Kein Kaltstart

Ich bin bekanntermaßen ja ein echter Verfechter des Frühstücks. Keine Mahlzeit fehlt mir so sehr, wenn sie ausfallen muss und wenn ein Brunch auswärts ansteht, dann brauche ich zumindest einen Milchkaffee zu Hause vorweg.

Was man aber so in Südamerika frühstückt, das wusste ich bis vor kurzem nicht. In wärmeren Ländern reicht da ja oft ein Kaffee welcher Art auch immer und ein süßes Teilchen. Nun habe ich aber bei der Recherche für das aktuelle Blogevent vom Kochtopf und Urs von Coconut & Cucumber ein brasilianisches Rezept für ein Frühstück gefunden, das Energie für eine ganze Weile bereitstellt. Süß ist es aber definitiv!

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Das Rezept stammt aus einem Buch, das hier bei der Kochbuchchallenge schon aufgetaucht ist (verbloggt habe ich das burmesische Oh-no Khaukswe – Hühnchencurry mit Nudeln, einen Bananendaiquiri aus Kuba und italienische Lombo di Maiale alla Spiede – Schwein-Rosmarin-Spieße sowie Coban Salata – Hirtensalat aus der Türkei).

Die Pfannkuchen werden hier eigentlich mit Ziegenfrischkäse und Guavenkompott gefüllt. Guaven waren nicht aufzutreiben, deswegen gibt es die auch im Rezept -vorgeschlagene Alternative in Form von Birnen. Dazu wird ein Sirup mit Honig serviert – das sollte wohl bis zum Mittag vorhalten!

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Panquecas de Queijo – Süße Pfannkuchen mit Ziegenkäse

für 2-3 Portionen (3-4 Pfannkuchen)

  • 45g + 1 gehäufter TL (Rohrohr)Zucker
  • 2 große, feste Birnen
  • 1 EL Honig
  • 125g Ziegenfrischkäse
  • 80g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 125ml Milch
  • 25g Butter
  • ggf. Obst zum Servieren

Birnen waschen, vierteln, nach Belieben schälen, das Kerngehäuse entfernen und in mundgerechte Würfel schneiden.

150ml Wasser mit 45g Zucker in einen Topf geben und zum Köcheln bringen. Birnen zugeben und zugedeckt bei milder Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen. Die Früchte sollten aber noch Biss haben. Die Früchte mit einem Schaumlöffel herausnehmen und abkühlen lassen.

Honig in das Zuckerwasser geben und zu einem dickflüssigen Sirup einköcheln lassen.

In der Zwischenzeit den Pfannkuchenteig zubereiten. Dazu Mehl, Salz, den restlichen Zucker sowie Ei und Milch miteinander klumpenfrei verrühren. Ggf. etwas Wasser zugeben. Die Konsistenz sollte der von flüssiger Schlagsahne entsprechen.

Etwa 1/4 der Butter in einer Pfanne zerlassen und 1/4-1/3 des Teiges zugeben. Dabei die Pfanne etwas schwenken, damit sich der Teig verteilt. Den Pfannkuchen nur leicht bräunen lassen, wenden und auch die zweite Seite sanft bräunen. Für die weiteren Pfannkuchen genauso vorgehen.

Während die Pfannkuchen ausbacken den Ziegenkäse mit einer Gabel zerdrücken und mit den Birnenstückchen vermengen. Die Ziegenkäsemischung als eine Linie in die Mitte eines Pfannkuchens auftragen, den Pfannkuchen aufrollen. Mit den anderen Pfannkuchen ebenso verfahren.

Der Sirup wird zum Servieren über die Pfannkuchen gegeben und sollte kochend heiß sein. Nach Belieben mit Obst anrichten.

Quelle:

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Beim Blogevent findet ihr noch mehr tolle süamerikanische Ideen und Rezepte – falsches Meerschweinchen zum Beispiel!
Blog-Event CLII - Südamerika (Einsendeschluss 15. Mai 2019)

Mit A und O: Apfelkuchen aus dem Aostatal

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Hallo! Ein kleines Lebenszeichen muss zwischendrin ja auch mal sein. Die Zeit verfliegt geradezu. Einige Tage und Wochen sind so vollgepackt mit Terminen, dass ich dann über mehr Erholung und Leerlauf dankbar bin und den auch nutze. Nur passierte hier deshalb nicht so viel.

