{Beitrag enthält Werbung} Franz kann auch herzhaft

Dieser Blogbeitrag wird durch Produktwerbung von IKEA Deutschland unterstützt.

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Hier im Norden kennt man den Franz. Meistens gibt er sich zuckerundzimtsüß, zeigt sich von seiner Schokoladenseite oder hat Rosinen dabei.

In Hamburg, der Heimatstadt von Franz, traut er sich sogar mit Kirschen oder Bananen aus dem Haus. Immerhin klingt das gesünder. Aber so richtig in die healthy food-Ecke lässt sich Franz nicht stellen. Er ist da eigensinnig und eher was für Naschkatzen, meint er.

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Hier auf dem Dorf konnte ich Franz immerhin davon überzeugen, herzhaft zuzugreifen. Seinen butterweichen Charakter hat er natürlich behalten dürfen, wir wollen hier ja keinen verbiegen. Also ging ich mit Franz in den Garten, zeigte ihm die Gemüsebeete und er entdeckte die reifen Radieschen im Beet. Nachdem er die hanseatisch weiß-roten knackig-scharfen Kugeln gewaschen und aufgefuttert hatte, blieb er ratlos mit den Radieschenblättern in der Hand stehen. „Und was nun? Auf den Kompost damit?“ Das ginge schon, Franz, klar. Aber es wäre doch schade. Da fällt uns bestimmt etwas Besseres ein!

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Und ich erklärte Franz, dass Radieschengrün frisch zu einem herrlichen Pesto werden kann und zu schade zum Wegwerfen oder Kompostieren wäre. Auch mit vielen anderen Gemüsen ist das so: Kohlrabi und Rote/Gelbe Bete (die Blätter blanchieren und Rouladen zubereiten), Möhren und Petersilienwurzel (ebenfalls für Pesto, zum Pfannkuchen- oder Brotbacken). Auch der Stiel vom Brokkoli landet zu oft im Müll, ebenso überreife Bananen. Dabei lassen sich damit noch so viele leckere Dinge anstellen (Links findet ihr weiter unten) und die Lebensmittelverschwendung (immerhin werden in Deutschland von jedem Einwohner etwa 82 Kilogramm !!! pro Jahr weggeworfen) etwas eindämmen.

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Franz war einsichtig. Probieren geht über Studieren und so fingen wir an zu backen:

Herzhafte Franzbrötchen

für 12 Stück

  • 500g Weizenmehl 405, 550 oder Dinkelmehl 603 oder eine Mischung daraus und etwas zum Ausrollen
  • 42g/1 Würfel frische Hefe
  • 30g Zucker
  • 1 EL Salz
  • 1 Ei
  • 250ml lauwarme Milch
  • 50g zimmerwarme Butter
  • 250g kalte Butter in 1-2mm dünnen Scheiben
  • 30g Butter oder etwas Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 200g Radieschengrün (gewaschen, trocken geschleudert, die Reste der Radieschenköpfe können dran gelassen werden, alle gelben/verwelkten Blätter entfernt) oder Basilikum, Bärlauch, Möhrengrün,…
  • 50g Pinienkerne
  • nach Belieben Feta (für 6 Brötchen etwa 50g)
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Mehl, Zucker, Salz in eine große Rührschüssel geben und die Hefe darauf zerbröseln. Ei, Milch und Butter zufügen und alles zunächst kurz bei kleiner Stufe, dann bei mittlerer bis höchster Stufe zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten lassen.

Den Teig etwa 5 Minuten gehen lassen.

Anschließend auf leicht bemehlter Arbeitsfläche auf eine Größe von etwa 40×25 cm ausrollen. Die Hälfte der Fläche (20x25cm) mit den dünnen Butterscheiben belegen und dabei etwa 1cm Platz zum Rand lassen. Die zweite Teighälfte darüberlegen und an den Rändern andrücken. Mit einem Teigholz sanft auf den Teig klopfen, sodass die Butter weicher wird und sich leichter verteilen lässt.

