffer zu testen. Da ich noch die letzten Johannisbeeren der letztjähigen Ernte und eingefrorenes Eiweiß verbrauchen wollte, passte das sehr gut. So entstanden diese Friands (die größeren Brüder der Financiers, die ohne gebräunte Butter auskommen). Die Beeren sind zwar weiß, aber geschmacklich ein toller Partner zu weißer Schokolade und zum rosa Pfeffer.

img_3603

Johannisbeerfriands mit rosa Pfeffer und weißer Schokolade

für ca. 16 Friands in Muffingröße (12er Blech)

  • 175g Butter
  • 200g weiße Schokolade
  • 6 Eiweiß
  • 125g gemahlene Mandeln (mit oder ohne Haut, ich: mit)
  • 200g Puderzucker (& nach Belieben mehr zum Bestreuen)
  • 80g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 125g weiße Johannisbeeren (wenn aufgetaut, dann den Saft weitestgehend abgießen)
  • 1 EL rosa/rote Pfefferbeeren (Schinusfrüchte)

Butter und die Hälfte der weißen Schokolade über einem Wasserbad schmelzen. Handwarm abkühlen lassen.

Währenddessen restliche Schokolade fein hacken und Pfeffer im Mörser zerstoßen. Ofen auf 160°C Umluft vorheizen (sonst 180°C) und Form fetten bzw. mit Papierförmchen auslegen.

Eiweiß halbsteif schlagen, Prise Salz einrieseln lassen. Butter-Schokomischung zugeben und gut einrühren. Unter Rühren Puderzucker und Mandeln zugeben, zuletzt das Mehl und den Pfeffer.

Restliche Schokolade unterrühren. Muffinformen zu 3/4 mit dem Teig füllen, dann etwa 1 TL Johannisbeeren in die Mitte geben. 20-25 Minuten goldbraun backen bis der Teig nicht mehr bei der Stäbchenprobe am Holz kleben bleibt. Auskühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen. Nach Belieben mit Puderzucker bestreuen.

img_3597

Die Fotos sind im beginnenden Umzugschaos entstanden, die sollten euch vom Nachbacken nicht abhalten!

Spiralcerisium

Schon vor zwei Tagen wollte ich das posten.. aber im Moment ist die Zeit fürs Bloggen knapp. Auf dem Balkon blühen meine Lieblinge (Hosta) und ich bekomme in diesem Jahr kaum etwas davon mit. Alles will in Kisten verpackt werden, der Umzug steht an. Im Zuge dessen werden auch die letzten tiefgekühlten Vorräte verbraucht, was unter anderem zu diesem Kuchen führte: Kirschschnecken mit Zitronenguss.

IMG_3502

Das Rezept dafür stammt aus einer älteren Lecker Bakery (ihr findet es aber auch hier) und ich habe es nur minimal verändert, weil mir das Original nicht zitronig genug war. Im Sommer darf es gern etwas mehr brizzeln!

IMG_3508

 

Der Quark-Öl-Teig ist schön saftig und schmeckt auch noch am (über)nächsten Tag, natürlich aber immer am besten am Tag der Zubereitung. Und das Rezept funktioniert natürlich auch mit jeglicher Sorte Beeren oder anderen Steinfrüchten. Bei den zarten Himbeeren sollte man den Anteil der Marmelade allerdings vielleicht erhöhen.

IMG_3500.JPG

Kirschschnecken mit Quark-Öl-Teig und Zitronenguss

für eine Springform von 26 cm Durchmesser

  • 225g Mehl und etwas zum Ausrollen und Ausmehlen der Form
  • 7g Backpulver (1/2 Päckchen)
  • 68g Vanillezucker (selbst angesetzt)
  • 1 Prise Salz
  • 50ml Milch
  • 50ml neutrales Öl (ich habe Rapsöl verwendet) und etwas zum Einfetten der Form
  • 125g Magerquark
  • 500g Sauerkirschen (entsteint, aufgetaut, Saft abgegossen)
  • 125g Sauerkirschkonfitüre (mit Vanille)
  • 75g Puderzucker
  • 1,5 EL Zitronensaft, frisch gepresst
  • Abrieb von 1/2 großer Zitrone

Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Zucker und Salz) vermengen und mit Quark, Öl und Milch zu einem homogenen Teig kneten. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt mind. 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen.

In der Zwischenzeit die Form mit wenig Öl einpinseln und mit Mehl ausstreuen. Überschüssiges Mehl durch Abklopfen lösen und auskippen. Marmelade (in der Mikrowelle) leicht erwärmen und mit den Kirschen glattrühren.

