Saure Kirschenzeit

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Hach ja. Alle Jahre wieder: Drei Flocken fallen vom Himmel und (nicht nur) Lübeck versinkt im Chaos – Busse fahren eingeschränkt oder gar nicht, Autofahrer schleichen, nichts ist geräumt, gestreut. Und dass, obwohl der Wetterbericht ja schon seit Tagen Schnee vorhersagt. Aber gut, dann nehme ich eben eine doppelte Fahrzeit in Kauf, höre dabei einen Podcast oder Hörbuch* und lass mich nicht ärgern. Nützt ja nichts!

Im Moment haben wir recht wenig wirkliche Ruhezeit. Von der Arbeit zum Einkaufen nach Hause, Arbeit, Haushalt, Jans Hobbykeller fertig machen. Essen, duschen, schlafen. Puh.

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Aber wir versuchen das einigermaßen auszutarieren. Nichts soll zu kurz kommen, auch, wenn das nicht immer einfach ist. Zur Zeit gibt es bei uns daher abends oft Salate, die gut sättigen und schmecken und auch am nächsten Tag noch gut sind, wenn wir sie zum Mittagessen mitnehmen. Wegen der großen Fülle an Rezepten wird immer neu probiert und auch einige Rezepte, die ich schon seit Ewigkeiten gespeichert habe, werden getestet.

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Richtig gut hat uns dabei ein Salat gefallen, der auch wunderbar aussieht als Beilage geeignet ist, aber auch für sich selbst funktioniert: Salat mit Buchweizen, Reis und getrockneten Sauerkirschen. Dabei ist wirklich alles: süßsaure Kirschen, knackige Haselnüsse, der nussige Buchweizen, voller, nährender Reis und frische Kräuter. Dazu scharfe Frühlingszwiebeln und ein zitroniges Dressing. Was will man mehr? Im Winter wie Sommer ist dieser Salat eine gelungene Kombination von Aromen.

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Buchweizen-Reis-Salat mit Sauerkirschen und Haselnüssen

für 4-6 Portionen als Hauptgericht

  • 125g Buchweizen
  • 75g Haselnüsse
  • 130g Schwarzer Reis*
  • 150g Naturreis
  • 1 Bio-Zitrone, Schale und Saft
  • 130ml Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100g getrocknete Sauerkirschen
  • 5 Frühlingszwiebeln
  • etwa 30g Petersilie (1 großes Bund)
  • 10g Basilikumblätter
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Zwei Handvoll Salat z.B. Rucola oder Feldsalat

Zunächst nacheinander Buchweizen und Haselnüsse fettfrei in einer Pfanne anrösten, bis sie aromatisch duften. Die Haselnüsse in ein sauberes Geschirrtuch geben und die Samenschalen abreiben.

Den Reis nach abnehmender Garzeit zubereiten. Dazu einen ausreichend großen Topf mit gesalzenem Wasser aufkochen und zunächst den schwarzen Reis zugeben. Etwa 20 Minuten kochen. Der Reis ist noch nicht gar. Nun den Naturreis zugeben und weitere 10 Minuten zusammen köcheln lassen. Zum Schluss den gerösteten Buchweizen zufügen und weitere 12-15 Minuten gar kochen lassen. Alle (Pseudo-)Getreide sollten gar aber bissfest sein.

Abgießen und kurz mit kaltem Wasser überbrausen.

Haselnüsse grob hacken, Frühligszwiebeln putzen, waschen und in feien Ringe schneiden. Die Zitrone heiß waschen, abreiben und die Schale mit einem Sparschäler so dünn abschneiden, dass keine weiße Haut auf der Unterseite zu sehen ist.

Die Zitronenschale in eine Pfanne geben, das Olivenöl zufügen und auf mittlerer Hitze erwärmen. Sobald die Zitronenschale leichte Bläschen wirft, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Knoblauch schälen und sehr fein schneiden, Kirschen je nach Wunsch grob hacken. Kräuter waschen, Blätter abzupfen und trocken tupfen, grob hacken. Salat waschen und putzen.

Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Kirschen, Nüsse mit den Reissorten und dem Buchweizen in einer großen Schale mischen.

Nach Belieben die Zitronenschale aus dem Öl nehmen und das Öl (zumindest den Großteil) mit zwei EL gepresstem Zitronensaft und Salz und Pfeffer verschlagen, über den Reis geben. Mit Kräutern und Salat servieren.