Nun den Teig erneut auf die ursprüngliche Größe (40x25cm) ausrollen. Von der kurzen Seite her zur Mitte falten, von der anderen kurzen Seite her ebenso verfahren und dieses Teigpaket erneut an der entstandenen „Naht“ übereinander legen, so dass vier Lagen aufeinander liegen. In Frischhaltefolie, oder besser: Bienenwachstuch einschlagen und für 20 Minuten in den Kühlschrank geben.

Diesen Vorgang (ausrollen auf 40x25cm, zweimal falten, einschlagen, kühlen) noch ein weiteres Mal wiederholen.

Für die Füllung die Radieschenblätter fein hacken. Butter schmelzen. Knoblauch schälen und fein hacken, mit der Butter vermengen.

Den Teig auf etwa 60x40cm ausrollen und in zwei Portionen 30x40cm teilen. Das kann auch nacheinander passieren, dann den Teig quer in zwei Portionen aufteilen und jede auf 30x40cm ausrollen.

Zerlassene Butter auf den Teig pinseln und mit Radieschengrün bestreuen. Mit Pinienkernen und ggf. Käse bestreuen. Mit Pfeffer würzen.

Zwei Backbleche mit Backpapier oder -folie auslegen.

Die Teigfladen aufrollen und in je sechs gleich große Stücke schneiden. Den Teig vorsichtig mit einem leicht bemehlten Messerrücken oder dünnen Kochlöffelstiel in der Mitte eindrücken, so dass die offenen Enden sich leicht nach oben richten. Die Enden in der Mitte leicht zusammendrücken und vorsichtig auf den Backblechen verteilen.

Etwa 30-45 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen, bis sie sich merklich vergrößert haben. Währenddessen den Ofen auf 200°C Umluft vorheizen.

Franzbrötchen 15-17 Minuten goldbraun und knusprig backen.

Franz möchte jetzt übrigens öfter mal herzhaft auftreten 😉 Ideen mit Kräutern gibt es ja genug..Blog-Event CLIII - Foodwaste, Misfits und saisonal in Kooperation mit IKEA (Einsendeschluss 15. Juni 2019)

Ikea Deutschland und kochtopf.me setzen sich ebenfalls für nachhaltige Produkte und gegen Lebensmittelverschwendung ein. Die von Ikea gezeigten Produkte (Glasform mit Bambusdeckel und Geschirrtücher sind aus nachhaltigen Rohstoffen hergestellt).

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Mit Hilfe der Ikea Better Living App könnt ihr selbst zu einem nachhaltigen Leben beitragen. Sie macht euch bewusst, was im Alltag dazu gehört (z.B. Öffentliche Verkehrsmittel nutzen, den Geschirrspüler nur voll anstellen) und bietet auch Challenges und zeigt auf, wie ihr euren ökologischen Fußabdruck verbessert.

Einige Rezepte zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung findet ihr auch schon bei mir: Aus Brokkolistielen, aus hartem Brot I, II und III, und reifen Bananen.

Im Rahmen des Blogevents findet ihr noch viele weitere Ideen und Rezepte bei den anderen Teilnehmern – schaut auch dort einmal vorbei!

 

Mit A und O: Apfelkuchen aus dem Aostatal

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Hallo! Ein kleines Lebenszeichen muss zwischendrin ja auch mal sein. Die Zeit verfliegt geradezu. Einige Tage und Wochen sind so vollgepackt mit Terminen, dass ich dann über mehr Erholung und Leerlauf dankbar bin und den auch nutze. Nur passierte hier deshalb nicht so viel.

Zuletzt überkam mich aber doch die Backlust. Schon am Tag zuvor habe ich mir überlegt, was ich denn jetzt spontan ohne einen zusätzlichen Einkauf aus dem Ofen zaubern könnte und bin dann auf ein Rezept gestoßen, das sich schon einige Zeit in der Muss-ich-mal-ausprobieren-Liste befand: Apfelkuchen aus dem Aostatal.

