Synchrones Butterballett

IMG_8819

Blätterteig selbst herstellen ist ja tatsächlich schon etwas arbeitsintensiv. Eine Herausforderung wird das Ganze bei sehr sommerlichen Temperaturen, die natürlich auch vor der Küche nicht haltmachen.

So geschehen am Pfingstsonntag. Der Anlass: Synchronbacken mit Zorra vom Kochtopf und Sandra von From snuggs kitchen. Ich glaube, sonst wäre ich auch nicht drauf gekommen. Neben gut gekühlter Butter sollte man auch etwas Geduld und Zeit mitbringen. Der Teigansatz muss nämlich über Nacht oder zumindest einige Stunden gehen und auch das Verarbeiten selbst dauert ein Weilchen.

Das Ergebnis: Leckere Schokobrötchen und Croissants, die am Backtag richtig lecker sind. IMG_8817

Also, wie bekommt man die Butter unter Kontrolle und die Choreographie von Gare und Tourieren mit dem Nudelholz hin? Mit einem ausgefuchsten Rezept nach Julia Child, die vielen vielleicht durch den Film Julia & Julia bekannt ist, in dem sie durch Maryl Streep verkörpert wird.

 

IMG_8818

Croissants oder Schokobrötchen (Pain au chocolat) nach Julia Child

für 6 große Croissants oder Schokobrötchen

  • 7 g Frischhefe oder 3 g Trockenhefe
  • 30 ml lauwarmes Wasser
  • 15 g Zucker
  • ca. 225 g Weizenmehl 550 & mehr zum Bearbeiten
  • 10 g Zucker
  • 9 g Salz
  • 120 g lauwarme Milch
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 150 g kalte Butter
  • 1 Ei zum Bestreichen
  • für Schokobrötchen noch 12 Schokoriegelchen, z.B. diese* oder schnittfeste Nougatmasse

Zunächst die Hefe mit 5g Zucker und dem Wasser in einer Schüssel vermengen und etwa 10 Minuten stehen lassen, bis sich Bläschen bilden.

In der Zwischenzeit die Milch lauwarm erwärmen, Zucker und Salz einrühren und darin auflösen. Mehl, die Milch sowie das Öl zur Hefemischung geben und auf kleinster Stufe 4 Minuten mit der Küchenmaschine kneten. Ist der Teig zu feucht noch etwas Mehl zufügen. Weitere 4-5 Minuten auf kleinster Stufe kneten.

Bei etwa 23°C den abgedeckten Teig 3 Stunden gehen lassen. Das Volumen sollte sich in der Zeit verdreifachen. Anschließend den Teig aus der Schüssel nehmen, auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen in ein Rechteck von etwa 20x30cm drücken. Den Teig falten: Dazu das obere Drittel über das mittlere Drittel klappen und dann das untere Drittel darauflegen.

Den Teig wieder in die Schüssel geben und abgedeckt weitere 1,5 Stunden bei Zimmertemperatur oder über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

Während der Teig geht, kann die Butterplatte zubereitet werden. Ich habe dazu kalte Butter in etwa 3mm dünne Scheiben geschnitten, nebeneinander auf einen Bogen Backpapier gegeben und einen zweiten Bogen daraufgelegt. Die Butterstücke sollen nun mit einem Nudelholz sanft zu einer Fläche von etwa 25x20cm gedrückt werden. Dann in den Kühlschrank oder besser den Gefrierschrank legen und wieder fest werden lassen.

Hat der Teig sein Volumen verdoppelt, kann die Butter eingearbeitet werden:

Damit der Teig etwas entspannt, aus der Schüssel nehmen, auf die bemehlte Arbeitsfläche legen und 2-3 Minuten ruhen lassen. Mit den Händen zu einer Fläche von 35x20cm drücken. Die eine Seite des Backpapieres vorsichtig von der Butterplatte lösen, auf die obere Teighälfte legen, so dass noch etwa 1cm zu den Seitenrändern frei bleibt und vorsichtig den zweiten Bogen Backpapier abziehen.

*Erneut falten: Das untere Drittel des Teiges über das mittlere Drittel klappen und anschließend das obere Drittel darauflegen. Den Teig um 90° drehen und nun vorsichtig zu einem Rechteck von 35x20cm ausrollen. Dabei darf die Butter nicht aus dem Teig herausgedrückt werden! Den Faltvorgang wiederholen: Das obere Drittel über das mittlere legen, dann das untere darüber.*

Den in Folie oder Backpapier eingewickelten Teig für 2 Stunden im Kühlschrank gehen lassen. Dann auf die bemehlte Arbeitsfläche legen, die längere Seite zeigt zu dir. Den Teig mit dem Nudelholz vorsichtig etwas flach drücken.

Nach 10 Minuten Ruhezeit und wiederum zu einer Fläche von 35x20cm ausrollen. Anschließend die Schritte * bis * wiederholen.

Auch jetzt muss der Teig entweder für weitere 2 Stunden in den Kühlschrank oder aber über Nacht. Um zu verhindern, dass der Teig zu stark aufgeht, muss er allerdings mit einer Platte o.ä. beschwert werden.

Nach dieser letzten Gare wird der Teig verarbeitet. Dazu den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, auspacken und etwa 20 Minuten Temperatur bekommen lassen. Zu einem Rechteck von 40×15 cm ausrollen. Für Croissants nun quer dritteln und diese Drittel jeweils diagonal in zwei etwa gleiche Dreiecke teilen. Von der langen Seite her aufrollen und halbmondförmig auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen.