Zuletzt überkam mich aber doch die Backlust. Schon am Tag zuvor habe ich mir überlegt, was ich denn jetzt spontan ohne einen zusätzlichen Einkauf aus dem Ofen zaubern könnte und bin dann auf ein Rezept gestoßen, das sich schon einige Zeit in der Muss-ich-mal-ausprobieren-Liste befand: Apfelkuchen aus dem Aostatal.

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Ursprung des Rezeptes ist also die kleinste Region Italiens überhaupt, im Nordwesten gelegen, die vor allem für ihre Skipisten, den Fontina-Käse und Weinbau bekannt ist. Testen wir also mal einen Kuchen!

Die Zutaten waren also alle im Haus, die Backzeit beträgt 40 Minuten bei einfacher Vorarbeit – prima! Ein Rezept, dass man sich merken kann, wenn sich doch mal spontan Besuch ergibt oder einfach Kuchenhunger einschleicht. Da nehme ich jetzt die Wertung schon etwas vorweg, aber: Es lohnt sich auch geschmacklich! Ein saftiger Apfelkuchen, bei dem das Obst mit in den Teig eingebacken ist, der mit einer schokoladigen Decke aus Walnüssen, Trockenobst und Kakao abgerundet wird und am Backtag noch eben lauwarm am besten schmeckt. Aber: Auch Tage später ist der Kuchen noch frisch, wenn er kühl und abgedeckt aufbewahrt wird.

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Apfelkuchen aus dem Aostatal

für eine Springform von 26-28cm Durchmesser

  • 1 Bio-Zitrone (im Notfall reicht auch etwas Zitronensaft)
  • 1 kg eher säuerliche Äpfel
  • 100g getrocknete Feigen oder Pflaumen
  • 100g Walnüsse (opt. Haselnüsse oder Mandeln)
  • 50g flüssiger Honig
  • 1 EL Backkakao
  • 4 Eier
  • 100g Zucker
  • 100g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Butter oder Öl zum Ausstreichen der Backform
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zunächst die Zitrone heiß waschen und mit einer Feinreibe die Schale abziehen. Den Saft von einer halben Zitrone auspressen. Die Äpfel waschen, vierteln, schälen und in feine Schnitze (2-3mm Dicke) schneiden. In eine ausreichend große Schüssel geben und mit Zitronenschale und -saft vermengen.

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze bzw. 160°C Umluft vorheizen.

Die Trockenfrüchte fein würfeln, die Nüsse fein hacken. Beides mit dem Honig und dem Kakao gut vermischen. Backform fetten.

Eier und Zucker zusammen hellgelb schaumig schlagen. Anschließend Mehl, Salz und Backpulver einrühren. Die Apfelstücke unterrühren. Den Teig nun in die Springform füllen und anschließend die Honig-Paste darauf verstreichen.

Für etwa 40 Minuten backen, bis der Kuchen goldgelb ist. Etwas abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und zum Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Quelle: Küchengötter

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Waffeln für den Frühling

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Frühling! Endlich mehr Sonne, mehr Licht, Vogelzwitschern und die Möglichkeit (und Notwendigkeit) für Gartenarbeit. Das heißt hier auch die Hochbeete vom Wintergemüse „befreien“ und für das neue Jahr planen.

Dank des milden Winters haben wir noch reichlich Feldsalat, bunte Bete und Portulak ernten können. Klar, dass die dann auch verarbeitet werden!

Portulak oder Postelein gehört ja zu den weniger bekannten Gemüsesorten und wird auch nicht so häufig verkauft. Er lässt sich aber leicht selbst anbauen. Für den Winterportulak habe ich die letzten milden Tage im Oktober genutzt. Der im Sommer wachsende Portulak hat bis auf den Namen und die Verwendung als Gemüse und Salatkraut keine botanische Verwandtschaft aufzuweisen.

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Und wie wird der Winterportulak nun verwendet? Ganz einfach: Entweder frisch und gut gewaschen als Salat oder gedünstet wie Spinat. Und in letzterer Form wandert er dann in Bratlinge, Aufläufe oder auch in Waffeln!

Also fort mit dem Wintergemüse, damit Platz für Neues ist!