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Ursprung des Rezeptes ist also die kleinste Region Italiens überhaupt, im Nordwesten gelegen, die vor allem für ihre Skipisten, den Fontina-Käse und Weinbau bekannt ist. Testen wir also mal einen Kuchen!

Die Zutaten waren also alle im Haus, die Backzeit beträgt 40 Minuten bei einfacher Vorarbeit – prima! Ein Rezept, dass man sich merken kann, wenn sich doch mal spontan Besuch ergibt oder einfach Kuchenhunger einschleicht. Da nehme ich jetzt die Wertung schon etwas vorweg, aber: Es lohnt sich auch geschmacklich! Ein saftiger Apfelkuchen, bei dem das Obst mit in den Teig eingebacken ist, der mit einer schokoladigen Decke aus Walnüssen, Trockenobst und Kakao abgerundet wird und am Backtag noch eben lauwarm am besten schmeckt. Aber: Auch Tage später ist der Kuchen noch frisch, wenn er kühl und abgedeckt aufbewahrt wird.

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Apfelkuchen aus dem Aostatal

für eine Springform von 26-28cm Durchmesser

  • 1 Bio-Zitrone (im Notfall reicht auch etwas Zitronensaft)
  • 1 kg eher säuerliche Äpfel
  • 100g getrocknete Feigen oder Pflaumen
  • 100g Walnüsse (opt. Haselnüsse oder Mandeln)
  • 50g flüssiger Honig
  • 1 EL Backkakao
  • 4 Eier
  • 100g Zucker
  • 100g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Butter oder Öl zum Ausstreichen der Backform
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zunächst die Zitrone heiß waschen und mit einer Feinreibe die Schale abziehen. Den Saft von einer halben Zitrone auspressen. Die Äpfel waschen, vierteln, schälen und in feine Schnitze (2-3mm Dicke) schneiden. In eine ausreichend große Schüssel geben und mit Zitronenschale und -saft vermengen.

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze bzw. 160°C Umluft vorheizen.

Die Trockenfrüchte fein würfeln, die Nüsse fein hacken. Beides mit dem Honig und dem Kakao gut vermischen. Backform fetten.

Eier und Zucker zusammen hellgelb schaumig schlagen. Anschließend Mehl, Salz und Backpulver einrühren. Die Apfelstücke unterrühren. Den Teig nun in die Springform füllen und anschließend die Honig-Paste darauf verstreichen.

Für etwa 40 Minuten backen, bis der Kuchen goldgelb ist. Etwas abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und zum Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Quelle: Küchengötter

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Neu aufgelegt

Es ist ja nicht so, dass jeder Klassiker eine Verbesserung bräuchte. Bei Rezepten lohnt sich das ebenfalls nicht immer. Wenn man aber einen besseren Geschmack, eine schönere Konsistenz oder Farbe erreichen kann, weil andere Methoden oder früher nicht (gut) verfügbare Zutaten eingesetzt werden, dann entsteht zumindest eine nicht schlechtere Neuauflage. Ein Rezept 2.0 .

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Dazu gehört auch der Marmorkuchen, den ich euch heute zeigen möchte. Auf die herkömmliche Art bereite ich den mit Milch als flüssigen Bestandteil zu und ersetze gern einen Teil durch frisch gepressten Orangensaft.

Bei dieser Variante wird Buttermilch verwendet. Zudem wird nicht nur Vollei, sondern auch zusätzlich Eigelb eingerührt. Das Ergebnis: Ein saftiger, schokoladiger Kuchen! Der schmeckt nicht nur frisch gebacken, sondern auch noch Tage später (wenn er denn so lange überlebt!). Marmorkuchen 2.0! Zertifikat: Megalecker!