Für die Schokobrötchen ebenfalls drei mal quer teilen und anschließend jedes Drittel in zwei etwa gleiche Quadrate schneiden. Eine Stange Schokolade oder Nougat an den Teigrand legen, den Teig umschlagen und mit der anderen Seite und einem zweiten Riegel Schokolade/Nougat ebenso verfahren. So entsteht ein Schweineohr, formmäßig. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben.

Zugedeckt 2-3 Stunden zur dreifachen Größe aufgehen lassen. Zum Ende der Gare hin den Ofen auf 250°C vorheizen. Das Ei mit 1 TL Wasser verschlagen und mit einem Pinsel auftragen.

10-12 Minuten backen, dabei öfters mal einen Blick in den Ofen werden. Die Gebäcke sollen knusprig goldbraun werden.

Mit dabei waren neben

Zorra mit klassischen Croissants

und Sandra mit Croissants und Schokobrötchen

noch Steffi mit Dinkelcroissants die ganz toll aussehen

Birgit, Dagmar, Tina  und Caroline sowie Simone ebenfalls klassisch unterwegs

Conny und Manuela haben wie ich auch beide Varianten probiert

Es war wieder eine Freude und eine Herausforderung!

Ayayay!

IMG_8658

Ayayay, da habe ich sofort Lambada (bei 2:50) im Kopf! Dieser Ausruf kommt euch vielleicht auch über die Lippen, wenn ihr in die leckeren Enchiladas beißt. Vielleicht ist er auch beim Rühren der scharfen Sauce zu hören, das Füllen und Rollen der Tortillas dauert kaum länger und mit einem ayayay kann man voll Vorfreude einen Blick in den Ofen werfen, wenn man den Enchiladas beim Überbacken zuschaut.

IMG_8659

Da wird euch kein Fleisch fehlen, das Gericht ist als vegetarische Variante mindestens genau so gut und kann auch gut in größeren Portionen zubereitet werden. Die Sauce lässt sich auch gut einfrieren.

IMG_8650

Doch nun zur Sache:

Enchiladas mit Blattspinatfüllung

für 4 Enchiladas

für die Sauce

  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Mehl
  • 1/4 TL Chili-Flocken
  • 1/4 TL Cayenne
  • 1/2 TL Oregano, getrocknet
  • 1/2 TL Knoblauchpulver
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1,5 TL brauner Zucker
  • 1/2 Dose stückige Tomaten

für die Füllung & zum Überbacken

  • 1/2 EL Olivenöl
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • gut 125g Blattspinat
  • 100g Ricotta
  • 50g Saure Sahne
  • 100g Gouda
  • 4 Tortillas aus Maismehl oder Weizen-/Maismehl gemischt
  • Enchiladasauce s.o.
  • Muskat
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Um die Sauce zuzubereiten Öl in einem kleinen Topf erhitzen, Mehl zugeben und kurz unter Rühren anschwitzen. Sämtliche Kräuter und Gewürze zugeben und mit den Tomaten ablöschen. Bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren. Ist die Sauce zu stark einreduziert, etwas Wasser oder Gemüsebrühe zugeben. Scharf-würzig abschmecken.

In der Zwischenzeit Spinat waschen und trocken schleudern und Gouda grob reiben.

Den Ofen auf 190°C vorheizen.

Für die Füllung die Schalotte schälen, fein würfeln, Knoblauch schälen und fein hacken. Beides in einer großen Pfanne im erhitzten Öl bei mittlerer Hitze glasig andünsten. Blattspinat zugeben und unter gelegentlichem Rühren zusammenfallen lassen. Etwa 5 Minuten dünsten. Pfanne vom Herd nehmen und Ricotta, saure Sahne und die Hälfte des Goudas zufügen. Unterrühren, bis alles gut vermischt ist. Mit Salz, Muskat und Pfeffer abschmecken.

Die Tortillafladen nacheinander befüllen. Dazu etwa 2 EL der Spinatmischung längs in der Mitte verteilen und den Fladen von den Seiten her zuklappen und aufrollen. (Ich habe das untere Ende noch ein paar Zentimeter über die Füllung geklappt, dann eine Seite zur Mitte umgeschlagen und anschließend aufgerollt, wie man es auch bei Wraps macht.) Nebeneinander in eine ofenfeste Form legen, mit der Sauce übergießen und mit dem restlichen Käse bestreut für 20 Minuten im Ofen überbacken, bis der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist.

Lecker, sag ich euch! Auch hier war das Rezept von Springlane ohne Fehl und Tadel.

IMG_8636

IMG_8651

Die Ideen, die vom Mann in Sachen mexikanisches Essen noch kamen, konnte ich gar nicht alle umsetzen. Tacos, bitte! Und richtiges Chili mit klein gewürfeltem Rindfleisch. Und..

Aber zum Glück ist das ja auch ohne BlogEvent bei Zorra und Simone möglich. Gerade an etwas kühleren Tagen, die es ja auch ab und an gibt.

Auch die vegetarischen Enchiladas sind deftig und gut für Regentage geeignet.

Blog-Event CXLI - Mexikanische Küche (Einsendeschluss 15. Mai 2018)

Gütesiegel Geisterkrank

IMG_0082

Wie man seit gut zwei Jahren merkt, hat der Mann den Blog doch nachhaltig beeinflusst. Vorher vorwiegend vegetarisch, ab und an Fischgerichte, so erscheinen nun doch einigermaßen regelmäßig auch fleischhaltige Rezepte.