Quelle: Ottolenghi

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Kochbuchchallenge 6.2: Salate zum Sattessen

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„Sei nicht böse, aber das Leckerste daran ist für mich das Brot.“ Ok, das Brot war unheimlich lecker (es war übrigens das hier, noch in der Grillpfanne angeröstet). Der Salat war eher nach meinem Geschmack, aber damit kann ich leben. Es gab „Romanesco-Haselnuss-Taboulé mit Coffee-Dressing“ – klingt spannend, oder? Ich hätte mir etwas mehr Spannung erwartet, aber ein paar Ideen, wie man das hinbekommt, habe ich, dazu später.

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Das Rezept stammt aus der Rubrik Delight des Buches, ist also kalorientechnisch gut vertretbar (365kcal/Portion). Meine Ideen würden da ein paar kJ dazuaddieren, damit könnte ich aber leben.

Ok, das Prinzip kenne ich schon von Herrn O.: Der raspelt rohen Blumenkohl klein (so wie man auch den Low-Carb-Reisersatz herstellen würde) und würzt ihn mit einem Senfdressing und gerösteten Kreuzkümmelsamen. Hier wird Romanesco verwendet, der geschmacklich keinen großen Unterschied macht und den Bulgur ersetzt, der sonst Hauptbestandteil der Taboulé darstellt. Dazu kommen knackige geröstete Haselnüsse, viel frische Petersilie (da sind wir wieder bei der Vorlage)und ein Dressing, welches ebenfalls Senf, Agavensirup und eben auch frisch gemahlenen Kaffee beinhaltet. Letzterer ist allerdings nur dezent wahrzunehmen (trotz Espresso-Bohnen).

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Alles soweit so gut, aber geschmacklich noch nicht die Bombe. Was fehlt? Zum Beispiel getrocknete Früchte. Cranberries oder Kirschen. Und/oder Feta/krümeliger Ziegen- oder Schafskäse. Ich denke, dann ist der Salat eine Wucht. Nicht mehr ganz so Delight aber eine Spur leckerer!

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Der Salat eignet sich übrigens auch gut zum Mitnehmen, das Dressing muss sowieso einige Zeit einziehen.

Aber erstmal zum Originalrezept:

Romanesco-Haselnuss-Taboulé mit Coffee-Dressing

für 2 Portionen

  • 50g Haselnüsse (schon geröstet und gehackt oder ganz)
  • 350g Romanesco
  • 2 Bund glatte Petersilie
  • 2 EL Apfelessig
  • 2 EL Apfelsaft
  • 2 TL Dijonsenf
  • 2 TL Agavensirup (-dicksaft)
  • 1TL frisch gemahlene Kaffeebohnen
  • 1/4 TL Cayenne
  • 2 EL geröstetes Haselnussöl (ich: Walnussöl)
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Wenn die Haselnüsse noch geröstet werden müssen, diese ganz in einer Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze etwa 6-7 Minuten rösten, dabei öfters schwenken, bis sie aromatisch duften. Dann in einem Küchentuch abreiben, sodass die braune Haut abgelöst wird. Grob hacken.

Den Romanesco waschen, die Blätter entfernen und auf einem Gemüsehobel fein reiben (ich verwende auch die zarten Teile des Strunks). Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blättchen grob hacken.

Für das Dressing Apfelsaft und -essig mit Salz und Pfeffer würzen, Senf, Agavensirup und die gemahlenen Kaffeebohnen zugeben. Cayenne unterrühren und alles mit dem Öl verschlagen.

In einer Schüssel den Kohl, Petersilie und Haselnüsse vermengen und das Dressing untermischen. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen, dabei häufiger umrühren.

Aus:

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Kirschen und Meer

Sind sie nicht süß? Die Tassen, Löffel und Schalen, meine ich, nicht die Kirschen! Die Scones sind nämlich mit Sauerkirschen gebacken.

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Aber erstmal langsam.. Als ich die schöne Walkeramik gesehen habe, gab es einen Kaufreflex, dem ich mich nicht widersetzen konnte (und wollte!). Mal davon abgesehen, dass das Blau so schön in meine neue Küche passt, finde ich das maritime Design einfach niedlich. (Die Butterdose gibt es hier, die Tasse hier, die Schalen sind leider ausverkauft. Alles übrigens von Two’s Company.)