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Marmorkuchen mit Buttermilch

für eine Kranz- oder Gugelhupfform oder eine Springform mit ca. 20cm Durchmesser

  • 3 Eier
  • 2 Eigelb
  • 375ml Buttermilch
  • 225g weiche Butter und etwas zum Fetten der Form
  • 240g Mehl
  • 65g Kakaopulver zum Backen
  • 3 TL (=1 Päckchen) Backpulver
  • 360g Rohrohrzucker oder brauner Zucker
  • 1/4 TL Salz
  • Abrieb von 1 Zitrone
  • Puderzucker zum Bestäuben

Ofen auf 175°C Heißluft vorheizen und die Form mit Butter einfetten.

Für den Teig die Eier, Eigelbe und etwa 3/4 der Buttermilch miteinander verschlagen. Die weiche Butter zugeben und anschließend portionsweise unter ständigem Rühren Mehl, Zucker, Backpulver und Salz zugeben.

Den Teig nun auf zwei Schüssel und etwas gleiche Portionen aufteilen. Zunächst den hellen Teig fertigstellen und den Zitronenabrieb sowie die Hälfte der verbliebenen Buttermilch einrühren, dann den dunklen Teig durch Unterrühren des Kakaopulvers und der restlichen Buttermilch.

Den Teig abwechselnd in die Form geben, damit ein schönes Marmormuster entsteht. Wer nachhelfen möchte, kann das auch durch kreisende Bewegungen mit einer Gabel im Teig machen, aber nicht zu viel, sonst ist einfach nur alles vermischt.

Im Ofen etwa 45 Minuten backen (Stäbchenprobe!), dann etwas abkühlen lassen, bevor er aus der Form gestürzt wird. Mit etwas Puderzucker durch ein Tee- oder Haarsieb bestäuben und vor dem Anschneiden möglichst auskühlen lassen.

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Für Pflaumich

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Kennt den noch wer? Haumich und Pflaumich sitzen auf dem Baum, Pflaumich fällt runter… Da sollte doch keinen interessieren, wer noch oben sitzt? Der arme Pflaumich!

Nein, ich finde, es ist Zeit für einen Kuchen für den vergessenen Pflaumich. Einen, der alles hat, was man sich so wünschen kann: Knusprige Streusel, saftige Pflaumen und  Zimtcreme.

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Komm her Pflaumich, setz dich zu mir und nimm dir ein Stückchen!

Pflaumenstreusel mit Zimtcreme

für eine Springform mit 20cm Durchmesser

  • 225g Mehl
  • 150g Zucker
  • 170g Butter und etwas zum Einfetten
  • 1 1/4 TL Zimt
  • 400ml Milch
  • 100ml Sahne
  • 4 Eigelbe
  • 8g Vanillezucker (selbstgemacht)
  • 60g Speisestärke
  • 300g Pflaumen (Zwetschgen)

Springform mit etwas Butter einfetten (ich fette nur den Rand, auf den Boden kommt Backpapier).

Für Teig und Streusel Mehl, 90g Zucker, 120g Butter verkneten, bis der Teig eine krümelige Konsistenz bekommt. 2/3 davon abteilen und in die Springform geben. Zum Boden flachdrücken und zum Rand hochziehen, dann in den Kühlschrank stellen. Den restlichen Teig zu Streuseln zerkrümeln und in einer Schüssel ebenfalls kühl stellen.

Für die Zimtcreme in einem kleinen Topf 300ml Milch und die Sahne zum Kochen bringen. Die restlichen 100ml Milch, Eigelbe, Vanillezucker, übrigen Zucker, Speisestärke und Zimt in einer Schale mit dem Schneebesen verrühren.