IMG_0076

Natürlich nur dann, wenn der Mann die als blogtauglich abgesegnet hat. Die Steigerung von blogtauglich gibt es allerdings auch. In Form von Aussprüchen: Das muss auf den Blog! Dass er mich damit auch sehr unterstützt, das Fotografieren beim Zubereiten, vor dem Essen und manchmal auch dabei nicht nur mitmacht, sondern auch gerne mal dabei hilft, sich Rezepte aus den Kochbüchern aussucht, Ideen bei den BlogEvents liefert, und und und… das nehme ich natürlich dankbar an und möchte ihm daher jetzt auch gern noch einen weiteren Platz hier einräumen:

Der Mann bekommt sein eigenes Gütesiegel.

IMG_0074

Wer ihn kennt, weiß, dass er seinen Gefühlen jeglicher Art oft mit sehr viel Pathos Ausdruck verleiht und nicht mit einer gängigen Formulierung wie „sehr lecker“, „schmackhaft“ oder ähnlichem, sondern gerne mit: Das ist geistes- oder eben auch gerne geisterkrank! Daher:

geisterkrank

Das folgende Rezept ist ein solches. Das Fleisch fand so großen Anklang, dass ihm zusammen mit dem schon bekannten Hühnchencurry mit Nudeln das Gütesiegel verliehen werden musste.

Blog-Event CXLI - Mexikanische Küche (Einsendeschluss 15. Mai 2018)

Simone hat passend zum strahlenden Sonnenschein auch ein feuriges Thema für Zorras BlogEvent rausgesucht: ¡Fiesta Mexicana! Das passt großartig und daher kam ich bei der Recherche auch an folgendem Rezept nicht vorbei:

Ofenpommes, mexikanisch inspiriert mit Carnitas für den Mann und Käsesauce sowie einer scharfen Mango-Salsa. Gefunden habe ich beide Rezepte bei Springlane, die für Grundrezepte, wie z.B. die verschiedenen Arten Pommes zuzubereiten, eine gute Quelle sind!

IMG_0075

IMG_0081

Carnitas mit Ofenpommes, Mango-Salsa und Käsesauce

für zwei Portionen

für das Fleisch

  • 500g Schweineschulter oder -nacken
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Paprikapulver, ich habe 1 TL scharfes und 1 TL süßes gemischt
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 2 TL Chiliflocken
  • 1 Tl Oregano, getrocknet
  • 1/4 TL Cayenne
  • 1/2 TL Knoblauchpulver
  • 1/4 TL Zimt
  • 60ml Wodka (im Original Tequila, aber das ist meins nicht..)
  • 60ml Orangensaft
  • 180ml Wasser
  • 1 TL Chipotle Chilipulver (ich habe Pimentón de la Vera* in der scharfen Variante verwendet)
  • 2 EL Agavensirup oder Honig
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

für die Mango-Salsa

  • 1/2 Mango
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Tomate oder 4-5 kleine Cherrytomaten
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 rote Chili
  • 1 TL Agavensirup oderHonig
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

für die Käsesauce

  • 90ml Milch
  • 90ml Sahne
  • 60g Frischkäse
  • 2 Stengel frischer Koriander
  • 150g Cheddar

für die Ofenpommes

  • ca. 500g mehligkochende Kartoffeln
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Salz
  • 1 TLChiliflocken
  • 1 TL Oregano, getrocknet
  • 1/8 TL Kreuzkümmel
  • 1/8 TL schwarzer, frisch gemahlener Pfeffer
  • dazu nach Wunsch: Aioli, z.B. von Zorra

Zunächst das Schweinefleisch waschen, trocken tupfen und ggf. von zu dicken Sehnen befreien.

Paprikapulver, Oregano, Zimt, Chiliflocken und Cayenne mit Knoblauch und Kreuzkümmel sowie je 3/4 TL Salz und Pfeffer mischen und das Schweinefleisch mit 1/3 der Mischung gut einreiben.

Öl in einem Bräter oder einer ofenfesten Pfanne mit Deckel erhitzen. Ofen auf 175°C Heißluft vorheizen. Fleisch von allen Seiten etwa 2 Minuten scharf anbraten. Mit der restlichen Gewürzmischung bestreuen, Alkohol, Orangensaft, Wasser und Honig/Agavensirup sowie das Chilipulver zugeben. Mit geschlossenem Deckel je nach Flesichdicke 2-3 Stunden schmoren lassen. Schweinenacken ist da oftmals etwas dünner, ich habe die Nackensteaks etwa 2 Stunden im Bräter gelassen. Ggf. muss noch etwas mehr Flüssigkeit zugefügt werden, damit das Fleisch nicht zu trocken wird. Es sollte sich mit zwei Gabeln leicht zerzupfen lassen.

In der Zwischenzeit kann die Mango-Salsa zubereitet werden. Dazu die Mango waschen, schälen, das Fruchtfleisch fein würfeln. Tomate waschen, Fruchtfleisch ausschaben, fein würfeln. Geputzte, entkernte Chili und geschälte Knoblauchzehen fein hacken und mit Mango, Zitronensaft, Tomatenwürfeln, Honig oder Agavensirup und Öl in eine Schüssel geben, gut vermengen und mit Salz und Pfeffer würzig abschmecken. Kühl stellen.

Wenn das Fleisch fertig ist, kann mit den Pommes begonnen werden.

Das Fleisch aus dem Bräter/der Pfanne nehmen und mit zwei Gabeln in mundgerechte Stücke zupfen. Warm stellen. Den Ofen auf 200°C einstellen.