Mein Waffeleisen ist für dicke runde Waffeln geeignet, ähnlich wie für belgische Waffeln. Demnach ist die Anzahl natürlich auch geringer, als wenn Herzwaffeln gebacken würden. Ich schätze, dass etwa doppelt so viele Herzwaffeln mit der gleichen Menge erhalten werden können.

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Waffeln mit Winterportulak

für etwa 4 dicke Waffeln und 8 Herzwaffeln

  • 300g Winterportulak (ersatzweise Blattspinat)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL Öl
  • 150g zimmerwarme Butter
  • 4 Eier
  • 250g Weizenmehl (405) oder helles Dinkelmehl (630)
  • 1 TL Backpulver
  • 150ml Milch
  • 12g frisch geriebener Parmesan oder anderer Hartkäse (kann auch weggelassen werden)
  • Salz
  • Pfeffer
  • ggf. etwas Fett für das Waffeleisen

Den Winterportulak gründlich waschen und putzen. Die Stiele können mitgedünstet werden. Knoblauchzehen putzen und fein hacken. Im erhitzten Öl in einer Pfanne etwas anrösten. Der Knoblauch soll dabei nicht dunkel werden!

Knoblauch herausnehmen und beiseite stellen. In einer großen (Wok)Pfanne nun den Portulak mit etwa 100ml Wasser dünsten, bis er in sich zusammenfällt. Das dauert etwa 3 Minuten. Dabei ab und an rühren. Zuletzt den  Knoblauch zugeben und vom Herd nehmen. Abkühlen lassen.

Mit dem Rührbesen die Butter schaumig aufschlagen und die Eier nach und nach unterrühren. Portionsweise Mehl zugeben, dann Backpulver und Milch zufügen. Portulak gut mit den Händen ausdrücken und mit dem Parmesan zum Waffelteig geben. Mit einem Kochlöffel unterrühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Waffeleisen vorheizen und nach Bedarf (ich brauchte bei diesem Teig kein zusätzliches Fett) etwas einfetten.

Portionsweise knusprige und goldbraune Waffeln ausbacken.

Dazu gab es bei uns einen pi-mal-Daumen-Dipp aus etwa zwei Teilen Magerquark, einem Teil Frischkäse, Chiliflocken, Honig, Salz und Pfeffer.

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Kochbuchchallenge 10.2: Minimalist Baker’s Everday Cooking

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Es ist ja alles irgendwie Geschmackssache, nicht zuletzt beim Essen. Während der Mann nicht so Fan von Zimt in herzhaften Gerichten ist, finde ich das bereichernd und abwechslungsreich. Schließlich wird Zimt in unseren Breiten eher für süßes Gebäck und Eierspeisen verwendet. Eine Ausnahme bildet da vielleicht die – sehr, sehr, regionale Variante von Milchreis, mit der ich aufgewachsen bin: Der wird nämlich mit Zucker, Zimt, Butter und! Bratwurst (für die Omnivoren zumindest) gegessen.

Und so wie diese Zusammenstellung bei einigen Kopfschütteln auslösen wird, so war das Kichererbsen Fesenjan des Mannes Sache nicht. Meine aber schon. Und wegen oder trotz dieser Diskrepanz möchte ich euch das Rezept aus Everday Cooking* vorstellen.

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Es ist eines der vielen Hauptgerichte des veganen Kochbuchs und wird entweder zu Reis oder pur als eine Art Eintopf gegessen. Ob es in euer Beuteschema – rein geschmackstechnisch – passt, müsst ihr selbst entscheiden!

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Kichererbsen Fesenjan – Chickpea Fesenjan

für 4 Portionen (reichlich, wenn man Reis dazu serviert)

  • 180g Walnüsse
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel (etwa 150g)
  • 1 Dose Kichererbsen
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 70ml Granatapfelsirup (im türk. Lebensmittelhandel oder bei den Cocktailzutaten)
  • 2-4 EL Ahornsirup, Agavensirup oder Kokosblütenzucker
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Prise Muskat
  • Kerne von 1/2 Granatapfel
  • ca. 4 EL Petersilie
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • ggf. 180g Reis

Die Walnüsse ohne Fett in einer Pfanne anrösten, bis sie aromatisch duften (alternativ bei 175°C auf einem Backblech 5-10 Minuten unter Beobachtung rösten). Abkühlen lassen.