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Die Sauerkirschen stammten noch aus dem TK-Vorrat und aus Omas Garten, gebacken habe ich die Scones noch im alten Zuhause kurz vor dem Umzug. Neben den Sauerkirschen enthalten sie Marzipan, beides macht sie so saftig, dass man gar keine Marmelade oder ähnliches braucht!

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Sauerkirschscones mit Marzipan

Für eine kleine Form von 20cm Durchmessen bzw. 6-8 Scones

  • 200g Mehl
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 2 EL Zucker
  • 1/4 TL Salz
  • 6g (1,5 TL) Backpulver
  • 85g kalte Butter
  • 125 ml Sahne und etwas zum Bestreichen
  • 200g Sauerkirschen, (aufgetaut und) abgetropft
  • 75g Marzipan

Marzipan fein würfeln, Butter in größere Würfel schneiden. Backofen auf 190°C vorheizen.

Mehl mit den anderen trockenen Zutaten mischen und die kalten Butterwürfel mit den Händen zügig unterarbeiten. Sahne zugeben und alles zügig zu einem homogenen Teig verarbeiten. Kirschen und Marzipanwürfel unterkneten und in eine gefettete/mit Backpapier ausgelegte (ich fette den Rand und lege den Boden aus) Springform geben. Teig gleichmäßig hoch in die Form drücken und mit einem Messer 6 oder 8 gleichgroße (Torten)Stücke schneiden (ohne das Backpapier zu beschädigen).

Im Ofen 20-25 Minuten backen (Stäbchenprobe). Herausnehmen und (weitestgehend) auskühlen lassen.

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Spiralcerisium

Schon vor zwei Tagen wollte ich das posten.. aber im Moment ist die Zeit fürs Bloggen knapp. Auf dem Balkon blühen meine Lieblinge (Hosta) und ich bekomme in diesem Jahr kaum etwas davon mit. Alles will in Kisten verpackt werden, der Umzug steht an. Im Zuge dessen werden auch die letzten tiefgekühlten Vorräte verbraucht, was unter anderem zu diesem Kuchen führte: Kirschschnecken mit Zitronenguss.

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Das Rezept dafür stammt aus einer älteren Lecker Bakery (ihr findet es aber auch hier) und ich habe es nur minimal verändert, weil mir das Original nicht zitronig genug war. Im Sommer darf es gern etwas mehr brizzeln!

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Der Quark-Öl-Teig ist schön saftig und schmeckt auch noch am (über)nächsten Tag, natürlich aber immer am besten am Tag der Zubereitung. Und das Rezept funktioniert natürlich auch mit jeglicher Sorte Beeren oder anderen Steinfrüchten. Bei den zarten Himbeeren sollte man den Anteil der Marmelade allerdings vielleicht erhöhen.

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Kirschschnecken mit Quark-Öl-Teig und Zitronenguss

für eine Springform von 26 cm Durchmesser

  • 225g Mehl und etwas zum Ausrollen und Ausmehlen der Form
  • 7g Backpulver (1/2 Päckchen)
  • 68g Vanillezucker (selbst angesetzt)
  • 1 Prise Salz
  • 50ml Milch
  • 50ml neutrales Öl (ich habe Rapsöl verwendet) und etwas zum Einfetten der Form
  • 125g Magerquark
  • 500g Sauerkirschen (entsteint, aufgetaut, Saft abgegossen)
  • 125g Sauerkirschkonfitüre (mit Vanille)
  • 75g Puderzucker
  • 1,5 EL Zitronensaft, frisch gepresst
  • Abrieb von 1/2 großer Zitrone

Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Zucker und Salz) vermengen und mit Quark, Öl und Milch zu einem homogenen Teig kneten. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt mind. 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen.

In der Zwischenzeit die Form mit wenig Öl einpinseln und mit Mehl ausstreuen. Überschüssiges Mehl durch Abklopfen lösen und auskippen. Marmelade (in der Mikrowelle) leicht erwärmen und mit den Kirschen glattrühren.

Wenn der Teig kalt genug und formbar ist, den Ofen auf 175°C Umluft vorheizen und den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem etwa backblechgroßen Rechteck ausrollen. Die Kirschen mit etwas Luft zum breiteren Rand gleichmäßig auf dem Teig verstreichen. Von der Längsseite her aufrollen und die Schlusskante etwas andrücken. In etwa 2-3 cm breite Scheiben schneiden und in die vorbereitete Springform legen. Für 20-25 Minuten backen (Stäbchenprobe), dann auf einem Gitter nicht ganz vollständig auskühlen lassen.

