Kochbuchchallenge 4.3: Ice-Pops

Morgens auf dem Weg zur Arbeit bricht die Sonne oft durch die Wolken und lässt die letzten Tropfen auf den Autoscheiben glänzen. Nichtsdestotrotz sind die schönen Sommertage wohl vorbei.

Im Garten reift der Wein, der bald verarbeitet werden will und an den Feldern hängen die Holundersträucher voll von Beeren (am Wochenende wird gepflückt! Senf, Balsamico und vielleicht noch anderes finden immer dankbare Abnehmer und müssen nachproduziert werden).

Wenn es euch allerdings so geht, wie mir, dann ist das Wetter ziemlich egal, wenn es um die Frage geht: Eis ja oder nein? So ein kleines Stieleis lässt sich auch in der Spätsommersonne noch genießen. Und dann können gern auch wieder wärmere Aromen und Zutaten wie Schokolade, Nougat oder Mandeln verwendet werden.

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Das Schoko-Passionsfruchteis zum Beispiel, das dritte von vier Rezepten, die ich aus dem Büchlein Ice-Pops* ausprobiert habe. Maracuja und Passionsfrüchte verwende ich tatsächlich höchst selten, obwohl ich den typischen fruchtigen Geschmack mag, der aber so ein pelziges Gefühl im Mund erzeugen kann. Wie auch bei Zitrusfrüchten harmoniert die Säure gut mit kräftigem Schokoladenaroma.

Die Portionen habe ich dieses Mal in kleine Silikon-Muffinformen gefüllt. Das Herauslösen war daher gar kein Problem, nicht mal warmes Wasser war nötig. Ein kleiner Tipp also für alle, die keine extra Eisformen anschaffen möchten, aber solche Silikonformen bereits besitzen. Statt eines Holzstiels sind nach dem Anfrieren bunte Löffel (Eierlöffel) in die Form gewandert, die sich auch bewährt haben. (Metallbesteck wollte ich nicht nehmen, die Kälteempfindung beim Halten ist sicher nicht so toll.)

Das kleine Extra – wenn man denn will – ist hier das Topping vor dem Essen: Als scharfer Kontrast kommt noch etwas Piment d’Espelette aufs Eis.

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Dennoch war dieses Rezept für mich persönlich am unspektakulärsten.

Schoko-Passionsfruchteis mit Piment d’Espelette (wenn man denn möchte)

für 6 Förmchen mit je 50ml Volumen

  • 40g Zartbitterschokolade (ca. 70% Kakaogehalt)
  • 180ml Milch
  • 2 Eigelb
  • 2 Passionsfrüchte
  • 120g Schlagsahne
  • 20g Zucker (habe ich halbiert)
  • nach Belieben Piment d’Espelette, gemahlen oder Cayenne, gemahlen

Schokolade hacken. Milch unter Rühren aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen. Eigelbe mit 2 EL warmer (!) Milch verrühren und wieder zur restlichen Milch geben. Mit einem Schneebesen einrühren und erneut erhitzen, dabei weiter rühren. Die Milch darf dabei nicht kochen, da sonst das Ei gerinnt und ausflockt.

Zieht die Masse leicht an, wird die Hälfte in eine Schüssel gegeben und in die im Topf verbleibende Hälfte die Schokolade eingerührt.

Passionsfrüchte halbieren, das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslösen und mit dem Zucker in die Milchmasse in der Schüssel einrühren. Durch ein feines Sieb streichen.

Sahne steif schlagen und je die Hälfte unter die beiden Massen heben.

Die Förmchen zunächst mit der Passionsfruchtmasse, anschließend mit der Schokoladenmasse befüllen. Nach etwa 2 Stunden Gefrierzeit die Stiele/Löffel einstecken, dann weitere 2 Stunden durchfrieren lassen.

Nach dem Herauslösen aus den Förmchen nach Belieben mit Piment d’Espelette bzw. Cayenne bestreuen.

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Aus:

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