Zwiebel würfeln und im heißen Öl in einem schweren Topf 4-5 Minuten unter Rühren glasig dünsten. Dabei je eine Prise Salz und Pfeffer zugeben.

Die Walnüsse in der Zwischenzeit in einem Zerkleinerer zu grobem Mehl verarbeiten. Zu den Zwiebeln geben. Kichererbsen, Gemüsebrühe, Granatapfel- und Ahornsirup sowie Gewürze zufügen. Mit je 1/4 TL Salz und Pfeffer würzen, verrühren und aufkochen lassen. 10-15 Minuten leise köcheln lassen, bis die gewünschte dickflüssige Konsistenz erreicht ist.

Nach Belieben den Reis in der Zwischenzeit zubereiten.

Mit Granatapfelkernen und Petersilie servieren.

Aus:

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Süß gewickelt

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Man könnte meinen, das wäre schon eine Übung für unser Moosmutzel. Aber nein, denn das möchte ganz bestimmt nicht wie eine Biskuitrolle gewickelt werden. Und bis dahin ist schon noch etwas Zeit!

Hier habe ich ein süßes Brot mit Cranberries und einem Zimt-Schokowirbel in der Mitte. Das zusammen kann einem ein verregnetes Wochenende schon versüßen. Der Geschmack kommt einem Kuchen schon sehr nahe, die Konsistenz einem Brot. Daher ist – wenn überhaupt – auch nur ein wenig Butter nötig, um sich eine süß gewickelte Scheibe schmecken zu lassen!

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Hunger? Na dann los, an die Rührschüsseln!

Hefebrot mit Cranberries und Zimt-Schokowirbel

für eine Kastenform von etwa 25cm Kantenlänge

  • 170ml lauwarmes Wasser
  • 115 ml lauwarme Milch
  • 1/2 Würfel Frischhefe oder 1 Pck. Trockenhefe
  • 400g Mehl 550 und etwas zum Arbeiten
  • 2 EL Zucker
  • 30g zimmerwarme Butter und etwas für die Form
  • 1/2 TL Salz
  • 100g Cranberries
  • 2 1/2 TL Zimt
  • 75g Schokolade (Vollmilch oder Zartbitter)

Milch und Wasser in eine große Schüssel geben, mischen und die Hefe dazugeben, unterrühren und etwa 10 Minuten stehen lassen, bis sich Bläschen bilden.

Mehl und Zucker zugeben und alles gut verkneten. Nach und nach die Butter in kleinen Stücken zufügen. Etwa 2 Minuten mit geringer Geschwindigkeit verkneten lassen, dann 15 Minuten gehen lassen.

Anschließend das Salz bei mittlerer Knetgeschwindigkeit zufügen. Der Teig sollte weich und dehnbar sein und sich vom Schüsselrand lösen. Etwa 1/3 des Teiges abnehmen und in eine zweite, leicht mit Öl ausgestrichene Schüssel geben, abdecken.

Die Cranberries grob hacken und zum Teig in der Rührschüssel geben. Am besten mit den Händen verkneten, so dass sie gleichmäßig im Teig verteilt sind. Aus der Schüssel nehmen, diese mit etwas Öl einstreichen und den Teig zugeben, einmal darin wenden, sodass er auch an der Oberseite leicht mit Öl bedeckt ist und abgedeckt etwa 45 Minuten an einem warmen Ort (ca. 30-35°C) gehen lassen.

Die kleinere Teigportion mit dem Zimtpulver und den grob gehackten Schokostückchen (oder backstabilen Tropfen) verkneten. Zurück in die Schüssel geben und abgedeckt ebenfalls für etwa 45 Minuten warm gehen lassen.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche nun die Teige nacheinander wie folgt bearbeiten:

Den Teig zu einer Scheibe flachdrücken, die Seiten links und rechts sich leicht überlappend zur Mitte einschlagen und dann von der schmalen Seite her von oben nach unten aufrollen. Auch diese Rolle zur Scheibe flachdrücken, die Seiten zur Mitte einschlagen und erneut von oben nach unten aufrollen. Die Schüssel nach Bedarf erneut mit etwas Öl ausstreichen. Teig in die Schüssel zurückgeben, abdecken und wiederum 45 Minuten gehen lassen.