Puderzucker und Zitronensaft glattrühren und auf den noch warmen (nicht heißen) Kuchen geben. Mit Zesten bestreuen und gänzlich abkühlen lassen.

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Nicht ganz aufgegangen

Wobei – der Titel ist nicht ganz richtig. Aufgegangen sind sie wunderbar, meine Kirsch-Fenchel-Bagel. Aber gehalten hat das Volumen nicht ganz so, wie ich mir das gewünscht habe. Aber erst einmal der Reihe nach:

Bagel habe ich bisher noch nicht selbst gebacken, aber das neue Bread Baking Day Thema – Brot und Brötchen zum Kaffeetrinken, bietet die Möglichkeit, dies zu probieren. Nun denn, Rezept mit Sauerteig gesucht und überlegt, welche Zutaten denn noch mit eingebunden werden können. Kirsche und Fenchel passt gut zusammen, sowohl frisch und in der Knolle, als auch getrocknet und Fenchelsamen. Beides sind Zutaten, die sich auch mit Frischkäse oder Marmelade vertragen, durchaus also für ein süßes Brot taugen. Aber auch ohne Belag oder Aufstrich schmecken die Bagel.

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Der Sauerteigansatz blubberte über Nacht schön vor sich hin, der Teig am nächsten Morgen ging tagsüber wunderbar auf. Auch die Stückgare ließ gutes hoffen, denn auch hier war eine schöne Volumenzunahme zu beobachten. Aber dann.. Bagel werden ja vor dem Backen kurz in heißem Wasser gegart, damit sich eine glatte Oberfläche bildet. Beim Transfer in den Topf fiel der schön aufgegangene Teig für meinen Geschmack zu sehr in sich zusammen. Warum? Ich vermute, es liegt am Mehl. Es wird in den meisten Rezepten darauf hingewiesen, dass hier klebstarkes Mehl, also Mehl mit hohem Proteingehalt, verwendet werden soll. Klar, das Glutengerüst hält natürlich auch die eingeschlossenen Gärgase und das Wasser besser fest. Ich habe Weizenvollkornmehl und 405er gemischt, was wohl nicht ganz optimal war. Geschmacklich sind die Bagel aber gelungen. Wer sie also nachbacken möchte, achtet bitte auf das passende Mehl und kann auch gern noch das Rezept ansehen, das ich zur Orientierung verwendet habe.

Kirsch-Fenchel-Bagel

für 8 Stück

Sauerteig am Vortag ansetzen

  • 142g Weizenvollkornmehl
  • 142ml Wasser
  • 16g Roggenanstellgut

Alle Zutaten vermengen und 16 Stunden abgedeckt bei Raumtemperatur gehen lassen.

Hauptteig

  • Sauerteig
  • 130g Weizenmehl 405
  • 170g Weizenvollkornmehl
  • 4g Salz
  • 12g Honig (Sanddorn)
  • 40g getrocknete gehackte Kirschen
  • 1 gehäufter EL fettfrei gerösteter und gemörserter Fenchelsamen
  • 9g Rapsöl

Bis auf das Öl alle Zutaten verkneten, wenn der Widerstand beim Kneten größer wird, das Öl langsam zugießen und unterkneten, dann den Teig abgedeckt warm gehen lassen (Ofen, Licht eingeschaltet). Nach 45 Minuten und 90 Minuten falten, dann noch weitere 30 Minuten gehen lassen. Anschließend 8 Portionen bilden, diese sanft in etwa handlange Stränge ziehen. 15 Minuten warm gehen lassen. Die Teigstränge dann jeweils einzeln wie einen Ring um die Hand legen und die Enden dabei überlappen lassen, durch vorsichtiges Rollen miteinander verbinden. Teiglinge auf ein Bäckerleinen oder ein mit Mehl ausgestreutes Backpapier legen. Weitere 2-3 Stunden abgedeckt warm gehen lassen. Das Volumen sollte sich merklich vergrößern.

für das Garen im Wasserbad

  • 1 EL Honig in 1 l Wasser gelöst

Wasser mit Honig aufkochen, dann nur noch Simmern lassen. Bagel einzeln in das Wasserbad legen, von jeder Seite 20 Sekunden garen lassen, dann herausnehmen, abtropfen lassen (feinmaschiges Gitter).

Währenddessen Ofen auf 230°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Bagel 20-25 Minuten backen.