Für die Pommes die Kartoffeln entweder gut abbürsten (nur bei Bio-Kartoffeln, bei anderen sind keimhemmende Mittel aufgespritzt, daher sollten diese dann geschält werden) oder schälen und in etwa gleich große Achtel/Spalten schneiden.

Kartoffelstücke gut mit Wasser waschen, damit sich die Stärke ablöst, danach gut mit einem sauberen Küchentuch trocken tupfen.

Olivenöl mit Gewürzen und Kräutern in einer großen Schüssel vermengen, Kartoffelspalten zugeben und gut mit dem Öl vermischen, damit die Pommes gleichmäßig überzogen sind. Auf ein mit Backfolie oder ein leicht eingefettetes Backblech geben, so, dass sich die Pommes nicht berühren (ggf. mehrere Bleche verwenden). Etwa 30 Minuten knusprig backen.

Währenddessen die Käsesauce zubereiten. Dazu Cheddar reiben. In einem Topf Sahne und Milch zusammen bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen, Frischkäse und Cheddar zugeben und rühren, bis sich alles zu einer cremigen Sauce verbindet.

Koriander waschen, trocken tupfen und die abgezupften Blättchen hacken. Zum Großteil in die Sauce rühren, den Rest oben darauf streuen.

Fleisch mit Mango-Salsa und etwas darüber gegossener Sauce und den Pommes servieren.

Weitere tolle, mexikanische Rezepte (oder solche, die davon inspiriert sind,) findet ihr bei der Zusammenfassung des Events, nach dem 15.Mai!

IMG_0077

IMG_0079

Handgemacht

IMG_8491

Nudeln habe ich ja schon länger nicht mehr selbst gemacht. Pasta ist bei uns oftmals auf dem Tisch, wenn es schnell gehen soll. Ein Pesto lässt sich da noch schnell zubereiten, aber Nudeln oder Maschine oder Aufsatz für die KitchenAid dauert eben doch etwas länger.

Dabei macht die Zubereitung Spaß und lässt – wie immer bei Handgemachtem – Freiheit für die eigenen Ideen.

IMG_8492

So wollte ich dieses Mal unbedingt Bärlauchpasta herstellen, aber nicht mit pürierten Kräutern im Teig, sondern mit ganzen eingearbeiteten Blättern. Da die Pasta so schon ein kräftiges Aroma bekommt, sollte das Pesto eher zurückhaltend sein, um dem Bärlauch Raum zu lassen. Pesto bianco war also die Lösung. Pesto bianco? Weißes Pesto? Tja, das ist neben den ganzen grünen Kräutervarianten und den roten Pesti mit Tomate oder Paprika gar nicht so bekannt!

IMG_8495

Pesto bianco besteht zum Großteil aus Ricotta und Nüssen. Ich habe Mandeln gewählt, weil der Mann ja gegen Walnüsse gewisse Aversionen hat. Dazu kommen Zitronenabrieb, Knoblauch, Salz und Pfeffer und fertig ist das Pesto!

IMG_8489

Übrigens, wenn euch die Eier etwas grün vorkommen, dann liegt das einfach daran, dass die Schale grün ist, die stammen von sogenannten Grünlegern und wurden von der Mama des Mannes gespendet. Die Pasta ist aufgrund der vielen Eigelbe dann aber auch schön golden. Die auf dem Foto gezeigte Knoblauchrauke wäre eine Alternative zum Bärlauch, wenn ihr mit Wildkräutern arbeitet. Ich habe sie fein geschnitten zum Pesto gegeben.

IMG_E8499

Bärlauchpasta mit Ei und Pesto bianco

für 2 kleine Portionen

  • 100g & etwas zum Bearbeiten Mehl 00 – gibt es in gut sortierten Supermärkten, wir haben es tatsächlich aus Italien mitgebracht
  • 25g Hartweizengrieß
  • 4 Eier (davon nur die Eigelbe)
  • 1,5 EL kaltes Wasser
  • 1 guter EL +3 EL Olivenöl
  • etwa 10 Blätter Bärlauch
  • 125g Ricotta
  • 50g Mandeln mit oder ohne Haut
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 TL Zitronenschale (Biozitrone)
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Für die Pasta das Mehl, mit dem Grieß mischen, die Eier trennen und die Eigelbe zugeben. Wasser und 1 EL Öl zufügen und alles zunächst mit einer Gabel vermengen, dann auf leicht bemehlter Arbeitsfläche mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Ist er zu trocken, etwas Wasser zufügen, ist er zu klebrig, etwas Mehl zufügen.

Den Teig in Frischhaltefolie eingepackt 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Bärlauch waschen und trocken tupfen. Die Stengel abschneiden und beiseite legen.

Für das Pesto die Mandeln ohne Fett in einer Pfanne rösten, bis sie duften und leichte Röstspuren haben. Mit einem Pürierstab so zerkleinern, dass keine großen Stücke mehr vorhanden sind, sie aber noch nicht fein gemahlen sind. Ricotta, in feine Würfel geschnittenen Knoblauch, fein abgeriebene Zitronenschale, Öl zufügen und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Den Pastateig auf leicht bemehlter Arbeitsplatte dünn ausrollen. Die Oberfläche der Platte sollte zu sehen sein. Dann Bärlauchblätter darauf legen und die Teigplatte darüberklappen, so dass die Kräuter bedeckt sind. Wieder dünn ausrollen. Ich habe den Teig in vier Teilen bearbeitet, bis alles verbraucht war.

In Streifen zu Bandnudeln schneiden oder nach Belieben ausstechen. In kochendem Salzwasser 2-3 Minuten kochen, bis die Nudeln wieder oben schwimmen. Abtropfen lassen und sofort mit dem Pesto servieren.