Nach der Teigruhe den Cranberryteig auf leicht bemehlter Oberfläche auf eine Größe von etwa 20x40cm ausrollen. Leicht mit etwas Wasser bepinseln.

Den Zimtteig auf eine Größe von ca. 20x 20cm ausrollen. Ebenfalls leicht mit Wasser bepinseln. Den Zimtteig so auf den Cranberryteig legen, dass etwa 2,5cm zur kurzen Kante hin frei bleiben.

Diese 2,5cm Teig nun auf den Zimtteig schlagen und so beide Teige von der kurzen Kante her aufrollen. Mit der Naht nach unten in die vorbereitete Form geben und abgedeckt etwa 30 Minuten gehen lassen.

Zum Ende der Stückgare den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen, dabei den Rost auf der zweiten Schiene von unten einlegen.

Wenn der Teig aufgegangen ist, in den Ofen geben und die Temperatur auf 190°C senken. Etwa 35-40 Minuten goldbraun backen.

Etwas abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form nehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Anstelle von Cranberries könnt ihr natürlich auch andere Trockenfrüchte wie Rosinen, Kirschen oder Beeren verwenden!

Leicht abgeändert aus

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Variabel

Heute mal wieder ein Rezept, dass absolut alltagstauglich, fix zubereitet und nach Jahreszeit und Belieben sehr variabel ist: Eier-Ragout.

Meistens gibt es das bei uns als klassisches Senfei mit Kartoffeln, ein Gericht, dass wir beide lieben. Hier wurde in der Bechamel aber neben den hartgekochten Eiern auch noch Gemüse zugegeben.

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Ich habe braune Champignons, Erbsen und Frühlingszwiebeln verwendet. Ihr könnt aber gern den Tiefkühler plündern, euch an Konserven und frischem Gemüse nach Saison bedienen, wie es euch passt. Zu der mit Curry gewürzten Variante passen auch Brokkoli, Blumenkohl, Möhren, Zucchini, Kohl und Kürbis. Möchtet ihr die Bechamel gerne mit Senf oder Meerrettich, Orangensaft aromatisieren, ergeben sich wieder neue Möglichkeiten. Dazu noch eine Beilage nach Wahl: Reis (man bedenke auch hier die Auswahl), Quinoa, Kartoffelstampf,… Ich sag ja: Das Stichwort hier ist variabel!

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Eierragout mit Gemüse

für 4 Portionen

  • insgesamt etwa 500g Gemüse (ich habe 250g Champignons, 200g Erbsen und ein Bund Frühlingszwiebeln verwendet)
  • 2 EL Butter
  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Curry (auch hier gilt: Curry ist wahnsinnig vielfältig. Die Menge richtet sich nach euren Vorzügen – scharf, würzig, fruchtig?)
  • 1/2 l heiße Gemüsebrühe
  • 125ml Milch (oder Kokosmilch)
  • 6-8 Eier
  • 1 Bund frische Kräuter (ich habe Petersilie verwendet, aber Schnittlauch und Koriander funktionieren auch prima)
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Chiliflocken nach Belieben
  • als Beilage: pro Portion etwa 50g Reis oder 100-150g Kartoffeln

Beilage nach Belieben vorbereiten, Reis oder Kartoffeln garen, während das Ragout zubereitet wird.

Gemüse putzen, in Scheiben, Ringe, Viertel,.. schneiden. In einer großen Pfanne die Butter zerlassen und härteres Gemüse etwa 5 Minuten unter Rühren darin andünsten (hier die Pilze, sonst auch Kohl, grüner Spargel, Möhren, Kürbis). Mehl zugeben und gut unterrühren. Wenn Curry dazukommt, auch dieses zugeben und 1-2 Minuten mit anrösten.

Mit Gemüsebrühe und (Kokos)Milch ablöschen. Gut verrühren, damit keine Klümpchen entstehen. Das Gemüse, das zarter ist (hier Erbsen und Frühlingszwiebeln) oder bissfest bleiben soll zufügen.

Einmal aufkochen lassen und bei geringer bis mittlerer Hitze 5-8 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Eier anpieksen und hart kochen (etwa 10 Minuten). Dann abschrecken und schälen, längs halbieren.

Die Kräuter waschen, die Blätter hacken und zum Großteil unter das Ragout mischen, den Rest für die Garnitur aufbewahren.