Schmeckt auf jeden Fall dazu: Die Holunder-Apfel-Marmelade vom letzten Jahr.

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Und sonst noch?

Über Ostern gab es Meer satt. Ostsee, Darß, Zingst. Schönster Sonnenschein, Wind und Wellen, Meer bis zum Himmel, Blau. Möwen, Kraniche, Gänse. Und Fisch natürlich. Gedankenfreizeit, Strandgutstöberei, Rommérunden. Es war so schön!

Kulinarisch kann ich euch auch etwas bieten – ich habe ein paar Rezepte ausprobiert, die ich guten Gewissens weiterempfehlen kann:

Das Kirsch-Mohn-Granola von nurmalkosten habe ich nur wenig abgeändert: Cornflakes statt Amaranthpops und Honig anstelle von Ahornsirup, dazu weniger Salz und selbstgemachten Vanillezucker (12g). Lecker und einfach!

Eier gab es natürlich auch – unter anderem Chinesische Gewürzeier, die mundeten und gut zum Frühstück passen. Mit Senffrüchten, etwas Sojasauce, Senf oder einfach so.

Und Kuchen musste natürlich auch sein. Ein Möhrenkuchen war gewünscht, ich fand ein passendes Rezept bei Donna Hay. Der Name Food Processor Cake war bei mir nicht Programm. Die Möhren wurden per Hand fein geraspelt, die Pecannüsse habe ich durch fein gehackte Paranüsse ersetzt. Ich habe alle Zutaten für eine 26er Springform angepasst und so die 1,5-fache Menge eingesetzt. Die Zuckermenge habe ich jedoch reduziert: Hier kamen nur 230g brauner Zucker zum Einsatz. Für den Guss habe ich lediglich Frischkäse verwendet (400g) und anstelle der Vanillepaste Vanillemark genommen. Der Kuchen war auch noch nach Tagen herrlich saftig!

Barbaras Salat

Am Freitag bereits war Barbaratag, der 4. Dezember. An diesem Tag werden traditionell Barbarazweige geschnitten, nach drinnen geholt und blühen im Idealfall dann zu Weihnachten. Der Brauch ist mir bekannt, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass im Winter Kirschzweige im Haus standen – im Frühjahr dann, klar. Wahrscheinlich liegt es daran, dass mit dem Brauchtum auch ein christlicher Gedenktag verbunden ist.

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Nun gut, am nächsten Morgen, denn am Freitag hab ich es verschnubbelt, habe ich meiner Zwergkirsche dann Zweige abgeknapst und bin gespannt, ob die Blüten  dann an Weihnachten da sind und einen Vorgeschmack auf den Frühsommer verschaffen?

Kirschen genießen geht jedenfalls schon vorher:

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Salat mit getrockneten Kirschen und Schafskäse

für eine Portion

  • eine gute Handvoll Salat, zum Beispiel Feldsalat
  • 1 EL getrocknete Kirschen
  • 1 EL Walnüsse
  • ca. 75g halbfesten Schafskäse
  • 1/4 Apfel
  • 1,5 TL Passionsfruchtbalsamico (meiner kommt von hier) oder ein anderer fruchtiger, nicht zu saurer Balsamessig
  • 1 TL Weißweinessig
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1/4 TL getrocknete Kräuter nach Wahl und ein paar Chiliflocken (oder)

Salat waschen und trocken schleudern, während dessen Walnüsse in einer Pfanne fettfrei anrösten. Salat anrichten, Kirschen grob zerkleinern. Walnüsse grob hacken, Apfel in feine Spalten schneiden. Käse in dünne Spalten zerteilen, alles auf dem Salat verteilen. Dressing anrühren und auf den Salat geben.

Und falls das zu einfach ist, gibt es im kulinarischen Adventskalender erstens noch weitere Ideen und zweitens tolle Gewinne! Schaut mal hier vorbei!

Wiederholungstäter

Was einmal passt, das passt auch ein zweites Mal: Die Kirsch-Fenchel-Kombo. Hier schon vorgestellt, funktioniert dieses Duo nicht nur als Salat, sondern auch als Flammkuchenbelag. Nicht nur, weil die kleinen Herzchen so schön aussehen, sondern ihre Süße so gut mit dem Fenchel und dem herben Rosmarin harmoniert. Hinzu kommen Ziegenfrischkäse und Parmesan als säuerlich salzige Komponenten.