IMG_8493

Mit einem Whoops! sind sie im Mund

IMG_E8475

Also mit einem ganz großen Whoops versteht sich. Bei diesen Whoopies sollte man besser öfter zubeißen. Umso schöner!

Passend zum Frühsommer hat sich zwischen die Vanillekekse dann aber auch noch eine Rhabarbersahnecreme und -kompott geschlichen. So wird ein richtiger kleiner süß0er Burger daraus! Ob ihr die Cookies dann doch wie einen Doppelkeks wieder löst und einzeln knuspert, oder doch kleinere Kekse backt, die man im Ganzen  weghapsen kann, ist euch überlassen! In jedem Fall kommt ihr zu einem knusprig-cremigen, süß-säuerlichem Geschmackserlebnis.

Die Creme solltet ihr zuerst, am besten sogar am Tag zuvor vorbereiten. Sie eignet sich auch wunderbar, um mit zerbröselten Keksen und Rhabarberkompott im Glas serviert zu werden, zum Füllen von Windbeuteln und Baisers,…

IMG_8467IMG_E8478

Rhabarber-Sahnecreme

für etwa 500ml

  • 250g Rhabarber (etwa 2-3 dünne bis mittlere Stangen)
  • 50g selbstgemachter Vanillezucker
  • 10g brauner Zucker
  • 100ml Wasser
  • 2 Gelatineblätteroder 1 Packung Gelatinepulver
  • 175g Schlagsahne

Rhabarber putzen und die Schale in Streifen abziehen. Fein würfeln oder in dünne Scheiben schneiden. Mit Wasser und Zucker für 5 Minuten sanft köcheln lassen. Etwas abkühlen lassen, pürieren und anschließend durch ein Sieb streichen.

Währenddessen die Gelatine in etwas kaltem Wasser einweichen und dann ausdrücken. In die lauwarm abgekühlte Masse rühren, bis sie sich vollständig aufgelöst hat. Im Kühlschrank etwas gelieren lassen.

Die Sahne steif schlagen und unter die Rhabarbermasse heben. Erneut kühl stellen, bis die Creme fest genug geworden ist.

IMG_8455

Rhabarberkompott

  • 100g Rhabarber
  • 15g brauner Zucker

Rhabarber wie oben putzen und schälen, in dünne Scheiben oder feine Würfel schneiden. Mit wenig Wasser und dem Zucker zusammen im Topf 5 Minuten sanft köcheln lassen, bis der Rhabarber beginnt zu zerfallen. Abschmecken und ggf. mit etwas mehr Zucker verrühren.

Vanillecookies

für etwa 40 Stück mit 5cm Durchmesser

  • 2 Eier
  • 300g Zucker
  • 2 EL selbstgemachter Vanilleextrakt
  • 125g zerlassene Butter
  • 2 TL Backpulver
  • 480g Mehl

Ofen auf 160°C Umluft vorheizen.

Eier und Zucker weißschaumig schlagen. Vanilleextrakt und zerlassene (aber nicht heiße!) Butter zugeben und anschließend das Mehl mit dem Backpulver unterrühren.

Aus dem Teig Bällchen formen, die etwas kleiner als Tischtennisbälle sein sollten. Für Miniwhoopies sollten sie maximal 1,5 cm Durchmesser haben.

Mit Abstand auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und etwa 16 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

IMG_E8473

Für Whoopies

Die Creme in einen Spritzbeutel füllen und ringförmig auf einen Keks aufspritzen, so dass in der Mitte eine freie Stelle bleibt, in die etwas Kompott gegeben wird. Einen zweiten Keks daraufsetzen.

Für ein Dessert im Glas

Die Gläser zu etwa drei Vierteln mit Creme füllen, etwas Kompott darauf geben und mit zerkrümelten Keksen auffüllen (den Trick mit den Keksen im Gefrierbeutel und dem Nudelholz kennt ihr ja sicher). Nach Belieben noch etwas Creme darauf spritzen.

IMG_E8469

Genießt die Sonne! Und den freien 1. Mai.

Schönbrot

Bei den Scones, die ich hier gebastelt habe, würde man wohl eher von Biscuits sprechen. Und da kommen wir auf UK/USA-Sprachdifferenzen zu. Denn Biscuits sind in den Staaten keine Kekse, sondern eben eher brötchenartige Gebäckstücke, wie die britischen Scones eben. Bei letzteren sind nun aber weniger weitere Zugaben zum Teig (Nüsse, Schokolade, Früchte,…) zu finden, als bei den amerikanischen Biscuits.

IMG_8373.JPG

Aber gut, ich mag die Bezeichnung Scone da eben eher. Und die kommt wiederum über kurz oder lang vom Wort schoonbrood, niederländisch für Schönbrot, also eher Feingebäck. Man lernt ja nie aus.

Mein Mehl ist nicht ganz so fein ausgemahlen, ich wollte gerne das Bio-Weizenmehl 1050 vom Hobbybäckerversand testen und habe daher eher rustikale, aber auch etwas gesündere Scones gebacken. Damit kein zusätzlicher Zucker in den Teig muss, habe ich auf Cranberries und Aprikosen sowie etwas weiße Schokolade zurückgegriffen.

IMG_8370

Das war eine gute Entscheidung, auch, wenn der Mann sich über mehr Schokostücke gefreut hätte. Da bleibt euch die Freiheit überlassen, mehr zu verwenden, die Trockenfrüchte auszutauschen –  ihr kennt das.