Den Topf vom Herd nehmen und die Milchmischung einrühren.Den Topf erneut bei geringer bis mittlerer Hitze erwärmen, dabei ständig rühren. Die Mischung sollte dickcremig werden. Die restliche Butter einrühren und wieder vom Herd nehmen. (In eine Schale geben) und mit Frischhaltefolie abgedeckt lauwarm abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Pflaumen waschen und halbieren. Den Kern entfernen.

Ist die Creme weitestgehend abgekühlt, den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Creme in die vorbereitete Springform geben. Die Pflaumen dachziegelartig darauf legen und die Streusel darüber verteilen.

Etwa 40 Minuten backen.

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Zauberhaft

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Vorfreude kann man sich versüßen. In diesem Fall die Vorfreude auf den neuen Phantastische Tierwesen Film. Alle Trailer wurden mindestens einmal (manche eher zweistellig oft) geschaut, wir reden über die ein oder andere unerwartete Szene, die dort schon aufkam und natürlich wird es auch noch mal einen Harry Potter/Phantastische Tierwesen-Marathon geben, klar.

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Vor dem Kamin an einem usseligen Regentag ist das ja wohl eine der besten Varianten! Oder mit den (Hör-)Büchern in eine Decke eingemummelt auf dem Lesesessel…

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Dazu kann ich stilecht mit TV-Food aufwarten. Ein paar an die Welt der Hogwarts-Zauberer und Hexen angelehnte Rezepte gibt es hier ja schon: Incendio, ein würziges Zauberpulver, das Kaffee oder heiße Schokolade in einen wohlig-warmen Wärmespender verwandelt und Kürbisschnecken mit Frischkäseguss, bei denen wohl weder Muggel noch Magische nicht zugreifen würden.

Ein süßer herbstlicher Snack sind da die Kürbispasteten, die ich euch jetzt zeige. Schön saftig innen, außen knusprig und mit den typischen Gewürzen verfeinert, die so gut zum Kürbis passen: Zimt, Muskat, Piment und etwas Chili.

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Perfekt zum Nachmittag oder als Stärkung für den Lese- oder TV-Marathon!

Süße Kürbispasteten

für ca. 16 Stück

  • 160g Dinkelmehl 630
  • 1 Prise + 1 Msp. (Vanille-)Salz
  • 15g brauner Zucker
  • 110g kalte Butter in Würfeln
  • 2-3 EL kaltes Wasser
  • 200-250g Hokkaido gewaschen, geputzt(also ohne Kerngehäuse)
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 EL Honig
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/4 TL Piment, gemahlen (Nelkenpfeffer)
  • 1/4 TL Ingwer, gemahlen
  • 1/8 TL Muskat, gemahlen
  • nach Belieben: 1 Msp. Chili
  • etwas Sahne oder Eistreiche
  • 1-2 EL Puderzucker

Zunächst Mehl, Salz und Zucker vermengen, dann die Butter zugeben und alles schnell zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Das Eiswasser zugeben und rasch zu einem festen, glatten Teig verkneten. Falls der Teig noch auseinander fällt, etwas mehr Eiswasser zugeben. Den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie eingeschlagen mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Kürbis grob in Würfel schneiden, mit wenig Wasser in einem geschlossenen Topf 12-15 Minuten weich garen. Etwas ausdampfen und abkühlen lassen, dann stampfen.

Zucker, Honig und Gewürze zugeben und verrühren, abschmecken.

Ofen auf 190°C Umluft vorheizen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 3-4mm dick ausrollen und Kreise mit etwa 8cm Durchmesser ausstechen. Etwa 1 TL Füllung auf der Mittellinie der Kreise verteilen, die eine Hälfte überklappen und dann mit den Fingern oder einem Teigrad verschließen.

Auf mit ein Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit Eistreiche/Sahne bepinseln. Etwa 20 Minuten goldbraun und knusprig backen. (Mindestens handwarm) Abkühlen lassen, dann mit Puderzucker bestäuben.

Übrige Füllung kann mit Joghurt, Milchreis, Porridge… lecker kombiniert werden!

