Geschickt eingerädelt

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Macht man Ravioli selbst, hat man schon ein wenig Arbeit: Teig und Füllung vorbereiten, ausrollen, füllen und unbedingt ganz dicht verschließen.

Denn sich im Wasser öffnende Ravioli sind der absolute Supergau. So ähnlich wie zerfallende Klöße. Zack – Arbeit umsonst! Nicht nur, dass die Teigkissen wenig präsentabel auf dem Teller sind – sie schmecken auch nicht mehr, eben ganz verwässert.

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Für das Ausrollen des Teiges habe ich seit einem Weilchen Hilfe. Da nutze ich den Aufsatz für die KitchenAid. Per Hand ging das früher aber auch, wie man an den älteren Raviolirezepten sieht. Die Maschine bekommt das schneller und gleichmäßiger hin.

Zum sicheren Verschließen habe ich jetzt auch ein Gerät, aber dazu gleich mehr!

Für die Füllung habe ich mir dieses Mal Fisch ausgesucht: Seelachs, da der festes Fleisch besitzt und auch dem Mann schmeckt, der ja kein ausgesprochener Fischesser ist. Dazu kommen Ricotta und Gewürze.

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Zu den Ravioli gab es den ersten Kürbis aus dem Garten als Püree zusammen mit Kartoffeln. Darüber nur etwas mit Orange und Langpfeffer aromatisierte Butter. An den Beilagen kann ich noch feilen, dem Mann hätte da eine sahnigere Sauce besser gefallen.

Nun zu meinem neuen Helfer: Ich habe mir ein Teigrädchen bestellt, eines das gleichzeitig verschließen und schneiden kann und nebenbei noch ein schönes Muster in den Rand prägt. Und davon bin ich wirklich begeistert, deswegen noch kurz das: Die Prägung ist stark genug, die Ravioli sicher zu verschließen (da ging auch beim Garen nichts kaputt), aber man kann die zwei Teigschichten dennoch händisch recht leicht voneinander abziehen, wenn man die Teigreste neu ausrollen möchte z.B. So sind Raviolis in mehreren geometrischen Formen denkbar (Drei- und Viereck habe ich ausprobiert) und schnell gemacht.

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Und nebenbei habe ich dann auch noch die vielen Rezepte entdeckt, von denen ich ein paar sicher testen werde. Diese Ziegenkäsecreme zum Beispiel ist ganz nach meinem Geschmack und ich lass den Schinken dann einfach weg!

So, jetzt aber zum Rezept für die Fischravioli:

Seelachsravioli

für etwa 24 große Ravioli, also 2-3 Portionen als Hauptgericht ohne Beilage und 5-6 Portionen mit Beilage

  • 200g Mehl Type 405
  • 2 Eier
  • 1/4 TL Salz
  • nach Bedarf etwas Wasser
  • 3/4 l Gemüsebrühe, am besten selbstgemacht
  • ca. 250g festes Fischfilet, z.B. Seelachs (gute Alternativen am besten hier nachschlagen)
  • 125g Ricotta
  • 2 Stengel Petersilie
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, gerne auch mit Langpfeffer kombiniert
  • 1 TL Olivenöl

Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde drücken und die Eier und das Salz hineingeben. Alles miteinander vermengen und gute 5-10 Minuten verkneten, bis ein homogener Teig entstanden ist. Ist der Teig zu krümelig, etwas Wasser zugeben.

In Frischhaltefolie gewickelt etwa 30 Minuten lang in den Kühlschrank geben.

In der Zwischenzeit die Gemüsebrühe zum Köcheln bringen, den Fisch waschen, trocken tupfen und in größere Stücke schneiden. Zur Brühe geben und sanft etwa 10 Minuten köcheln lassen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Petersilie waschen, trocken tupfen, Blättchen abzupfen und diese fein hacken. Zum Ricotta in eine Schale geben. Öl und Fisch dazugeben und mit einer Gabel vermengen (nicht zerdrücken). Mit Salz und Pfeffer(n) würzig abschmecken.

Teig in mehrere Portionen teilen, ggf. fein mit Mehl bestäuben und ausrollen. Ich habe bis auf Stufe 6 von 8 ausgerollt, also etwa 1mm dick.

Etwa teelöffelgroße Portionen auf die Teigplatten verteilen, eine zweite Teigplatte darüberlegen und den Teig sanft andrücken. Dabei darauf achten, dass möglichst wenig Luft mit der Füllung eingeschlossen wird. Dann zu Ravioli rädeln. Möchte man noch mehr auf Nummer sicher gehen, kann auch Eistreiche zwischen den  Teigplatten verwendet werden.

In simmerndem Salzwasser etwa 4-5 Minuten garen, bis die Ravioli an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle herausheben, abtropfen lassen und wie gewünscht servieren.

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