Im Gegensatz zu den typischen Scones braucht man meiner Meinung nach aber auch keine zusätzliche Marmelade o.ä., sie sind so als Kuchenbrötchen optimal zum Mitnehmen, vielleicht für das erste Picknick? oder zum Brunch, Kaffee, Frühstück,…!

IMG_8366

Scones ohne Buttermilch mit Trockenfrüchten und Schokolade

für 8 Stück, eine Form mit 20cm Durchmesser

  • 230g Mehl 1050
  • 1 Packung Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 55g kalte Butter in Stücken & etwas zum Fetten der Form
  • 175ml Milch
  • 50g getrocknete Aprikosen in Würfeln
  • 50g getrocknete Cranberries, grob zerkleinert
  • 100g weiße Schokolade grob gehackt

Ofen auf 180°C Umluft vorheizen, eine Backform mit Backpapier auslegen und mit Butter am Rand fetten.

Mehl, Backpulver und Salz mischen, Butter und Mehl zugeben und kurz unterkneten. Nun die Früchte und Schokolade hinzufügen und ebenfalls schnell einarbeiten.

Teig in die Form drücken und mit angefeuchteten Fingern bzw. einem Spatel gleichmäßig verteilen und glatt streichen. Ich habe ebenfalls mit der Teigkarte grob acht Portionen abgeteilt.

25-30 Minuten goldbraun und knusprig backen. Die Schokolade soll dabei schmelzen, der Teig aber durchgebacken sein. Stäbchenprobe!

Abgeändert von hier.

IMG_8367IMG_8371

Mein zweiter Beitrag zu Zorras Hobbybäcker-BlogEvent! Es gibt schon einige tolle Beiträge für herzhafte Brote, schaut mal vorbei! Blog-Event CXL - Brot und Brötchen für den Brunch in Kooperation mit Hobbybäcker (Einsendeschluss 15. April 2018)

Für Strolch

IMG_8346

Seit nahezu zwei Jahren begleitet der Mann mich nun und bereichert mein Leben so sehr. Ich möchte ihn nicht mehr missen. Mehr ist gar nicht zu sagen, zumindest nicht hier.

Und so kommt heute nur ein Rezept für strolchige scharfe Hackfleischbällchen zu Spaghetti und ein großes – danke, dass du da bist!

IMG_8345

IMG_8342

Spaghetti mit scharfen Hackfleischbällchen

für 3-4 Portionen

  • 2,5 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 dicke Knoblauchzehe
  • 1 TL getrockneter Oregano und etwas zum Servieren
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Balsamico
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • Tabasco und Pimentón de la Vera
  • 1/2 TL brauner Zucker
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 125ml Rinder- oder Gemüsebrühe
  • 100g fein gewürfelter Schinken oder Bacon
  • 400g Rinderhack
  • 35g Panko
  • 1/2 Ei, verquirlt
  • 100g Büffelmozzarella
  • 12g Parmesan oder Pecorino
  • ca. 400g Spaghetti
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zwiebel und Knoblauchzehe putzen und fein würfeln. Die Hälfte des Olivenöls in einer (ofenfesten) Pfanne erhitzen und mit dem Oregano bei schwacher bis mittlerer Hitze etwa 10 Minuten unter gelegentlichem Rühren glasig dünsten.

In der Zwischenzeit Hack, Schinkenwürfel, Ei, Panko in eine ausreichend große Schüssel geben. Die Hälfte der Zwiebelmischung aus der Pfanne zugeben.

Zur anderen Hälfte in der Pfanne nun Tomatenmark und Essig geben und kurz bei mittlerer Hitze unter Rühren anbraten. Tomaten und Brühe mit Thymian und Zucker einrühren und aufkochen lassen. Mit Tabsaco und Pimentón würzen. Bei sanfter Hitze leicht köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und ggf. Tabasco und Pimentón würzen.

Die Hackmischung nun gut verkneten und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zu Bällchen mit 2-3cm Durchmesser formen. Dazu die Hände ab und an anfeuchten.

In einer zweiten Pfanne das restliche Öl erhitzen und die Bällchen darin unter gelegentlichem Schwenken kross anbraten.

Die Bällchen mit einem Schaumlöffel o.ä. in die Pfanne mit der Tomatensauce setzen und offen bei geringer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit der Ofen auf etwa 220°C Umluft vorheizen und die beiden Käsesorten reiben.

Wenn die Tomatensauce in einer ofenfesten Pfanne zubereitet worden ist, kann der Käse nun direkt auf den Klößchen verteilt werden. Ansonsten alles in eine ofenfeste Form geben und mit Käse bestreuen. Im Ofen 10-12 Minuten goldbraun backen.

In dieser Zeit die Spaghetti in ausreichend kochendem Salzwasser zubereiten, abgießen und auf Teller verteilen.

Die Hackfleischklößchen mit Sauce darauf geben und mit etwas Oregano und ggf. geriebenem Käse servieren.

Quelle: Klick

IMG_8356

IMG_8352

Von MTV und BFF

IMG_8325

Manchmal erinnert man sich ja aufgrund komischer Assoziationen an Dinge, die nicht wirklich relevant aber eben doch da sind.

Der Plan und das Rezept für die Bärlauchfocaccia mit Feta brachte die Abkürzung BFF ins Hirn. Und zumindest Gleichaltrige könnten sich noch an die MTV-Sendung My new BFF mit einer gewissen Paris Hilton erinnern. Titel und Konzept widersprechen sich ja bereits in doppelter Hinsicht: Meine neue beste Freundin für immer. Bei einer Serie mit mehreren Folgen und auch Staffeln. Darin kann man freilich nur den Beleg für die Substanzlosigkeit und Oberflächlichkeit der Show und auch der Protagonistin sehen, die ja immerhin ihren Namen dafür hergibt.