Die Sauce mit Salz, Pfeffer, etc. abschmecken.

Ragout mit Beilage, Eierhälften und restlichen Kräutern anrichten.

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Viele andere Huhn oder Ei-Rezepte findet ihr beim Blogevent von Zorra. Das hier ist schon Event Nummer 150 – Wahnsinn!

Da passt so eine grundsätzliche Frage wie: Was kam zuerst, Huhn oder Ei doch wie die Faust aufs Auge! Biologisch geprägt sage ich natürlich: Das Ei! Eier gibt es ja schon bei Fischen, Amphibien und Reptilien. Ist das nicht stichhaltig genug für euch? Dann schaut mal, was die anderen dazu schreiben 😉

Blog-Event CL - Huhn oder Ei (Einsendeschluss 15. März 2019)

Kochbuchchallenge 10.1: Minimalist Baker’s Everyday cooking

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Es wurde mal wieder Zeit für eine Kochbuchchallenge. Dabei habe ich gelernt, dass ich es dem Mann zu leicht mache, wenn ich ihn mit einem Kochbuch in der Hand darauf hinweise, dass er doch mal wieder ein Buch dafür aussuchen müsse. Da lautete die knappe Antwort: Das da!* Aber gut, ich wollte eh aus dem Buch kochen, er hat auch einiges gefunden – passt!

Dieses Kochbuch* ist eines der vielen Blogger-Bücher, die in der letzten Zeit erschienen sind. Dana Shultz‘ Blog gibt es seit 2012 – eigentlich ist es ein Zweimannprojekt, denn ihr Mann sorgt für das passende Erscheinungsbild, während Dana die Rezepte kreiert und fotografiert. Sie hat sich dabei auf vegane Küche, die zumeist auch ohne Gluten auskommt, spezialisiert. Gleichzeitig sind die meisten Rezepte auch einfach umzusetzen und nicht besonders zeitaufwändig, wenn man mal die Zeit für das Einweichen von Nüssen o.ä. abzieht.

Auf die Herstellung von veganen Ersatzprodukten geht Dana dann auch zunächst kurz ein – Rezepte für Eiersatz mit Leinsamen, selbstgemachte Mandelmilch, veganen Parmesan oder eine glutenfreie Mehlmischung finden sich im ersten Teil des Buches ebenso wie später verwendete Saucen oder Toppings.

Die Rezepte sind meist mit ansprechenden Fotos versehen und übersichtlich gestaltet: In einer Spalte die Zutaten, daneben die kurze schrittweise Zubereitung. Neben der Zubereitungszeit ist auch die Gesamtdauer angegeben, wenn z.B. das Backen oder die Zeit zum Marinieren hinzukommen. Dankbar bin ich für die metrischen Angaben in Gramm oder Milliliter als auch die amerikanischen Hohlmaße. Ebenso ist die Temperatur gleich noch in °C übersetzt, so dass man nicht noch eine Tabelle neben der Originalausgabe braucht.

Die Rezepte im Hauptteil sind in folgende Kategorien gegliedert: Frühstück – Vorspeisen & Beilagen – Hauptgerichte – Nachtisch und Getränke. Im Anhang finden sich dann noch die benötigten Küchenwerkzeuge sowie Nährwertangaben zu den einzelnen Gerichten.

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Doch nun zum schönen Teil, den Rezepten: Wir beginnen mit einem Frühstück:

Selbstgemachtes Hippie Müsli – Homemade Hippie Cereal

für etwa 21 Portionen

  • 200g Mandelblättchen
  • 125g Pekannüsse
  • 90g Walnüsse
  • 2 EL Chiasamen
  • 2 TL Zimt
  • 2 EL Kokosblütenzucker oder Rohrohrzucker
  • 1/4 TL Salz
  • 2 EL Oliven- oder Kokosöl
  • 60ml Ahornsirup oder Agavensirup
  • 85g gepuffter Vollkornreis (z.B. von hier*; ich habe Vollkorn-Haferfleks* gewählt, da ich nicht glutenfrei lebe)
  • nach Belieben: 30g Sonnenblumenkerne; 35g getrocknete Früchte

Den Ofen auf 160°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier/-folie auslegen.