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Geburtstagsbrötchen

Kein Geburtstagskuchen? Nee, nee. Wer Zorra vom Kochtopf kennt, kann sich vorstellen, dass Brot auch eine große Rolle zum 14. (!) Bloggeburtstag spielen kann. Schließlich hat sie jahrelang den Bread Baking Day, auch den World Bread Day organisiert und auch beim Synchronbacken stehen oft Brote und herzhaftes Gebäck auf dem Plan.

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Da ist es verwunderlich, dass Brötchen nach ihrer Aussage als Angstgegner gelten. Vielleicht kann da eine Sammlung von Geburtstagsbrötchenrezepten helfen. Ich stelle jedenfalls ein Körbchen Elsässer auf den Gabentisch.

Mir liefen gerade pünktlich zum Eventbeginn die Elsässer von Ketex über den Weg, Weizenbrötchen mit toller Kruste und großporiger Krume. Das Rezept ist unkompliziert, braucht aber ein wenig Zeit, da der Vorteig einen ganzen Tag zur Reife benötigt.

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Ich habe sie etwas abgewandelt und zur Hälfte Dinkel- und Weizenmehl gemischt. Das Ergebnis: 12 recht große Brötchen, die zwar meist keinen so schönen Ausbund hatten, wie die Vorlage, aber innen locker und außen knusprig geraten sind. Vom Duft zu Hause ganz zu schweigen!

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Elässer halb-und-halb

für 12 Brötchen

Vorteig:

  • 150g Weizenmehl 405
  • 150g Dinkelmehl 1050
  • 1g frische Hefe
  • 330ml Wasser

Hauptteig:

  • Vorteig
  • 350g Weizenmehl 405 und etwas zum Arbeiten
  • 350g Dinklmehl 1050
  • 15g frische Hefe
  • 20g Salz
  • 350ml Wasser

Für den Vorteig alle Zutaten zu einem klumpenfreien Teig verkneten und abgedeckt 24 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Am nächsten Tag den Vorteig mit den restlichen Zutaten für den Hauptteig mischen und 8 Minuten bei geringer, 12 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit kneten lassen. Der Teig sollte sich oben vom Schüsselrand lösen und leicht sehr dünn ausziehen lassen.

Weitere 100 Minuten abgedeckt in einer mit Öl ausgestrichenen großen Schüssel gehen lassen, dabei nach 30 Minuten einmal falten.

Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche stürzen und Teigportionen von etwa 150g abstechen. Sanft etwas platt drücken, die Mitte mit etwas Mehl bestreuen und den Rand von oben und unten jeweils zur Mitte hin einschlagen. Mit dem Schluss nach unten in ein Backleinen geben und 30 Minuten gehen lassen.

Währenddessen Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen, dabei zwei Backbleche mit heiß werden lassen. (Ich habe wiederverwendbare Silikonbackmatten verwendet, da bäckt definitiv nichts an.) Dabei eine ofenfeste Schale mit Wasser hineinstellen, damit Dampf erzeugt wird.

Teiglinge anschließend mit dem Schluss nach oben auf die Backbleche geben und nacheinander (idealerweise gleichzeitig, vielleicht funktioniert auch Heißluft bei geringerer Temperatur) 10 Minuten bei 250°C backen, dann die Ofentür öffnen, um den Dampf zu entlassen und bei 200°C weitere 10-15 Minuten knusprig goldbraun backen.

Bild oben links: Vorteig nach 24 Stunden, rechts: Hauptteig nach 100 Minuten, unten: Teiglinge
Blog-Event CXLV - Brötchen zum 14. Blog-Geburtstag (Einsendeschluss 15. September 2018)So, jetzt fehlt nur noch die Kerze auf dem Brötchen, oder? Happy Bloggeburtstag, Zorra! Oder Pflaumenmus 😉

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Halva nice day!