IMG_8331

Diese Sendung habe ich allerdings nicht gesehen, dafür kamen Erinnerungen an andere, denn zu dieser Zeit, meiner Oberstufenzeit, wurde MTV vom Musik- zum heutigen „Jugendsender“, der sich vor allem durch (semi- oder pseudo-)Reality Shows auszeichnete, an die ich mich noch gut erinnere, weil sie damals einfach neu waren. Wer erinnert sich noch an Dismissed oder Next!, an The Hills oder Made, an Sendungen, bei denen Fremdschämgefühle aufkamen wie My super sweet 16, The Osbournes oder Jersey Shore? Oder wo man sofort genauso toll tanzen können wollte wie bei America’s Best Dance Crew? Eieiei.. ich hab das zum Teil sehr gerne gesehen, muss ich zugeben.

IMG_8321

Auch die Formate, die umzogen, weil sie einfach gut waren und zum Teil heute noch laufen oder ähnlichen Sendungen Platz gemacht haben.. Unter Ulmen oder MTV Home, um nur zwei zu nennen.

IMG_8311

Ja, ok, aber was hat das jetzt mit dem Rezept zu tun?! Nichts, bis auf eben die Abkürzung und die Assoziationskette, die sie in Gang gesetzt hat. Denn im Gegensatz zu Madame Hiltons TV-Show hat meine Focaccia wirklich Struktur und innere Werte, die die tolle Oberfläche ergänzen: Luftiger Hefeteig mit knuspriger Kruste, Bärlauchchips (denn die Blätter werden beim Backen ebenfalls knusprig) und würzigem Feta: BFF – Bärlauch-Feta-Focaccia. 

IMG_8328

Die passt zum Brunch bei nahezu sommerlichen Temperaturen ebenso wie zum Grillen oder zum Salat perfekt! Die Mehlmischung Pane die Como von Hobbybäcker eignet sich dafür sehr gut. Hier ist bereits Zucker enthalten, Salz ebenfalls, so dass ich beides nicht mit zum Teig gab, sondern mich an die Zubereitungsempfehlung auf der Packung verlassen habe – was belohnt wurde!

IMG_8320

Mit wenigen weiteren Zutaten gelingt dann die frühlingsfrische Bärlauch-Variante ohne Probleme.

IMG_8313

BFF – Bärlauch-Feta-Focaccia

für 1 Blech

  • 500g Mehlmischung Pane die Como
  • 1 Packung Trockenhefe (ebenfalls von Hobbybäcker)
  • 370g warmes Wasser
  • ca. 2 EL Olivenöl
  • 100g Feta
  • 50g Bärlauch
  • etwas Salz

Die Trockenhefe unter das Mehl mischen, Wasser zugeben und etwa 5-8 Minuten zu einem glatten Teig kneten (auf kleiner Stufe), bis dieser sich vom Schüsselrand löst. Abdeckt und warm etwa 1 Stunde gehen lassen. Danach auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech geben und mit den Handballen bzw. dem Teigholz zu einem Fladen formen und den Ofen auf 180°C Heißluft vorheizen.

Während der Teig erneut gehen darf Bärlauch waschen und trocken tupfen, die Stiele entfernen und die Blätter in breite Streifen schneiden. Feta würfeln.

Mit den Fingerkuppen viele kleine Mulden in den Teig drücken, mit Öl bestreichen und Bärlauch sowie Feta darauf verteilen. Mit etwas Salz (ich habe geräuchertes Salz verwendet, daher die Farbe) bestreuen und 5 Minuten bei 180°C, dann bei 170°C weitere 25 Minten goldbraun und knusprig backen.

Für das Blogevent von Zorra wurden freundlicherweise Zutaten von Hobbybäcker zur Verfügung gestellt. Mehr tolle Ideen mit diesen Produkten findet ihr spätestens nach dem 15.4. in der Zusammenfassung bei Zorra!

Blog-Event CXL - Brot und Brötchen für den Brunch in Kooperation mit Hobbybäcker (Einsendeschluss 15. April 2018)

 

Kochbuchchallenge 8.1: Bought, Borrowed & Stolen

Nur kein Stress! Unter dem Motto sollte zumindest das Osterwochenende stehen, an dem wir auch ein Dreigängemenü für 6 gekocht haben. Zumindest zum Großteil ist uns das gelungen. Unser Urlaub hat ebenfalls Anteile von Arbeit, freiwillig und erzwungen. Zum Ostermenü später (Es ist mehr oder weniger unabhängig von der Jahreszeit und ich brauche noch Fotos. Da der Mann und ich anderweitig beschäftigt waren, haben die Gäste zumindest einige gemacht.).

Zunächst eine neue Kochbuchchallenge, mit der ich bereits vor Ostern begonnen habe. Der Mann hat ebenfalls nach Rezepten gestöbert und so ist dieses hier auch von ihm ausgesucht. Da er es mit seinem „Weltklasse! – Das muss aufs Blog!“-Siegel ausgezeichnet hat, kann ich da natürlich nicht widersprechen. Beurteilen kann ich es dieses Mal jedoch nicht.

IMG_8283

Doch erstmal zum Buch: Der ungewöhnliche Titel Bought, Borrowed & Stolen* bezieht sich auf die Messer, die die Autorin in den verschiedensten Ländern kennen gelernt und „erworben“ hat.