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Hier habe ich einen schnellen Flammkuchenteig, ohne Hefe verwendet – für die, die doch auch auf die Zeit schauen müssen. Geschmacklich ist dieser Teig nicht schlechter, eben anders. Knackiger und mit dem Anteil an Buchweizenmehl auch nussig.

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Flammkuchen mit Kirschen und Fenchel

für 1/2 Blech oder einen (mehr oder weniger) runden Flammkuchen

– 1 EL Olivenöl

– 65 ml Wasser

– 60g Buchweizenmehl

– 65g Weizenmehl

– 1 Prise Salz

– 100g Ziegenfrischkäse

– 2 EL Joghurt

– 2 Zweige frischer Rosmarin

– 1/2 kleine Fenchelknolle

– eine gute Handvoll Kirschen

– ein 2cm langes Stück Parmesan

Ofen auf etwa 250°C vorheizen. Öl, Wasser und Mehle miteinander kräftig verkneten und auf einem Bogen Backpapier dünn ausrollen (mein Nudelholz aus Marmor leistet mir aufgrund des Gewichts sehr gute Dienste). Ziegenkäse mit Joghurt und gewaschenem, abgetrockneten und fein gehacktem Rosmarin vermengen, auf den Teig streichen. Fenchel in dünne Scheiben hobeln oder schneiden, entsteinte, halbierte Kirschen mit dem Fenchel auf dem Teig verteilen. Parmesanspäne darüber geben. Etwa 20 Minuten auf unterster Schiene backen.

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Da Kirschen so eben auch gut herzhaft verbacken werden können und das Blogevent von Tastesheriff – Ich back’s mir – diesen Monat genau diese Zutat zum Thema “mit Dir ist gut Kirschen essen…” hat, möchte ich diese Variante als meinen Beitrag dazu einsenden. Ich bin auf die süßen und herzhaften Ideen der anderen Teilnehmer gespannt!

Unendliche Weiten

Das Salatuniversum ist unendlich. Selbst, wenn anzunehmen ist, dass es mindestens eine Sorte Obst geben muss, ergibt sich eine unüberschaubare Fülle von Kombinationsmöglichkeiten. Je nach „Grundlage“, Dressing und Extras. Saisonales Obst und Gemüse sind da gern gesehene Begleiter. Vielleicht erwartet man es nicht, aber Fenchel und Kirschen sind ein eingespieltes Dreamteam. Die nimmt man gerne zusammen mit auf die Reise durch die Galaxis. Das ätherisch süßliche Aroma des Fenchels lockt mehr Geschmack aus den süßen Knorpelkirschen vom elterlichen Baum. Zur Wildsalatmischung mit säuerlichem Ampfer, nussig-scharfem Rucola, Pimpinelle und Spitzwegerich ideal. Ein komplementäres Paar. Dazu ein wenig Ziegenkäse oder ein paar Späne Parmesan/Pecorino, ein cremiges mildes Dressing und schon hat man wieder genug Energie gesammelt für den Weg zum nächsten Reiseabschnitt.

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Für das Raumschiff-Logbuch:

Salat mit Kirschen und Fenchel

für eine Portion

– eine gute Handvoll Wildkräutersalat

– 10-12 Kirschen, gewaschen, halbiert und entsteint

– etwa 1/2 kleine Fenchelknolle (mit Kraut)

– ein daumengroßes Stück kräftigen Käse (Ziegenhartkäse, Parmesan, Pecorino o.ä.)

– 1/2 TL mittelscharfen Senf

– 1 TL Rotweinessig

– 1 TL fruchtigen Balsamessig (Holunderbeerenbalsamico)

– 1 EL Olivenöl

– Salz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer

Salat waschen, trockenschleudern,putzen und auf einem Teller anrichten. Fenchel waschen, trocken tupfen, Kraut abschneiden und fein hacken, beiseite legen. Fenchel mit Messer oder Gemüsehobel in feine Streifen schneiden, auf dem Salat verteilen, Kirschhälften dazugeben. Essig mit Salz und Pfeffer verrühren, Senf und Olivenöl zugeben und miteinander verschlagen, Fenchelgrün unterrühren. Dressing und fein gehobelten Käse über den Salat geben.

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Auch zu Tomaten und Burrata oder Mozzarella passen Kirschen gut.

Etwas Salz, Pfeffer, Basilikum und Olivenöl dazu – fertig!

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