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Ein schönes Spätsommerwochenende wünsch ich euch! Während wir die Sonne genießen, ein paar Pflanzen pflanzen, zurückschneiden, Kürbis und Tomaten ernten habt ihr vielleicht Regenwetter, kuschelt euch mit einem Buch ein, macht einen Serienmarathon oder ihr lasst euch die Haare vom Wind zerzausen bei einem Spaziergang.

So oder so, die Regentage kommen. Und ab und zu ist es dann schön, zum Kaffee oder Tee noch einen kleinen süßen Begleiter zu haben. Und damit meine ich jetzt ausnahmsweise mal nicht den Mann.

Also versüßt euch die Zeit mit ein paar Cookies und etwas Konfetti!

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Die Idee für die Halva-Cookies kam mir vor nicht allzu langer Zeit und bevor ich vor lauter anderen Einfällen und Dingen, die sowieso gemacht werden müssen, noch alles vergesse, musste ich sie gleich testen. Wer diese zuckrige Süßigkeit aus der Türkei, Griechenland und vielen anderen Gegenden mag, wird diese Cookies auch lieben!

Ich habe türkisches Helva (so heißt es da nämlich eigentlich) verwendet, das aus Sesammus, viel Zucker und in diesem Fall auch Kakao besteht. Ihr könnt sicher auch andere Varianten benutzen.

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Halva/Helva-Cookies

für etwa 3 Bleche, also 28-30 Cookies

  • 125g weiche Butter
  • 1 Prise Salz
  • 120g brauner Zucker
  • 8g selbstgemachter Vanillezucker (= 1 Päckchen gekauft)
  • 1 Ei
  • 200g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100g Halva/Helva

Ofen auf 150°C Umluft vorheizen. Butter, Salz, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Das Ei zugeben und unterschlagen, bis eine homogene Masse entstanden ist.

Mehl und Backpulver dazusieben. Halva/Helva in kleine Würfel (etwa 0,5cm Kantenlänge) schneiden und unterheben. Aus dem Teig mit zwei Löffeln oder den Händen Kugeln von etwa 2cm Durchmesser formen, auf mit Backpapier belegte Bleche legen und etwa platt drücken. Auf genug Abstand zwischen den Cookies achten.

10-12 Minuten goldbraun backen. Die Cookies sind dann noch weich und werden beim Auskühlen fest.

Genießt die Herbsttage mit Sonne und Regen!

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{Werbung} Knusprig gebettet

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Wie schön es doch ist, in Kissen zu versinken. In kleinen knusprigen Kissen. Natürlich sind diese hier gebacken und mit einer schokoladigen Mischung aus Neapolitanerwaffeln gefüllt und mit Puderzucker bestäubt. Ein Träumchen!

Einfach gemacht sind die Kissen zudem auch noch. Der Teig muss ein wenig ruhen, dann kann es losgehen. Entweder mit der kleinen Küchenhilfe, die bei Meine Backbox beilag, oder mit Ausstechern, Ravioliform, einem Teigrädchen.. das bleibt euch überlassen!

Dann die Füllung dazu und ab in den Ofen!

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Neapolitaner-Kissen

je nach Ausstechergröße für 40-50 Stück

  • 480g Mehl
  • 75g Zucker
  • 1 Ei und etwas für die Eistreiche
  • 2 EL neutrales Öl
  • 200g Wasser
  • 150g Neapolitanerwaffeln
  • 50g flüssige Butter
  • 3-4 TL Milch
  • Puderzucker

Zuerst Mehl, Zucker, Ei, Öl und Wasser verkneten. In Frischhaltefolie gewickelt mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Waffeln grob zerbrechen und in einer Küchenmaschine fein mahlen oder im Mörser fein zerstoßen. Mit flüssiger Butter und etwas Milch zu einer streichfähigen Masse verrühren.

Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze Teig auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen und ausstechen. Auf die Hälfte der ausgestochenen Teilchen in der Mitte etwa 1/2 TL Neapolitanermasse geben und ein weiteres Teigteilchen daraufsetzen. An den Rändern mit den Ringerspitzen festdrücken. Ggf. etwas Wasser als „Kleber“ verwenden.

Auf mit Backpapier ausgelegten Backblechen verteilen und 18-10 Minuten goldbraun und knusprig backen. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Das Rezept stammt auch aus der Maibox von MeineBackbox.

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Dirnendessert

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Wiebittewas? Was soll das denn sein?

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Tjaja, mir wären da noch ganz andere Namen eingefallen, aber belassen wir es dabei. Das Dessert heißt im Original „leichtes Mädchen“. Nach einer Stammkundin im hamburgischen Café Schmidt. Soso! Weitere etymologische Ausführungen konnte ich nicht finden.

Was ich aber sagen kann: Uns hat es sehr gut geschmeckt. Dem Mann insbesondere. Und: Wir konnten Himbeeren verbrauchen, denn da haben wir täglich gut 1/2 kg zu ernten. Und man kann ja nicht immer Marmelade kochen..

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Gut, hier also ein leichtes Mädchen, das aus knusprigem Mürbeteig und einer intensiven Himbeercreme, die durch Rote Bete eine tiefere Note bekommt. Leicht zu machen? Schon! Sieht toll aus? Ja!

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Leichtes Mädchen – Mürbteigtörtchen mit Himbeercreme

für 8-10 Stück in Muffingröße (12er Blech)

  • 60g weiche Butter
  • 125g kalte Butter in Stücken & etwas zum Einfetten (oder Backtrennspray)
  • 160g Zucker
  • 1/2 TL abgriebene Zitronenschale
  • Mark von 1/2 Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 150g Mehl & etwas zum Ausrollen
  • 150g frische Himbeeren
  • 2 gestrichene EL Vanillepuddingpulver (gerne selbstgemacht)
  • 100ml Rote Bete Saft
  • zum Dekorieren: ungesalzene Pistazien, Baiser oder weiße Schokolade

Für den Teig die weiche Butter mit 40g Zucker, Zitronenschale, Vanillemark und Salz cremig aufschlagen. Ei zufügen und dann 125g Mehl kurz unterrühren. Das restliche Mehl mit den Händen unterkneten. In Frischhaltefolie eingewickelt mindestens 2 Stunden kalt stellen.

Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und ein Muffinblech verkehrtherum hinlegen. Die Mulden von Außen fetten (ich habe Backtrennspray benutzt, das hat prima geklappt). Alternativ können kleine Tarteletteförmchen verwendet werden (Durchmesser etwa 10cm).

Den Teig 2-3mm dünn ausrollen und etwa 9-10cm große Kreise ausstechen. Die Teigkreise auf die Muffinmulden legen und leicht andrücken. Etwa 15-17 Minuten goldbraun und knusprig backen. (In Tarteletteförmchen müssen die Teigkreise zum Rand hochgezogen, mit Backpapier abgedeckt und mit Hülsenfrüchten oder Tonkugeln zum Blindbacken versehen werden.)

Teigschalen abkühlen lassen und dann von den Mulden abheben.

In der Zwischenzeit Himbeeren verlesen, waschen und abtropfen lassen. Pürieren und durch ein Sieb streichen. Mit 100g Zucker und dem Rote Bete Saft in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen. Währenddessen Puddingpulver mit 20g Zucker und 3 EL kaltem Wasser anrühren. Diese Mischung zu den Himbeeren geben und unter Rühren 1 Minute köcheln lassen.

Dann vom Herd nehmen und die kalte Butter nach und nach einrühren, bis alles geschmolzen ist. In die Förmchen füllen und etwa 2 Stunden kalt stellen.

Mit Pistazien und Baisers bzw. Schokolade dekorieren.

Quelle: Lecker Bakery 1/2013

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