Der Name der reisenden Köchin Allegra McEvedy kann euch schon untergekommen sein, wenn ihr auch regelmäßig die Food-Kolumnen des Guardian lest/gelesen habt.

Jedes Kapitel stellt dann auch eben dieses Messer, das Land (mit kurzer Übersicht zur Einwohnerzahl, Lebenserwartung, im- und exportierte Lebensmittel, typische Gerichte und Getränke, dem schönsten Moment…) und einer kurzen Schilderung der Erlebnisse dar. Es folgt eine Fotocollage mit einer Liste der Rezepte.

Zur besseren Vorstellung: Es geht wirklich einmal um den Globus über Türkei und Marokko, Burma, Japan, China, Frankreich, Portugal, Südafrika, Norwegen, Mexiko, Malawi, Kuba,…

Die zumeist doppelseitig präsentierten Gerichte machen dabei Lust aufs Nachkochen. Die Rezepte verlangen allerdings zum Teil nach Zutaten, die nicht so einfach zu bekommen sind.

IMG_8289

Das erste hier gezeigte Gericht stammt aus dem Kapitel Burma und ist laut dem Ländercheck auch das laut Einheimischen beste Gericht des Landes: Oh-no Khaukswe, ein Hühnchencurry mit Nudeln. Für den Mann definitiv ein Oh-yes-Gericht! (Sorry, wer hat den Witz kommen sehen?)

Da ich ja nur für einen Fleischesser gekocht habe, musste ich bei der Zubereitung etwas improvisieren. Anstatt ein ganzes Huhn zu verwenden, habe ich lediglich Hähnchenbrust und Hühnerfond verwendet. Im Buch wird das Huhn zerteilt verwendet: Aus der Karkasse und den Flügeln wird eine Brühe bereitet, Brust und Beine ohne Haut gegart und anschließend weiter zerkleinert.

IMG_8281

Oh-no Khaukswe – Hühnchencurry mit Nudeln

für 1-2 Portionen, etwas zeitintensiver (1-1,5 h)

  • 250-300g Hähnchenbrust ohne Haut
  • 1 Glas, etwa 400ml Hühnerfond oder selbstgekochte Hühnerbrühe
  • 1/2 TL Kurkuma, gemahlen
  • 1 EL Rapsöl und etwas mehr zum Frittieren der Nudeln
  • 1 kleine Handvoll Reisnudeln, z.B. Reisvermicelli
  • 3/4 TL Chiliflocken
  • 1 rote Chili
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Zwiebel
  • 10g Kichererbsenmehl
  • 200ml Kokosmilch
  • 3/4 EL Fischsauce
  • 1 Block Mie-Nudeln (etwa 83g)
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • Salz
  • nach Belieben: 1 hartgekochtes Ei, 1 Limettenviertel

Fond mit weiteren 100ml Wasser in einen Topf geben, die abgespülte und abgetrocknete Hähnchenbrust zugeben und zum Köcheln erhitzen. Kurkuma zugeben und abgedeckt 20 Minuten sanft köcheln lassen. Das Fleisch aus der Brühe nehmen und abkühlen lassen, dann in mundgerechte Stücke zerteilen.

Die Brühe weiter köcheln lassen, bis etwa die Hälfte der Flüssigkeit verdampft ist.

Währenddessen weitere Zutaten vorbereiten: Chili waschen, putzen und nach Belieben die Kerne entfernen. Fein in Streifen oder Würfel schneiden. Knoblauch und Zwiebel schälen und fein würfeln, Frühlingszwiebeln waschen, putzen und die grünen Teile der Zwiebel in Ringe schneiden.

In der Zwischenzeit etwas Öl in einer großen, flachen Pfanne erhitzen und wenn es heiß ist, die Reisnudeln zugeben. Sie puffen auf und können dann mit einer Schaumkelle herausgenommen und auf Küchenpapier gelegt werden.

Das Öl in der Pfanne etwas abkühlen lassen, dann die Chiliflocken zugeben und bei schwacher Hitze 3-4 Minuten erhitzen, ohne, dass die Flocken verbrennen. In eine Schale füllen.

Erneut etwa 1 TL Öl erhitzen und die Chili, Knoblauch und Zwiebel für einige Minuten braten, dann das Fleisch zugeben und unter gelegentlichem Rühren erneut einige Minuten braten. Die Brühe erneut erhitzen.

In einer Schale Kichererbsenmehl mit etwa 1,5 EL Wasser zu einer homogenen Paste vermengen und in die köchelnde Brühe einrühren. Falls sich Klümpchen bilden, die Brühe durch ein feines Sieb geben und erneut erhitzen. Die Kokosmilch einrühren und alles zu der Pfanne mit Zwiebeln und Fleisch geben. Wiederum etwa 10-12 Minuten simmern lassen.

Währenddessen die Mie-Nudeln nach Anleitung zubereiten (d.h. in eine Schale geben, mit kochendem Wasser übergießen und etwa 5 Minuten ziehen lassen, dann abseihen). Nach Wunsch ein hart- oder wachsweichgekochtes Ei zubereiten.

Das Curry in der Pfanne mit Fischsauce und Salz abschmecken.

Anrichten: Mie-Nudeln in einen tiefen Teller oder eine Schale füllen, das Curry darüber geben und mit den knusprigen Reisnudeln sowie den Frühlingszwiebelringen und dem Chiliöl nach Geschmack servieren. Nach Wunsch noch das halbierte Ei und Limettenviertel dazu reichen.

Aus:

Jans Lieblingsessen bekommen ab sofort das Gütesiegel Geisterkrank:geisterkrank

IMG_8287IMG_8288