Superlativsensibel

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Der schönste Tag oder Moment, wer könnte sagen, welcher das war? Unabhängig davon, was in der Zukunft liegt. Das Lieblingsbuch, der Lieblingsfilm, das Lieblingsessen? Nicht mal da könnte ich nur je einen Kandidaten nennen. Da herrschen eher Hierarchieebenen und je nach Tagesform können die Top 3 da auch wechseln.

Auch der beste Kuchen, das Lieblingsgemüse, der leckerste Hauptgang existieren so bei mir nicht, ich mag sie (fast) alle. Aber ist das schlimm, wenn die liebsten Dinge eher breit gestreut sind und  es kein absolut allerbestes X gibt? Ich glaube nicht.

Ich möchte aber deswegen auch nicht mit Superlativen um mich werfen. Das beste Rezept für xy gibt es hier nicht. Falsche Bescheidenheit? Ich weiß nicht. Zu große Erwartungen? Und an der Stelle kommt dann auch der Gedanke: Wenn ich das über mich, über meine „Produkte“ sage, mag das in Ordnung sein, aber wie sieht es bei anderen aus? Ein nachdenklicher Sonntagmorgen…

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„Das sind echt Cookies aus der Hölle. Ich glaube, ich habe noch nie bessere Cookies gegessen.“

Für mich ist es oft schwer zu glauben, wenn jemand sagt „das ist das beste, das ich je gegessen habe“ Auch, wen der Mann das sagt und ich weiß, dass es wirklich ehrlich gemeint ist. Vielleicht gerade dann, wenn es ein so einfaches Rezept ist. Auf meine Erwiderung „aber die sind so einfach zu machen“ kam dann auch prompt „aber einfach muss doch nicht schlecht sein!“. Da hat er recht und lecker finde ich die Cookies ja auch. Nur den Superlativ, den verkneif ich mir.

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Noch etwas zu den Cookies selbst, weniger gedankenschwer: Sie sind eher weich, die englische Beschreibung würde „chewy“ beinhalten. Die Schokolade und die Nüsse können natürlich auch ausgetauscht werden, aber gerade diese Kombination weißer Schokolade und Cashews harmoniert richtig gut. Luftdicht verpackt würden sich (ja, Konjunktiv, da es nie soweit kam) die Cookies wohl länger halten und sind auch ein schnell gemachtes Mitbringsel oder Notfallgebäck bei spontanem Kaffeebesuch. Noch leicht warm schmecken sie eh am besten, dann schmilzt die Schokolade noch, mmhh!

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Cookies mit weißer Schokolade und Cashews

für etwa 24 Stück

  • 125 weiche Butter
  • 125g brauner Zucker
  • 1 Ei
  • 200g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 gute Prise Salz
  • 125g weiße Schokolade
  • 50g Cashews

Die Schokolade und die Nüsse grob hacken, den Ofen auf 190°C vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

Butter und Zucker schaumig rühren, dann das Ei zugeben und gut verquirlen. Mehl, Backpulver und Salz zugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Zuletzt die Schokolade und Nüsse unterrühren.

Mit einem Esslöffel etwa gleich große Portionen abstechen, mit etwas Abstand zueinander auf die Bleche verteilen und etwas platt drücken.

Etwa 12 Minuten backen. Die Kekse werden beim Abkühlen fester.

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