Wenn der Teig kalt genug und formbar ist, den Ofen auf 175°C Umluft vorheizen und den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem etwa backblechgroßen Rechteck ausrollen. Die Kirschen mit etwas Luft zum breiteren Rand gleichmäßig auf dem Teig verstreichen. Von der Längsseite her aufrollen und die Schlusskante etwas andrücken. In etwa 2-3 cm breite Scheiben schneiden und in die vorbereitete Springform legen. Für 20-25 Minuten backen (Stäbchenprobe), dann auf einem Gitter nicht ganz vollständig auskühlen lassen.

Puderzucker und Zitronensaft glattrühren und auf den noch warmen (nicht heißen) Kuchen geben. Mit Zesten bestreuen und gänzlich abkühlen lassen.

IMG_3504

Mit ganzen Früchten – Orangenkuchen nach Yvette van Boven

Der erste Happen vom Kuchen verschwand im Mund. Dann große Augen: „So orangig!“ Und die Ankündigung, dass damit der erste Geburtstagswunsch feststeht. „In groß!“

Ok, verstanden. Auch bei den Kollegen kam der Kuchen gut an – er war meine glutenfreie Alternative auf dem Kuchenbuffet.

IMG_3242

Orangiger kann ein Kuchen in der Tat kaum sein, denn hier wird die Frucht gänzlich verarbeitet. Das Kochen der ganzen Orangen kostet etwas Zeit, aber dafür ist die Zubereitung sehr unkompliziert. Anstelle von Mehl werden gemahlene Mandeln und Polenta verwendet und wer möchte gibt noch in Sirup gegarte Orangenscheiben auf den Kuchen.

Orangenkuchen mit Polenta nach Yvette van Boven

für eine Springform von 18-20cm Durchmesser (für einen Durchmesser von 26-28cm Zutaten verdoppeln)

  • 1 Bioorange (& eine weitere für den Belag)
  • Saft von 1/2 Zitrone (1,5-2 EL)
  • 50g Polenta
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 TL selbst angesetzten Vanillezucker
  • 50g gemahlene Mandeln (müssen nicht blanchiert sein)
  • 3 Eier
  • 125g Rohrohrzucker (& 65g für den Belag)

Die Orange in einem Topf (nahezu) vollständig mit Wasser bedecken und mit Deckel eine Stunde lang kochen, bis die Orange weich ist. 125ml Wasser abmessen und beiseite stellen, restliches Wasser abgießen. Orange abkühlen lassen.

Für den Belag die zweite Orange nach Wunsch wie zum Filetieren schälen. Dazu oberes und unteres Ende quer abschneiden, die Orange auf ein Brett o.ä. stellen und dann die Schale mit einem scharfen Messer von oben nach unten kurvenförmig abschneiden. Die weiße Haut sollte eben gerade entfernt worden sein.

Man kann die Orangen auch einfach quer in dünne Scheiben (2-3mm) schneiden. Die Schale wird beim Kochen weich, aber das schmeckt nicht jedem.

Das aufgefangene Wasser und den Zucker für den Belag dann im Topf wieder aufkochen lassen und rühren, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist.  Die Orangenscheiben vorsichtig dazugeben und einmal im Sirup aufkochen lassen. Den Topf von der Flamme nehmen und abkühlen lassen. Die abgekühlten Orangenscheiben dann abtropfen lassen. Den Sirup kann man sehr gut für das Aromatisieren von Wasser, Tee oder anderen Getränken nutzen oder ihn auf Joghurt geben.

Form mit Backpapier auskleiden (Boden) und Rand einfetten. Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Orange in einem hohen Gefäß pürieren, dabei auf Kerne achten und diese ggf. entfernen. Mit Polenta, Mandeln und Backpulver und Vanillezucker mischen.

In einem zweiten Gefäß die Eier mit Zucker weiß schaumig schlagen und die Orangenmasse vorsichtig darunterrühren (Löffel, kein Mixer). In die Form geben und glatt streichen. 30-35 Minuten goldbraun backen, bei größerer Form ggf. länger (Stäbchenprobe!). Auskühlen lassen, dann mit Orangenscheiben belegen.

Schmeckt pur, mit einem Klecks saurer Sahne oder einer Kugel Vanilleeis. Da der Kuchen lange frisch bleibt, eignet er sich auch gut für ein Picknick und kann problemlos 2 oder 3 Tage nach Zubereitung genossen werden.

IMG_3255

IMG_3247

Quelle: Home Made

Die Frage „Können wir das nicht auch mit Limetten machen?“ wird dann wohl demnächst beantwortet. Ich denke, hierzu sollte dann tatsächlich etwas milchsaures zum Ausgleich dabei sein. Abwarten!