Mandeln, Nüsse, Chiasamen, 1 TL Zimt, Zucker und Salz in einer Schüssel vermengen. Öl und Sirup erwärmen und mit den Zutaten in der Schüssel gut vermischen. Im Original werden die Nüsse im Ganzen verwendet, ich würde sie beim nächsten Mal grob hacken.

Die Mischung gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und 20 Minuten backen. Wenn noch Sonnenblumenkerne und Trockenfrüchte dazu gegeben werden, dann diese jetzt zufügen. Auch hier werden die Trockenfrüchte (vorgeschlagen sind Blaubeeren) ganz gelassen. Aufgrund der geringen Menge würde ich diese ebenfalls nach Belieben hacken.

Die Mischung einmal verrühren, dann die Temperatur auf 170°C erhöhen und alles weitere 5-7 Minuten rösten. Dabei darauf achten, dass die Mischung nicht zu dunkel wird.

Die gebackenen Zutaten nun vollständig abkühlen lassen und anschließend mit dem gepufften Getreide und dem restlichen TL Zimt vermischen.

In luftdichten Gefäßen aufbewahren. Haltbarkeit: ca. 2-3 Wochen.

Mit Joghurt, Milch oder veganen Alternativen anrichten. Passend dazu: Banane als frisches Obst.

Aus:

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Wie der Lachs in den Pudding kam

Beim Schweden war ich schon relativ oft, wenn auch nicht so häufig zum Essen.In Schweden war ich dagegen noch nicht und da ist es natürlich schön, dass man sich viele Länder ja relativ einfach über typische Gerichte zu sich nach Hause holen kann.

Und das hat sich auch Tina von Küchenmomente gedacht, die oft schwedisch kocht und deshalb dieses Thema für das aktuelle Blogevent bei Zorra vom Kochtopf gewählt hat.
Blog-Event CXLIX - Typisch Schweden (Einsendeschluss 15. Februar 2019)

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Hier gab es aber nicht die vielleicht sofort assoziierten Köttbullar oder Zimtschnecken, sondern einen Kartoffel-Lachs-Auflauf. Warum das jetzt „Pudding“ heißt, weiß wahrscheinlich nur der Schwede. Das, was wir mit Pudding verbinden, trifft hier jedenfalls nicht zu. Man würde eben eher Gratin oder Auflauf sagen.

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Einfacher als die Erklärung des Namens ist da die Zubereitung. Der Lachs kann schon über Nacht marinieren (viele Rezepte verwenden auch Räucherlachs, ich habe frisches Lachsfilet genommen), die Kartoffeln können vorgekocht werden, dann braucht der Auflauf etwa eine Stunde in der Zubereitung inklusive der Backzeit.

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Laxpudding – schwedischer Kartoffel-Lachs-Auflauf

für 2-3 Portionen als Hauptgericht

  • ca. 300g Lachsfilet
  • 1 TL brauner Zucker
  • Saft und Zesten von 1 Biozitrone
  • Meersalz/grobes Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 600g Kartoffeln
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 TL Butter, etwas mehr zum Einfetten und zum Servieren
  • 2 Eier
  • 1 Bund Dill
  • 150ml Milch
  • 60ml Sahne
  • zum Servieren nach Belieben noch Zitronenschnitze, frischer Dill und Butterflocken

Den Lachs kalt waschen, nach Bedarf die Haut abziehen und in mundgerechte Stücke würfeln. In einer Schüssel mit Zucker, Zitronensaft und -zesten vermengen und gut mit Salz und Pfeffer würzen. Wer mag kann hier auch schon die Hälfte des Dills gehackt zugeben. Nochmals vermengen und mindestens 2 Stunden, besser über Nacht abgedeckt im Kühlschrank marinieren lassen.

Die Kartoffeln schälen, in Salzwasser gerade eben gar kochen.

Die Zwiebel schälen, würfeln und in 1 TL zerlassener Butter glasig anschwitzen.

In der Zwischenzeit den Dill waschen, trocken schütteln und hacken.

Die Kartoffeln abgießen und abkühlen lassen, so dass sie sich schneiden lassen.

Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Eine Auflaufform mit etwas Butter einfetten und eine Schicht recht dünner Kartoffelscheiben (ca. 3mm dick) auf den Boden legen. Einige Lachswürfel (ohne die übrige Marinade) auf die Kartoffeln geben, dann wieder mit Kartoffelscheiben bedecken. So weiter verfahren, bis alles aufgebraucht ist. Mit Kartoffeln abschließen.

