Auch für Nicht-Buddhisten

Seit geraumer Zeit machen sogenannte Buddha-Bowls die Runde. Schalen mit Getreide, Gemüse, manchmal Tofu, Fisch oder Fleisch. Meistens sind mehrere Gemüsesorten dabei, die diese Schälchen auch optisch attraktiv machen. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Man kann nutzen, was gerade zur Verfügung steht, kombiniert warm und kalt, roh und gegart. Die Möglichkeiten sind aufgrund der erlaubt-ist-was-gefällt-und-schmeckt quasi unbegrenzt und hey, der Name klingt natürlich auch schöner als Schüssel mit Reis und Gemüse.

Daher hier nur ein Beispiel, bei dem ich aber vor allem auf das Dressing hinweisen möchte. Tahini verwende ich gern und oft. Es ist herrlich nussig, ein klein wenig bitter und so vielseitig. Ich habe es zum Backen von süßen wie herzhaften Gerichten verwendet, im Porridge oder Granola und auch gern im Dressing. Dieses Dressing passt auch zu gemischten Salaten, aber auch zu Hülsenfrüchten.

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Buddha Bowl mit Quinoa und fruchtigem Tahini-Dressing

für eine Portion

  • 45g Quinoa für die Getreidebasis(oder Pseudogetreidebasis), es kann auch Reis, Bulgur, Couscous, Hirse,… sein
  • etwa die doppelte Menge Wasser
  • 1/8 TL Garam Masala (oder fruchtiges Currypulver)
  • 1 kleine Möhre
  • 1 kleine Handvoll Rote Bete Blätter (oder Spinat, Blattsalat)
  • 4 kleine Kirschtomaten
  • 1/2 Avocado, essreif
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1/4 EL Öl
  • 1,5 TL Tahini
  • 3 TL Orangensaft
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • nach Belieben geröstete Nüsse oder Samen (Mandeln, Haselnüsse, Sesam, Kürbiskerne) und/oder Kräuter (Koriander, Petersilie)

Quinoa mit dem Wasser und dem Garam Masala zum Kochen bringen und zugedeckt auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis es gar ist (12-15 Minuten).

In der Zwischenzeit das Gemüse putzen und in Scheiben schneiden, die Rote Bete Blätter waschen und trocken schleudern. Ggf. Nüsse/Samen ohne Fett anrösten.

Für das Dressing 1 TL Avocado mit einer Gabel zerdrücken und mit Tahini und Orangensaft vermengen, bis eine dickflüssige aber fließfähige Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Öl in einer Pfanne erhitzen und Avocado und Frühlingszwiebeln (jeweils in Scheiben) darin goldbraun anbraten.

Quinoa zu unterst in eine Schale geben, dabei mit der Gabel auflockern, Gemüse und Samen darauf verteilen und dann das Dressing darüber gießen.

 

Boomklötenkööm

Eier, wir brauchen Eier! (Zitat Oli Kahn) Quatsch! „Eier“likör geht auch ohne. Sogar vegan, wenn man denn möchte.

Avocado heißt das Zauberwort. Und, um bei Wörtern zu bleiben, Avocado wiederum heißt nichts anderes als Hoden. Daher der Titel, entlehnt aus dem Plattdeutschen (Baumhodenschnaps).

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Ich sag es gleich vorweg, es ist nicht jedermanns Geschmack. Allerdings mag Verkosterin S. generell keine Avocado, weil diese seifig schmeckten. Naja. Ansichtssache. Ich finde: Lecker! Und mal eine interessante Farbe, eine gute Alternative zum Eierlikör.

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Was den verwendeten Alkohol und die Menge an Sahne angeht, kann man nach Lust und Laune variieren. Hauptsache: Einigermaßen hochprozentig (der Haltbarkeit wegen) und der gewünschten Konsistenz angepasst (Sahnemenge).

Abacate – Avocadolikör

für ca. 1,3l

  • 2 essreife Avocados
  • 200g Puderzucker
  • 250ml Schlagsahne + nach Geschmack mehr
  • 500ml Weinbrand (oder Rum, Pitú,…)

Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen. Mit Zucker pürieren, dann Sahne und Weinbrand unterrühren. In mit heißem Wasser ausgespülte Flaschen abfüllen. Der Likör dickt im Kühlschrank nach.

Von hier.

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Schmeckt pur, als „Longdrink“ mit Milch oder als Cheesecakezutat. Letzteres demnächst hier!

Balkonien mal anders

Seit einigen Jahren schon wachsen bei mir auf dem Balkon verschiedene Salatsorten neben Kräutern, Beerensträuchern, Zuckerschoten, Tomaten und Zucchini. Dazwischen gibt es natürlich auch einige nicht essbare Pflanzen (ich liebe Funkien!).

Es ist toll, etwas anzubauen und sich somit zumindest für einen kleinen Teil selbst versorgen zu können. In diesem Jahr habe ich unterschiedliche Kopf- und Pflücksalate, zwei Sorten Rucola und eine Wildkräuter-Salatmischung (die allerdings noch nicht so richtig aus dem Knick kommt) und eine asiatische Salatmischung gesät bzw. gepflanzt. So kann ich mir meine Salate nach dem Baukastenprinzip zusammenstellen.

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Je nach Lust und Laune kommen dann noch leckere Extras hinzu. Zum Beispiel gebratene Avocado mit Frischkäse. Beim türkischen Gemüsehändler habe ich mild gesalzenen Weißkäse entdeckt, der sich dafür gut eignet.

Salat mit gebratener Avocado und Weißkäse

– Blattsalat für eine Portion

– eine halbe Avocado

– etwa 2 EL Weißkäse oder anderen (Ziegen)Frischkäse

– Zitronensaft

– Salz und Pfeffer

– (getrocknete) Kräuter

– Chiliflocken

– Olivenöl

– weitere Zutaten nach Belieben: Erdbeeren, Tomaten, geröstete Samen oder Nüsse

– Zutaten für das Dressing (bei mir: Olivenöl, Feigenbalsamico, Pfeffer, Salz)

Die Avocado (halbieren,) vom Kern befreien, mit etwas Zitronensaft beträufeln und leicht salzen und pfeffern. Den Käse mit Kräutern, Chiliflocken, Salz (vorsichtig, je nach bereits enthaltenem Salz!) und Pfeffer abschmecken. In die Mulde des Kerns füllen und etwas andrücken. Die Avocado vorsichtig mit einem Löffel aus der Schale lösen und in Olivenöl auf der runden Seite bei größerer Hitze anbraten. Wenn sie goldbraune Bratspuren bekommt, wenden und kurz auf der flachen Seite weiterbraten.

Währenddessen den Salat waschen, anrichten, restliche Zutaten und Dressing zugeben und die noch warme Avocado auf den Salat setzen. Nach Belieben mit weiteren Chiliflocken bestreuen.

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Auch ohne Avocado schmeckt der Weißkäse im Salat – ich mag den salzigen Käse zu süßen Beeren besonders.

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