Für den Guss Eier, Sahne, Milch, Dill und etwas Salz und Pfeffer verrühren und über die eingeschichteten Zutaten geben.

Etwa 45 Minuten goldbraun backen.

Zum Servieren frischen Dill, Zitronenschnitze und Butterflocken reichen.

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Ein Toast!

Ein Toast auf den Toast! Vor allem dann, wenn er so unkompliziert selbst gebacken werden kann, wie hier vorgestellt.

Zum Synchronbacken haben Zorra und Sandra wieder mal ein gelingsicheres Rezept rausgesucht, das auch den Brotbackanfänger nicht abschrecken dürfte. Hier wird nicht mit dem (grundlos?) als kompliziert angesehenen Sauerteig gearbeitet, sondern mit dem Salz-Hefe-Verfahren.

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Dieses kennt ihr vielleicht noch aus einem Brötchen-Synchronbacken und hat auch da gut geklappt. Meinen Beitrag dazu und die Liste der anderen Teilnehmer findet ihr hier.

Eine kleine Änderung wurde ich für das nächste Mal aber dennoch vornehmen und die Salzmenge etwas reduzieren, denn das ist mir so doch etwas zu viel.

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Das Originalrezept stammt übrigens vom Brotingenieur.

Buttertoast mit Salz-Hefe-Verfahren

für einen Laib von etwa 25cm Länge

für den Salz-Hefe-Ansatz:

  • 100g zimmerwarmes Wasser
  • 10g Salz
  • 15g Hefe

für den endgültigen Teig:

  • 300g Weizenmehl 550
  • 200g Dinkelmehl 630
  • Salz-Hefe-Suspension
  • 200g Wasser
  • 7g enzymaktives Backmalz (hell)
  • 25g kalte Butter

Am Vorabend Wasser und Salz mischen und so lange rühren, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat. Anschließend die Hefe dazubröseln und gründlich einrühren. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Morgen alle Zutaten bis auf die Butter mischen und etwa 4 Minuten kneten, bis der Fenstertest ein mittleres Glutengerüst zeigt.

Butter in kleinen Stücken unterkneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Anschließend 10 Minuten in der Schüssel gehen lassen. Teig nun in zwei gleiche Portionen teilen, die Portionen in Stränge formen, die in der Länge der Backform entsprechen. Die beiden Stränge miteinander verzwirbeln oder flechten und in die gefettete Backform legen. Mit einem feuchten Tuch abgedeckt etwa 1 Stunde bei 27°C gehen lassen.

Ofen zum Ende der Gehzeit auf 190°C aufheizen. Brot in der Form hineinstellen und Temperatur auf 230°C erhöhen. Etwas schwaden (etwas Wasser auf den Ofenboden schütten). Etwa 35 Minuten backen. Ich habe hier in den letzten 10 Minuten mit Alufolie abgedeckt, damit die Kruste nicht zu braun wird und die Temperatur auf 210°C gesenkt.

Brot kurz abkühlen lassen, dann aus der Form kippen und ggf. noch weitere 5-10 Minuten zurück in den Ofen geben, damit es nachbräunen kann (war bei mir nicht nötig).

Vollständig auskühlen lassen und – wenn man sich beherrschen kann – bis zum nächsten Tag mit dem Anschnitt warten.

Mit dabei waren mit verschiedenen Variationen, z.B. mit Buttermilch, Kefir oder Vollkornmehl:

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Birgit von Birgit D – Kreativität in Küche, Haus & Garten
Britta von Backmaedchen 1967
Caroline von Linal’s Backhimmel
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Dominik von Salamico
Tina von Küchenmomente
Simone von zimtkringel
Sonja von Soni-Cooking with love
Tamara von Cakes, Cookies and more
Ingrid von auchwas
Sylvia von Brotwein
Katrin von Summsis Hobbyküche
Steffi von dulcipessa
Britta von Brittas Kochbuch
Volker von volkermampft
Manuela von Vive la réduction
Birgit von Backen mit Leidenschaft
Sandra von From-Snuggs-Kitchen
Judith von Bake my day – glutenfrei